Umfallen auf die widerliche Art

Von der Thüringer CDU ist man es ja gewohnt, auf ausreichend offene Flanken zu stoßen. Da könnte man auf diverse Skandälchen referieren, z.B. die Geschehnisse um den Erfurter Rotlichtmord. Oder, recht aktuell, der Dieter-Althaus-Wahlkampf zum Fremdschämen.

Nun sind das Geschichten, die passieren in anderen Parteien auch. Wie der Landesverband aber nun offenbar auf die Anfeindungen gegen sein Mitglied Zeca Schall reagiert, hat mit Fremdschämen nichts mehr zu tun. Das ist hochgradig verachtenswert:

In den späten Abendstunden rückten sie an: Überall in Thüringen waren die Klebekolonnen eifrig zugange, um gezielt jene Wahlplakate zu überkleben, von denen noch gestern der von der NPD rassistisch attackierte CDU-Politker Zeca Schall dem Wahlvolk freundlich zulächelte.

So steht es bei Indymedia. Eigentlich kaum zu glauben. Wobei – wer aus Bequemlichkeit Stoppschilder über Kinderpornoseiten verhängt und damit so tut, als wolle man Kinder schützen, anstatt die Produzenten und Publizisten anzugehen, zu dem passt auch so etwas.

Es ist schlimm genug, wenn man andere Menschen wegen ihrer Rasse oder Herkunft disst. Nein, man kann auch nicht alle lieb haben. Ich finde es durchaus legitim, andere Leute nicht leiden zu können und das auch öffentlich zuzugeben. Zum Beispiel weil sie ihre Wähler verraten. Oder Steuergelder verschlampen.

Wenn aber die bequemen Lösungen zur Modeerscheinung werden, dann sollte sich jeder potentielle Wähler seine Entscheidung doppelt und dreifach überlegen. Leere Rententöpfe? Sozialverträgliches Ableben! Zu wenig Ausbildungsplätze? Dafür sorgen, dass weniger Bälger auf die Welt kommen! Freie Meinungen im Internet? Internet kaputt zensieren! Brave new World!

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Eine Antwort zu “Umfallen auf die widerliche Art”

  1. [...] Image wegzuwischen. Die Verräterpartei bewegte sich nun offen im Schlingerkurs. Es gab ein wenig schmutzigen Wahlkampf und wir konnten das letzte Mal am Stausee Hohenfelden mit 10.000 besoffenen Asis die Grenzen des [...]

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