Mit ‘obama’ getaggte Artikel

Nobelpreis für Snowden?

Mittwoch, 29. Januar 2014

Edward Snowden wurde für den Friedensnobelpreis nominiert. Ich finde nicht, dass Snowden den Preis verdient hat. Nicht, bevor Barack Obama seinen wieder zurückgegeben hat. Zur Erinnerung: Obama erhielt den Preis 2009 für, nun ja wofür eigentlich?

für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken

Ach ja, das war’s. Schon klar.

Oho… der SPIEGEL hinterfragt „kritisch“

Dienstag, 13. September 2011

Jetzt, so der US-Präsident im Interview mit mehreren Medien, müsse Europa endlich richtig handeln. Bald sei es zu spät dafür.

Mit dieser Kernbotschaft berichten die deutschen Medienhäuser heute über ein Interview mit Barack Obama, in dem der amerikanische Präsident Europa mit deutlichen Worten zur wirksamen Bekämpfung der Währungskrise auffordert.

Doch meint es Obama wirklich ernst mit seiner Warnung? Oder steckt hinter dem Handeln des US-Präsidenten purer Aktionismus?

Erstaunlich – der SPIEGEL, der in letzter Zeit eher durch mediales Mitläufertum auffällt als durch kritischen oder gar investigativen Journalismus, hinterfragt Obamas Motivation hinter der Warnung an das alte Europa. Erstaunlich auch, dass der SPIEGEL Obamas durchschaubares Spiel beim Namen nennt.

Wenn es bis zur heißen Phase des Wahlkampfs keine Besserung der wirtschaftlichen Aussichten gibt, lässt sich die Schuld an der Misere immerhin auf Europa schieben.

Der deutsche Michel spielt brav seine Rolle in diesem Obamonopoly, indem er sich erst einmal fürchterlich über diesen depperten Ami aufregt. Soll der doch erstmal vor seiner eigenen Tür fegen! Was mischt der sich überhaupt in unsere Angelegenheiten ein? Und genau so will der Durchschnittsamerikaner uns Europärer natürlich sehen: Erst machen die Krauts unsere Wirtschaft kaputt und dann schimpfen sie, wenn unser Prez ihnen die helfende Hand reicht.

Fefe hat Recht: Man kann von Obama halten was man will – an Trollqualitäten mangelt es ihm jedenfalls nicht!

USA! USA!

Mittwoch, 07. September 2011

Die einen sehen ihn zunehmend ins Boulevardeske abrutschen – andere kritisieren mangelnden, kritischen Abstand hinsichtlich bestimmter Themenkomplexe: Den Spiegel.

Sebastian Fischers Artikel „Deutsche wünschen sich starke USA“, der mit der Subline „Amerika-Bild“ getaggt ist, indiziert zumindest grobe handwerkliche Mängel an journalistischer Sorgfaltspflicht. Fischer beschreibt Meinungsbilder, die Europäer von Amerika haben und stützt sich dabei auf eine Studie. Nun muss man mit den Ergebnissen von Studien und Befragungen immer sehr, sehr vorsichtig sein. „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“ soll angeblich Winston Churchill festgestellt haben. Nun muss man nicht gleich gefälschte Ergebnisse unterstellen. Denn guter Journalismus zeichnet sich meines Erachtens durch ein hohes Maß an Objektivität aus. Ein guter Journalist gibt dem Leser die Informationen, mit deren Hilfe er sich eine Meinung bilden kann.

Warum Sebastian Fischer nun in seinem Artikel lediglich den Titel der Studie nennt, jedoch mit keinem Wort den Auftraggeber, den „German Marshall Fund of the United States„, erwähnt, ist mir schleierhaft. Das muss sich der Leser selber zusammengooglen – was nicht schwer ist: Bereits der erste Treffer bei der Suche nach „Transatlantic Trends“ führt zu der entsprechenden Website. Mit ein paar Klicks gelangt man auch zu den Ergebnisdaten, zumindest bis zu den Umfrageergebnissen von 2009.

Auffällig ist der Sprung bei den Antworten auf die Frage „Wie wünschenswert ist es, dass die Vereinigten Staaten von Amerika eine starke Führung in der internationalen Politik ausüben?“. Fanden dies ein Jahr zuvor lediglich 39% der Befragten „wünschenswert“ bzw. „sehr wünschenswert“, kletterte das Ergebnis 2009 auf 65%. Obama-Effekt hin oder her – dass mehr als ein Viertel der Befragten ihre Meinung zur Führungsrolle der USA innerhalb eines Jahre um 180° wendet, erscheint dann doch fraglich. Dass dieser Trend trotz der Ernüchterung, die mittlerweile sicher bei vielen in Hinblick auf Barack Obamas Politik eingekehrt ist, nach wie vor anhält, erscheint dann geradezu unwahrscheinlich.

Das hier bei den Ergebnissen getrickst wurde, ist nun freilich reine Spekulation. So weit hätte der Journalist Fischer nicht gehen brauchen. Ein Link auf die Website des GMFUS hätte schon gereicht.

Auf zum Atom!

Mittwoch, 17. Februar 2010

Der Friedenspräsident Menschenrechtspräsident Klimaschutzpräsident amerikanische Präsident Obama lässt entgegen seiner Statements während des Wahlkampfs nun doch neue Atomkraftwerke bauen. Epic. Mega. FAIL!

Auch eine Finanzkrise hat ihre positiven Seiten

Donnerstag, 17. September 2009

Manchmal geschehen noch Wunder. Mutmaßlich aus Geldnot heraus wollen die USA ihre Pläne zur Errichtung eines Raketenabwehrschilds in Osteuropa offensichtlich auf Eis legen. Die noch unter George „Dubya“ Bush getroffene Vereinbarung hatte in der Vergangenheit mehrfach zu Spannungen zwischen Russland und der Nato geführt. Das wird nicht nur die Polen ärgern, deren größte Sorge nach der Wahl Obamas zu sein schien, dass jener die Stationierungspläne aufrecht erhält. Auch so mancher Provinzclown träumte bereits von einem „bombensicheren“ Europa. Man kann nur hoffen, dass die USA ihre neue Position halten.