Mit ‘internetsperren’ getaggte Artikel

Wer sind Sie und was haben Sie mit der CSU gemacht?

Samstag, 29. Januar 2011

Der Himmel färbt sich lila und es regnet blaue Frösche! Das muss der Anfang der 2012er Apokalypse sein:

(…) bestehen insbesondere erhebliche Bedenken gegen Internetsperren als  Instrument  im  Kampf  gegen  inkriminierte  Inhalte  wie  Kinderpornografie. Zwar mögen entsprechende Stoppschilder im Netz die Erreichbarkeit solcher Webseiten auf den ersten Blick erschweren. (…) Sperren können (von Anbietern und Konsumenten) leicht umgangen werden und schießen über ihr  Ziel  hinaus,  weil  durch  sie  auch  der  Zugang  zu  legalen  Inhalten  gesperrt  werden  kann.

Kalter Kaffee, denkt ihr? Sagen der CCC, AK Vorrat und alle anderen halbwegs gescheiten Netzmenschen schon seit Jahren, meint ihr? Stimmt! Nur stehen diese Sätze im Positionspapier des Netzrates der – tatsächlich – der CSU! Was ist da passiert? Hat die heimlich jemand ausgetauscht? Den Herrmann und den “spontan betroffenen” zu Guttenberg nebst gutmenschelnder Gattin? Ich glaube ja, da hat sich ein Hacker einen Spaß erlaubt und das PDF heimlich ausgetauscht.

Via Fefe.

Blick in die Glaskugel

Mittwoch, 09. September 2009

In der Tagesschau (gleich im Stream) ging es gerade um das von Wolfgang Schäuble initiierte Expertengremium gegen Antisemitismus, das heute seine Arbeit aufnahm.

Nun hatte ich plötzlich eine Eingebung; um nicht zu sagen ein Dejavue aus der Zukunft. Und ich konnte meinen Gedanken nicht mehr beenden, schon fuhr ein Spezialexperte ins Bild und erzählte was vom Internet.

Freunde, wozu der ganze Aufwand! Nehmt die Abkürzung, geht über Los und nehmt Seiten mit antisemitischem Inhalt in die Vorlage zum Zensursulagesetz auf. Jede Wette, nach der Bundestagswahl geht es los!

Jetzt ist mir schlecht!

Dienstag, 30. Juni 2009

Die Diskussion um das deutsche Zensurgesetz, dass die Berliner Verfassungsfeinde unter dem Vorwand des Schutzes von Kindern durch den Bundestag geprügelt haben, nimmt immer abstrusere Formen an. Nun meint im Rahmen einer Konferenz zum “Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien” auch der Europarat, seinen Senf dazu geben zu müssen:

Generell sei der Europarat gegründet worden, um Freiheitswerte zu verteidigen, die Meinungsfreiheit sei aber kein Freibrief, “Kindern unwiderruflichen Schaden zuzufügen”.

OK, da man sich offenbar schwer tut, die Verteidigung der Meinungsfreiheit als Argument der Zensurgegner angemessen zu beantworten, versuchen sie jetzt, diese Argumentation mit der Kinderpornokeule zu kolportieren. Auf welchem Niveau bei dieser Konferenz teilweise debattiert wird, zeigt auch sehr schön folgendes Zitat einer amerikanischen Teilnehmerin:

An dieser Entwicklung und an der zunehmenden Neigung Jugendlicher zum Missbruch von Gleichaltrigen übers Netz sei die Medien, Werbe- und Schönheitsindustrie schuld sowie die Macher von Musikvideos, die Prostitution verherrlichen würden.

Was für eine gestörte Wahrnehmung muss so ein Mensch haben? Als nächstes wird sicher (wieder) behauptet, dass man vom Onanieren blind wird… unfassbar!