[update] Kulinarium XIII: Kartoffelgratin

leckereien Irgendwie hat mir dieses Gratin keine Ruhe gelassen. Es war gelungen – ohne Zweifel. Aber ich hatte nicht die Kartoffeln bekommen, die ich wollte. Und Knoblauch war auch aus, so dass ich mir mit einer portugiesischen Knoblauch-Paste behelfen musste. Heute war Samstag und ein Einkauf stand an. Und es passierte, was man vom deutschen Einzelhandel schon gar nicht mehr gewohnt ist: ich wurde positiv überrascht! In der Tat -  der Große, Grüne Einkaufsmarkt, in dem die Welt noch in Ordnung ist, hat massiv aufgerüstet. NORMAlerweise muss ich, wenn ich den kurzen Weg bevorzuge, zum Discounter, den einzig und allein der halbwegs korrekte Fleischer rettet. Aber heute wurde das Auto freigeschaufelt und im Großmarkt angegriffen. Und was hatten die alles für Leckereien! An sich wollte ich zum TK-Lachs greifen – plötzlich grinste mich dieses herrliche Lachsfilet an der Frischfischtheke an. Da musste zugegriffen werden und ein paar frische Nordseekrabben kamen auch noch in den Korb. Die nächste positive Überraschung waren wunderbare, rote Kartoffeln aus Frankreich. Im Milch-Distrikt gab es tatsächlich Créme Double – hab ich hier bis jetzt noch nie bekommen! Am Karnickel-Stand musste ich kurz stehen bleiben – nein, heute kein Mümmelmann. Es bleibt bitte beim Fisch!

lachsfilet Den Fisch bettete ich auf etwas Blattspinat, passt ja immer sehr gut zu Lachs, und darunter gab es – Gratin! Mit pervers viel Knoblauch, so an die 4 Zehen. Das gibt ein Aroma! Natürlich kamen vorher die Keimlinge raus! Man teilt die Zehe und schneidet mit einem kleinen Messer den Bösewicht aus der Mitte heraus. Schon verliert die Knolle einige ihrer  negativen Eigenschaften, ohne dass es dem Geschmack schadet.

ergebnis Der Fisch war auf den Punkt richtig! Außen scharf angebraten, aber so, dass er innen noch rot ist. Danach so 6-10 Minuten in den Ofen zum gar ziehen. Und das Gratin war ein Gedicht! Dieses Mal hat alles gepasst! Ich habe etwas weniger Käse genommen und die Butter weggelassen. An die Soße kam ein Teelöffel Créme Double, wenn man sowas schon mal im Hause hat. Für den Frische-Faktor gab es einen Radicchio-Mandarinen-Salat, an dem ich aber noch arbeiten muss.

Kartoffel-Gratin ist ein recht einfach zu bereitendes Gericht und kann prima als Beilage oder auch als Hauptspeise serviert werden. Man kann hier auch viel variieren, ob es nun um das Weglassen oder Hinzufügen bestimmter Zutaten geht. Milch, Sahne, Pfeffer, Salz, Kartoffeln, Butter, (Knoblauch) – das sind die Grundzutaten. Die sehr dünn geschnittenen Kartoffeln und die maximal 3 Schichten machen ein Gratin aus, ansonsten wird es ein ordinärer Auflauf. Ein Foto gibt es heute nicht, dafür aber das vollständige Rezept zum Ausprobieren. Et voila!

Kartoffelgratin

Portionen: 2

Kochzeit: 1/2 hour

Vorbereitungszeit: 20 minutes

Kategorie: Beilagen

Cuisine: German

Wertung: 4/5 stars

Source: Chefkoch.de, Fool for Food, eigene Variation

Zutaten

  • 400 gr. Kartoffeln, festkochend oder vorwiegend festkochend
  • 1 whole Schalotte (optional)
  • 25 gr. Emmentalter
  • 25 gr. Schinkenwürfel
  • Paprika, edelsüß (optional)
  • Butter
  • 1 clove Knoblauch
  • Pfeffer
  • Salz
  • 1 dram Muskatnuss, gerieben
  • 125 ml. Milch
  • 125 gr. Sahne

Zubereitung

Den Ofen auf 180° anheizen. Flache Form mit Butter einfetten. Sahne und Milch mit einem Schneebesen verrühren. Mit Salz und Pfefferab schmecken, den Knoblauch kleinhacken und zerdrücken, mit in die Soße geben. Ggf. die Schalotte in feine Ringe schneiden und den Käse reiben. Kartoffeln mit einem Gurkenhobel in sehr dünne Scheiben hobeln und in 1 Schicht in der Form auslegen. Mit etwas Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen, dann eine weitere Schicht Kartoffeln auslegen. Mit etwas Paprika bestreuen. Nun den Käse verteilen, dann die Schinkenwürfel und am Ende die Soße gleichmäßig über die Kartoffeln geben. Zwischen 20-30 Minuten im Ofen backen.

Hinweise

Paprika, Käse und Schalotte kann man weg lassen, bringen aber etwas mehr Geschmack ins Essen. Wenn es nicht auf Kalorien ankommt, können auf der Kartoffelschicht noch Butterflöckchen verteilt werden. Mit dem Salz ist das so eine Sache. Entweder, man würzt die Soße kräftig oder salzt die einzelnen Kartoffelschichten. Auf jeden Fall ist hier Vorsicht geboten. Dasselbe gilt für die Muskatnuss. Am besten man übt das Rezept, bevor man es seinen Gästen kredenzt.

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Eine Antwort zu “[update] Kulinarium XIII: Kartoffelgratin”

  1. [...] wir mindestens genau so spektakulär gekocht. Ganz groß: endlich nahmen die Mainstream-Medien von unserem illustren kleinen Blog Notiz! [...]

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