Mit ‘katholische kirche’ getaggte Artikel

Liebe katholische Kirche!

Samstag, 22. Oktober 2011

Wenn in dem, was ihr predigt (ihr wisst schon, die Geschichte mit den Todsünden, dem Himmel und dem Fegefeuer) auch nur ein Fünkchen Wahrheit steckt, seid ihr ALLE am Arsch!

Potjemkinsche Ränge

Donnerstag, 15. September 2011

Die BILD findet es peinlich: Bis zu 100 Abgeordnete wollen der Papst-Rede im Bundestag am 22.9. fern bleiben. Die Tatsache, dass es sich wohl ausschließlich um Fraktionsmitglieder von SPD und Linkspartei handelt, treibt die Empörung des journalistischen und hauptberuflichen Klerus in ungeahnte Höhen:

„Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages müssen sich der Wirkung dieser Art von Protest im Ausland bewusst sein: Sie verstärken dadurch das Bild vom ‚hässlichen Deutschen‘, das leider immer noch existiert.“

Ich habe ja auch so einige Bilder im Kopf… von katholischen Seelsorgern, die sich an Kindern vergreifen; Pfaffen, die gegen Homosexuelle hetzen; einem Papst, der Kondome verteufelt und sich damit indirekt mitschuldig am Aidstod Tausender zwangsmissionierter, armer Seelen macht.

Vor allem aber habe ich Bilder im Kopf von Staatsbesuchen zu Zeiten der DDR, als hektisch Fassaden gepinselt und Schlaglöcher geflickt wurden. Wer in letzter Zeit die Baumaßnahmen in der Erfurter Innenstadt beobachtet hat, fühlt sich an genau jene Zeiten erinnert.

Die Strategie der Fraktionen, das Bild vom „hässlichen Deutschen“ gerade zu rücken besteht übrigens darin, die leeren Plätze mit Pappkameraden Bundestagsmitarbeitern und ehemaligen Abgepordneten zu füllen.

Wie peinlich!

Gegen den Papstwahn: Demos am 23. und 24. September

Freitag, 05. August 2011

Im Rahmen des Papstbesuches wurden in Erfurt zwei Demonstrationen angemeldet. Am 23. und 24. September 2011 finden auf dem Bahnhof bzw. Anger Veranstaltungen unter dem Motto „Heidenspaß statt Höllenangst“ statt. Ich hoffe, es finden sich möglichst viele Ketzer ein, um „der Welt“ zu zeigen, dass in Erfurt die Vernunft das Sagen hat und nicht eine anachronistische Sekte, die Kinderschänder deckt, Homosexuelle diskriminiert und das Geld ihrer dummen Schafe zum Fenster hinaus wirft, anstatt die Hungrigen zu füttern – wie sie es doch so gern selber behaupten! Manch einer macht sich übrigens schon Gedanken über das Image unserer Landeshauptstadt:

„Ich halte es für eine Katastrophe, wenn an einem derart historischen Tag demonstriert wird.“

Sagt zum Beispiel Rechtsanwalt Spilker, Vorstandsvorsitzender des Vereins City Management Erfurt. Na dann hoffen wir mal auf ein katastrophales Septemberwochenende! Weitere Informationen: http://papstabschaffen.blogsport.de/demokundgebung/

Via TLZ

Katholiken: Schwule dissen aber selber rosa Käppchen tragen

Montag, 01. August 2011

Manch einer ist ja der Meinung, die katholische Kirche sei eigentlich die weltgrößte Schwulenorganisation. Sollte dem so sein, ist dies jedenfalls nicht der Grund, warum ich für diese Sekte nichts weiter als Verachtung übrig habe.

Nach außen frönen die Katholiken ja nach wie vor einer gepflegtem und tief sitzenden Homophobie. Dies zeigt einmal mehr jenes schöne Beispiel. Weihbischof Heiner Koch sorgt sich um das heilige Sakrament der Ehe, weil ein homosexueller „Schützenkönig“ seinen Lebensgefährten bei Schützenveranstaltungen an seiner Seite haben möchte:

Und unter Berufung auf die Statuten müsse daher festgestellt werden, dass der Lebensgefährte von dem Schützenkönig Dirk Winter beim Landesbezirks-Königsschiessen in Horstmar und Bundeskönigschiessen in Harsewinkel nicht neben dem schwulen Schützenkönig herlaufen dürfe. Davor und dahinter geht, aber nicht daneben.

Nun habe ich mit Schützenvereinen nicht viel am Hut und eigentlich könnten einem diese seltsamen Vögel in ihren aufällig keck-bunten Gewändern egal sein. Würden sich die Dogmatiker nicht ständig in Politik und Medien einmischen und mit Steuergeldern gemästet werden. Da darf ein wenig Verbalprügel doch sicher erlaubt sein.

Via Spiegel-Online.

Der Papst poltert

Freitag, 17. September 2010

„Unser“ Papst Joseph Ratzinger trat diese Woche seine schwierige Missionsreise in das eher Rom-kritische Großritannien an. Nun dachte sich der ältere Herr, man könne bei den Briten punkten, indem man auf die Nazis schimpft:

Ratzinger sagte auch, noch zu den Lebzeiten könne man sich an den Widerstand Britanniens und ihrer Führer gegen die Nazi-Tyrannei erinnern, welche “Gott aus der Gesellschaft auslöschen” wollte und die gemeinsame Menschlichkeit mit vielen anderen, besonders den Juden, ablehnte.

