Mit ‘genießen’ getaggte Artikel

Kulinarium XV: Herzhafte Kaninchenpfanne

Freitag, 02. April 2010
01_pfanne Insbesondere in Großküchen sollte man mit Gerichten, die den Zusatz “Pfanne” im Namen tragen, immer vorsichtig sein. Das gibt oft ein Wiedersehen mit Speisenkomponenten der vergangenen Woche. Auch mein Ansatz ging ein wenig in die Richtung “schauen wir, das da ist und zaubern wir was leckeres daraus”. Da waren: Kartoffeln, 1 Schalotte, etwas Créme Double, ein halber Becher Sahne, diverse Gewürze und Bauchfilets vom Kaninchen. Und noch ein paar frische Champignons. Zunächst habe ich mit der Zubereitung von klassischen Bratkarftoffeln begonnen.

02_fleisch Ich nehme dazu rohe Kartoffeln, die in 2 cm dicke Scheiben geschnitten und geviertelt werden (bei großen Kartoffeln). Die kommen mit Butterschmalz in die Pfanne und dürfen dort erst einmal gut 20 Minuten unter sporadischem Schwenken vor sich hin braten. Dazu kommen 2 Rosmarinzweige, die in Scheiben geschnittene Pilze, die kleingehackte Schalotte, 3 Knoblauchzehen (ungeschält, breitgedrückt), Salz, Pfeffer. Bevor der Knoblauch anbräunt, kommt das Ganze in eine gebutterte Blechform oder Kasserolle. Die Kaninchenfilets werden in einer Mischung aus Mehl, Salz, Pfeffer und Paprika gewälzt und scharf in Olivenöl angebraten. Danach ab damit in die Form. Zu guter Letzt stellt man einen Guss aus Sahne, Céme Fraiche oder Double, Salz, Pfeffer, Thymian, etwas Muskatnuss und geriebenem Parmesan her und gießt ihn über die Kartoffeln und das Fleisch. Ab in den Ofen für 15 Minuten – und genießen!

03_fastfertig 04_fertig

Kulinarium XIV: Csirke Paprikás

Mittwoch, 31. März 2010

paprikasDer kulturphilosophische Diskurs um das in Ungarn unbekannte “ungarische Gulasch” wurde bereits an anderer Stelle geführt. So geht das richtig: ein wunderbares Csirke Paprikás mit Spätzle – ein Traum! Abweichend vom Original lediglich getuned mit einem Teelöffel Créme Doublé.

Danke, 2 Tage Magen

Sonntag, 21. März 2010

Sollte ich wieder einmal in Versuchung geraten, aufgrund massiver Hungergefühle zu einer Fertigmahlzeit zu greifen – bitte nehme mich irgendjemand in Schutzhaft!

Kulinarium XII: Kaninchen

Sonntag, 31. Januar 2010

“Suprème de Volaille Farcies aux Champignons Sauvages” … klingt das nicht beeindruckend? Dahinter verbirgt sich ein Rezept von Ms Glaze Pomme d’Amour, das ich bei Fool for Food gefunden habe. Die Zubereitung dieser gefüllten Hähnchenbrust ist dabei gar nicht so kompliziert. Als ich beim Einkaufen dann aber auf ein paar feine Kaninchenkeulen stieß, habe ich beschlossen, daraus “Suprème de Lapins Farcies aux Champignons Sauvages” zu zaubern!

kaninchen Eine hervorragende Idee! Die Knochen habe ausgelöst, was mit etwas Geschick ganz gut klappt, ohne dass man Löcher in das Fleisch schneidet oder zu viel davon entfernt. Die Füllung habe ich wie im Rezept beschrieben zubereitet und das gefüllte Kaninchen mit Zahnstochern fixiert. Das Ganze wird dann in Olivenöl durchgebraten, oder man brät das Fleisch nur ganz heiß an und stellt es etwa (!) 20 Minuten bei 150° C in den Ofen. Am besten immer Mal schauen, ob das Fleisch innen nicht mehr roh ist.

