Ähm… vermutlich sollte ich den Titel dieses Blogs bald in Richtung “BILD-Blog” abändern. Das unsympathische Käseblatt ist aber auch ein Quell nie endenden an den Kopf greifens.
Nachdem gestern mal wieder Deutschlands bekanntester Plagiator zaghaft hofiert wurde (siehe auch “Deutschlands dümmste Meinung“), ruft die BILD heute den Medienkrieg gegen den Spiegel aus.
Es geht um diesen Artikel, in dem Spiegel Redakteur René Pfister Horst Seehofer portraitierte. Dafür wurde ihm zunächst der Henri-Nannen-Preis verliehen – und nun aufgrund mutmaßlich unsauberer journalistischer Methoden wieder aberkannt.
Nun ist meine Meinung zum zunehmend in Richtung Boulevard abdriftenden Spiegel sicher nicht (mehr) die allerbeste. Allerdings spricht es Bände, von welch grotesker Absurdität das Selbstbild der Springer-Postille geprägt sein muss. Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, würde man die unzähligen Artikel aufzählen, in denen BILD nicht nur den Eindruck des “dabei Seins” vermittelt hat, sondern dies schlicht behauptete. Mal unabhängig von den unzähligen, unwahren Tatsachenbehauptungen. Mal unabhängig von den unzähligen Rüfflern des Presserates, die BILD über die Jahre kassiert hat. Das kann man alles beim echten BILDblog nachlesen.
Aber – just for the Records; bevor man all zu hart über die Bigotterie von BILD urteilt: sie haben dafür ja andere Qualitäten. Zum Beispiel, wenn es mal wieder um Luftbildtotenschädel und Nazigold geht!
