Ich gebe es offen zu, ich mag die Österreicher. Das hat etwas mit familiären Wurzeln in der K&K-Monarchie zu tun, mit Wiener Schnitzel, Salzburger Nockerln und Harald Sicheritz.
In Linz soll nun jeder Bürger einen kostenlosen Webspace mit Email-Postfach, betrieben von der lokalen Volkshochschule, bekommen. Besonders interessant finde ich die Begründung, diesen Service anzubieten (Hervorhebung durch DS):
Der SP-Abgeordnete hatte das Projekt vor knapp zwei Jahren mit einem Antrag zu einer Machbarkeitsstudie angestoßen. Kommerzielle Webspace-Anbieter gerierten sich zu oft als Zensoren und löschten unerwünschte Inhalte, etwa bestimmte politische Kritik oder Selbstdarstellungen sich offen bekennender Homosexueller, klagte seine Partei damals. Auch andere Inhalte, bei denen nur die Möglichkeit eines Rechtsbruchs bestünde, würden zu leichtfertig entfernt.
So etwas wäre doch bei uns unvorstellbar. Da rennen sie lieber wie kopflose Hühner durch die Gegend und gackern was von “Verkehrsregeln”, “rechtsfreien Räumen” und “unvorstellbaren Abscheulichkeiten”, die es zu bekämpfen gälte.
Doch bevor ich zu sehr in’s Schwelgen gerate – auch in Österreich sitzen genug kleine Wolfgangelrs in den Parlamenten. Und da hat, genau wie bei uns, auch die dortige Verräterpartei ihre Finger im Spiel.