Die Soße wurde nicht so dick, wie ich mir das vorgestellt hab, was sich aber mit einem Teelöffel aufgelöster Stärke beheben ließ. Da ich langsam wirklich Hunger hatte, verzichtete ich auf Beilagenschnickschnack und habe fix etwas Kartoffelpüree angerührt. Wenn man das in Ordentlich machen will, wird das Püree aus echten Kartoffeln zubereitet. Das i-Tüpfelchen dazu ist grüner Spargel. Der wird gekocht, in Butter geschwenkt und der untere Teil mit etwas Fond püriert. Das wird dann zusammen mit den Spitzen in das Püree gemischt und mit Salz abgeschmeckt.

dariol Meine zweite tolle Entdeckung im Markt waren Dariol-Förmchen, hinter denen ich schon eine Weile her bin. Die Chance habe ich genutzt und 6 Stück mitgenommen. Die wollten dann natürlich auch ausprobiert werden. Also gab es zum Nachtisch Parfait-Variationen. Dazu habe ich zwei verschiedene Parfait-Rezepte probiert; eines mit Vanille und eines mit Pistatien. Beides übrigens sehr lecker, wobei das Vanille-Parfait mit einem Teelöffel Mokka-Likör serviert den ersten Platz bekam!

parfait Das Rezept dazu gibt es bei Chefkoch.de. Die Pistazien-Variante kam ohne Sahne aus und ist deshalb etwas hüftschonender. Ganz wichtig ist, dass man echte Vanille nimmt, zur Not Zucker aus echter Vanille – aber kein Aroma! Die Pistazien, die man mahlen soll, kann man übrigens genau wie die übrigen Zutaten auch in einen Blender geben. Also erst die gehackten Pistazien, die sich erstaunlich gut mahlen lassen, und danach den Rest. Dann wird die Eismasse schön schaumig. Wenn man die gefüllten Formen dann schnell in das Gefrierfach stellt, bekommt man ein herrlich luftiges Eis, dass man vor dem Servieren am besten ein paar Minuten auf dem Teller antauen lässt.

Kulinarium XI: Traumhaftes Fenchelgemüse

Donnerstag, 28. Januar 2010

Nachdem ich mich heute den ganzen Tag nur von Brötchen ernährt hatte, musste am Abend einfach etwas unheimlich Leckeres auf den Tisch. Irgendwie hatte ich Lust, mal wieder irgendwas mit Fenchel zu kochen. Das Gemüse hat eine sehr charakteristische Note, die leicht an Eukalyptus oder Minze erinnert. Typischerweise reicht man Fenchel zu gedünstetem oder gebratenem Fisch. Natürlich spricht auch nichts dagegen, Fenchel zu gebratenem Fleisch zu servieren.

roellchen_mit_fenchel Als Basisrezept für den Fenchel entschied ich mich für “Eichkatzerls Fenchel-Orangen-Gemüse“, das ich bei Chefkoch.de gefunden habe. Ich habe es dann letztendlich etwas modifiziert, indem ich den Zimt durch Garam Masala, die Orangen durch Mandarinen und die Zwiebel durch Schalotten ersetzt habe. Außerdem habe ich etwas Brühe mit eingekocht und einen kleinen Esslöffel Crémefraiche-Sahne Mischung hineingerührt. Dazu gab es Bandnudeln und die bewährten Schweineröllchen. Wow! Prädikat: Zum auf die Knie fallen! Der Zucker betont das exotische Fenchel-Aroma wunderbar; mit Garam-Masala bekommt das Ganze dann den richtigen Kick! Als Brühe nimmt man am besten eine leichte Gemüsebrühe, auf jeden Fall mit dem Salz aufpassen! Der Fenchel darf übrigens erst einmal ruhig 7-8 Minuten vor sich hin schmoren, bevor man die Zwiebel in die Pfanne gibt. Nur bissfest sollte er natürlich bleiben.

Ich würde dazu einen seriösen Rotwein empfehlen, als Kontrast zum süßlichen Aroma des Gemüses.

Kulinarium X

Samstag, 16. Januar 2010

rakot_1 Rakott Burgonya oder Rakott Krumpli, wie man umgangssprachlich sagt, sind die ungarische Variante des Kartoffelauflaufs. Es gibt hier wie so oft nicht DAS Rezept; vielmehr gibt nur vier essentielle Zutaten: Kartoffeln, gekochte Eier, Semmelbrösel und Tejföl. Eine weitere, beliebte Zutat ist Kolbász, eine kräftige, scharfe ungarische Salami. Schinkenspeck geht auch, und außerdem ordentlich auf die Hüften.

