Im übertragenen Sinne gilt diese Weisheit auch für Unternehmen, für die Politik und nicht zuletzt auch für andere gesellschaftliche Systeme und Organisationen. “Im übertragenen Sinne” bedeutet hier übrigens nicht, dass der Chef zuletzt seinen Stuhl räumt, sondern dass er Verantwortung für seine Organisation und damit für die Organisationsmitglieder trägt. Manchmal nicht ganz uneigennützig; so ist es doch zumindest ein Zeichen von Demut, auch für das Handeln seiner Mitglieder Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung kann jedoch nur der übernehmen, der sich der eigenen Fehlbarkeit bewusst ist. Und fehlbar sind alle Menschen. Alle, außer einem. Der ist nämlich je nach Kontext unfehlbar. Denn er redet mit Gott. Persönlich! Und steht damit über den Dingen. Auch denjenigen gegenüber, die gedemütigt wurden.
Mit ‘Wut’ getaggte Artikel
Manchmal fragt man sich…
Donnerstag, 11. März 2010Haben wir noch alle Tassen im Schrank? Wir feuern Milliarden in marode Banken und kürzen Gelder für die Jugendarbeit. Wir investieren Unmengen in Überwachungstechnologien und wundern uns, warum diese keine Straftaten verhindern, sondern bestenschlimmstenfalls dokumentieren. Wir echauffieren uns über Eltern, die nicht in der Lage sind, ihren Kindern ein angemessenes Umfeld zum Aufwachsen zu bieten und wettern gegen Kinderkrippen und Kindergärten, weil diese die Eltern-Kind-Beziehung schwächen. Wir wollen auch keine Lebensmittelampel, weil die “bestimmte Lebensmittel diskriminiert“. Und nun darf Fastfood mit 7% vermehrwertsteuert werden, Schulessen hingegen mit 19%. Und DANN wundern wir uns, dass so etwas passiert?
Und gleich noch ein Update dazu: Hätte man mal Thilo Sarrazin gefragt – der Mann kennt die Lösung! (Ironie-Tags bitte selber einfügen)