Ratzinger stellt damit, wie schon der eine oder andere Würdenträger vor ihm, die seines Erachtens „aggressiven Formen des Säkularismus und atheistischem Extremismus“ in einen direkten Kontext mit der faschistischen Ideologie des 20. Jahrhunderts.

Nun ja, bei dem Thema kennt sich der Mann unzweifelhaft aus, genau wie die Organisation, der er dient.

Ein Kapitän verlässt als Letzter das sinkende Schiff!

Montag, 15. März 2010

Im übertragenen Sinne gilt diese Weisheit auch für Unternehmen, für die Politik und nicht zuletzt auch für andere gesellschaftliche Systeme und Organisationen. „Im übertragenen Sinne“ bedeutet hier übrigens nicht, dass der Chef zuletzt seinen Stuhl räumt, sondern dass er Verantwortung für seine Organisation und damit für die Organisationsmitglieder trägt. Manchmal nicht ganz uneigennützig; so ist es doch zumindest ein Zeichen von Demut, auch für das Handeln seiner Mitglieder Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung kann jedoch nur der übernehmen, der sich der eigenen Fehlbarkeit bewusst ist. Und fehlbar sind alle Menschen. Alle, außer einem. Der ist nämlich je nach Kontext unfehlbar. Denn er redet mit Gott. Persönlich! Und steht damit über den Dingen. Auch denjenigen gegenüber, die gedemütigt wurden.

Missbrauchsskandal: Hallo Frau von der Leyen? Frau Köhler? Ist da noch jemand?

Montag, 22. Februar 2010

Die aktuellen Missbrauchsvorwürfe gegen Bedienstete katholischer Einrichtungen weiten sich aus. Nachdem nun selbst die Schweigedoktrin des Vatikan zu bröckeln beginnt, fühlt sich endlich auch unsere Regierung in Persona Frau Leutheusser-Schnarrenberger zu einer Wortmeldung genötigt.

Nun, das kann man von einer Justizministerin auch erwarten. Wer hat sich ironischerweise nach wie vor in Schweigen hüllt, ist – genau: die oberste Kinderschützerin der Bundesrepublik und derzeitige Arbeitsministerin Ursula-„denkt denn nicht einer von euch mal an unsere Kinder???“-von der Leyen! Was hat die Frau für dramatische Appelle an uns gerichtet! Da wurden andere Staaten verunglimpft und Millionen von Internetnutzern unter Generalverdacht gestellt! Alles zum Wohle der Kinder! Und jetzt? Schweigen im Walde? Hallo? Da wurden (und werden möglicherweise immer noch) Kinder missbraucht und Täter geschützt! DA muss gehandelt werden! Und? Nichts passiert! Genau so Frau Köhler, die junge, fesche Familienministerin! Keine Reaktion, kein Statement – gar nichts!

Vor kurzem hieß es übrigens noch [1]:

„Ich möchte auch deutlich machen, dass die Würde eines Kindes, die Unverletzlichkeit eines Kindes ein höheres Gut ist als die Frage nach Massenkommunikation.“

Böswillige Geister könnten nun wieder unterstellen, dass es beim Zugangserschwerungsgesetz ja niemals um den Schutz von Kindern ging, sondern um Profilierungssucht und Blendgranaten. Von Asse ablenken, die Kanzlerin aus dem Sperrfeuer holen oder sich den vermeintlich richtigen Koalitionspartner über eine provozierte Attacke auf die Bürgerrechte in Position rücken (übrigens mein Lieblingsansatz!). Oder vielleicht gibt es ja auch noch andere Gründe für die erstaunliche Zurückhaltung unsere Kämpferin für die Schwachen, und Frau von der Leyen hat die Unverletzlichkeit eines Kindes gegenüber einer der mächtigsten Macht- und Finanzlobbys der Welt neu bewertet [2]:

So selbstverständlich, wie wir den Kindern die Muttersprache mitgeben, müssen wir ihnen Religion mitgeben.

Das hat Zensursula ja bereits 2006 untermauert, das Stichwort heißt „Bündnis für Erziehung„. Das verkommt Säkularität zu einer hohlen Phrase. Ist ja auch bloß im Grundgesetz (siehe u.a. Art. 2, 3, 4) verankert, sollte man bei Gelegenheit übrigens auch mal ändern.

Natürlich ist es leichter, auf skrupellose Kinderf… zu kloppen (das kann man gar nicht oft und heftig genug machen!), als festzustellen, dass sich hinter butzenverglasten Gutmenschenfassaden genau so fürchterliche Dinge abspielen können, weil Geistliche eben KEINE Heiligen sind, sondern auch nur: Menschen. Aber DAS erwarte ich von Parlamentariern, sich DEN Hut aufzusetzen und die verliehene Entscheidungsmacht zu nutzen, um solche Schweinereien öffentlich zu machen und zu ahnden! Auch wenn das weh tut. Schweigen ist feige!