Rakott Krumpli müssen oben eine schöne, krosse Schicht haben und innen saftig sein. Auf keinen Fall sollte man mehlig kochende Kartoffeln verwenden; die sind auch recht schwierig in Scheiben zu schneiden. Da Tejföl ein Kühlprodukt ist, dürfte es in Deutschland schwierig zu beschaffen sein. Ein guter Saurerrahm oder Schmandt ist vielleicht das beste Substitut, da ich unsere saure Sahne irgendwie zu dünn finde.

rakot_2 Man kocht zunächst die festkochenden (!) Kartoffeln (etwa 500 g) und die Eier (3-4) und schneidet sie in recht dünne Scheiben. Dann schichtet man die Zutaten abwechselnd in einer Form. Zwischen die Schichten gießt man jeweils eine großzügige Portion Tejföl oder saure Sahne, insgesamt mindestens 200 g. Man kann das auch mit einer hellen Soße strecken (200 ml Milch, 20g Butter, 10 g Mehl). Salz nicht vergessen, aber je nach verwendeter Wurstsorte sachgemäß dosieren! Auf die letzte Schicht streut man über die Soße in Butter geröstetes Semmelmehl (Verhältnis 1:2). Das Ganze kommt dann mindestens 20 Minuten in die sehr heiße Röhre. Am Ende am besten noch einmal den Grill dazu schalten, der Auflauf darf oben ruhig etwas dunkel werden.

Dazu passt grüner Salat, wenn es frischen gibt oder ein Rohkostsalat aus geraspelter Paprika und Gurke mit etwas Pfeffer, Salz und Zitronensaft.

Kulinarium IX

Samstag, 09. Januar 2010

Was für ein Wetter… auch wenn der angekündigte Blizzard bisher ausgeblieben ist; es hat schon ganz ordentlich geschneit da draußen! Also nix mit Einkaufen fahren, der Mini-Supermarkt um die Ecke muss heute reichen.

bakony

Aber zuerst greife ich zum Basiskochbuch der ungarischen Küche, und bleibe beim ersten Fleischgericht stehen: Bakonyi Sertésborda soll es geben. Für die Kotlett nach Bakonyi-Art klopft und salzt man 2 Kotlett und wälzt sie in Mehl. Die Kotlett werden in der Pfanne scharf in Öl angebraten und zur Seite gestellt. Gemüsepaprika, Tomate, Schinkenspeckwürfel, Zwiebel und Pilze werden kleingewürfelt in der Pfanne angebraten. Dann mit Paprika bestreut und etwas Wasser aufgekocht. Man gibt die Kotlett dazu und lässt alles schön durchgaren. Am Ende rührt man saure und süße Sahne ein und kocht mit starker Hitze auf. Dazu reicht man Nockerln, Reis oder Nudeln.

Dieses einfache aber sehr schmackhafte Gericht kommt mit recht wenigen Zutaten aus, gerade deshalb sollte man hier auf Qualität achten. Ich musste wie gesagt mit dem Mini-Supermarkt klar kommen; deshalb gab es leider keine frischen Champignons, sondern tiefgefrorene Pilze. Die Kotlett waren OK, Paprika gab es nur aus Holland aber immerhin hatte ich eine echte, ungarische Zwiebel und einen Becher Téjföl, also ungarischen Sauerrahm. Daraus ließ sich dann doch ein anständiges Gericht zaubern, dem ich der Kälte wegen noch ordentlich Zunder in Form von Erös Pista gegeben hab. Dazu passt – wie ich finde – sehr schön ein spritziger Olaszrizling aus den Kellern von Gere Tamás, einem der bekanntesten ungarischen Winzer.

Jó étvágyat és egészségedre!

Kulinarium V: Genießerpasta

Samstag, 10. Oktober 2009
99_fertig.jpg

Mit Pasta ist es ein bisschen wie mit der Liebe: Manchmal hat man Heißhunger und es muss schnell gehen. Doch der wahre Genießer lässt sich Zeit und greift nicht vorschnell zum Miraculi-Baukasten. Oder noch schlimmer; Nudeln mit Ketchup…

(weiterlesen…)