Mit ‘qualitätsjournalismus’ getaggte Artikel

…der werfe eine Ladung Steine!

Donnerstag, 12. Mai 2011

Ähm… vermutlich sollte ich den Titel dieses Blogs bald in Richtung “BILD-Blog” abändern. Das unsympathische Käseblatt ist aber auch ein Quell nie endenden an den Kopf greifens.

Nachdem gestern mal wieder Deutschlands bekanntester Plagiator zaghaft hofiert wurde (siehe auch “Deutschlands dümmste Meinung“), ruft die BILD heute den Medienkrieg gegen den Spiegel aus.

Es geht um diesen Artikel, in dem Spiegel Redakteur René Pfister Horst Seehofer portraitierte. Dafür wurde ihm zunächst der Henri-Nannen-Preis verliehen – und nun aufgrund mutmaßlich unsauberer journalistischer Methoden wieder aberkannt.

Nun ist meine Meinung zum zunehmend in Richtung Boulevard abdriftenden Spiegel sicher nicht (mehr) die allerbeste. Allerdings spricht es Bände, von welch grotesker Absurdität das Selbstbild der Springer-Postille geprägt sein muss. Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, würde man die unzähligen Artikel aufzählen, in denen BILD nicht nur den Eindruck des “dabei Seins” vermittelt hat, sondern dies schlicht behauptete. Mal unabhängig von den unzähligen, unwahren Tatsachenbehauptungen. Mal unabhängig von den unzähligen Rüfflern des Presserates, die BILD über die Jahre kassiert hat. Das kann man alles beim echten BILDblog nachlesen.

Aber – just for the Records; bevor man all zu hart über die Bigotterie von BILD urteilt: sie haben dafür ja andere Qualitäten. Zum Beispiel, wenn es mal wieder um Luftbildtotenschädel und Nazigold geht!

Herr Niggemeier bringt es mal wieder auf den Punkt!

Dienstag, 15. Dezember 2009

Man muss den Text „In eigener Sache” vom stellvertretenden „Abendblatt”-Chefredakteur Matthias Iken lesen, der heute auf der Startseite von abendblatt.de steht. Man könnte denken, dass ein Händler, der plötzlich eine so radikale Verteuerung seines Angebotes bekannt geben muss, alles dafür tut, seine Kunden zu umwerben, ihm treu zu bleiben. Ikens Text aber ist eine Frechheit. Er liest sich fast, als müsste man sich als Leser von Online-Medien schämen, dafür so lange nichts gezahlt zu haben.

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