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Kulinarium XVIII: Kochen mit Links

Freitag, 02. Juli 2010

Da haben wir den Salat: Ein unfreiwilliger Abstieg vom Rad hat mir eine distale Radiusfraktur, Typ A3.3, nebst ausgeprägtem Trümmerfeld und 12 Tage Krankenhaus eingebrockt. Endlich wieder in häusliche Pflege verbracht, habe ich mich mit Frosta und anderen einfachen Leckereien eingedeckt. “Schonen” meinte der Doc, und zum Kochen braucht man in der Regel ja beide Arme und Hände. Das wenige erlaubte Maß an täglicher Aktivität habe ich dennoch in eine kurze Küchenschlacht investiert. Da lagen noch Hähnchenfilets vom letzten Grillabend im Eisfach, etwas Blattspinat und Waldpilze. Dazu der Rest Bandnudeln, der sich fand und schon ging der Spaß los.

haehnchenfilet Die Filets waren bereits in eine Marinade aus Knoblauch und Peperoni eingelegt und musste nur aufgetaut werden. Danach fix in Polenta gewendet, das hab ich Mal in einem Jamie-Oliver-Rezept gelesen. Den Blattspinat im Topf aufgetaut, mit Salz und Muskat abgewürzt. Schließlich noch die Waldpilze in die Pfanne, mit Weißwein ablöschen, einkochen und fix mit Sahne aufkochen… Moment! Der Sahnebecher lebt! OK, dann geht auch mal Kaffeesahne. Zum Glück nehme ich immer die Hardcore-Version mit 10% Fett.

Das alles war mit einer Hand (der linken!) machbar, auch wenn manche Griffe einfach doppelt so lange dauern. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden – logisch, nach 12 Tagen Krankenhauskost :-)

So, das reicht jetzt aber für heute, ich leg mich wieder hin und den Arm hoch :-)