Mit ‘facebook’ getaggte Artikel

Ein Skandal, der keiner ist

Freitag, 08. Juni 2012

„Das ist ein Stasi-Überwachungsstaat!“ empörte sich gestern Abend eine in der Fußgängerzone befragte junge Frau in der Pro7-Unterhaltungssendung „Newstime“.

Doch ging es im konkreten Fall nicht um die kontrovers diskutierte Vorratsdatenspeicherung. Was die junge Dame so aufbrachte war eine NDR-Meldung, wonach die Schufa künftig soziale Netzwerke wie Facebook für ihr Scoring auswerten möchte.

Das ist dann schon ein wenig lustig, wenn Leute, die freiwillig persönliche Informationen freigeben „Hilfe, Wölfe!“ schreien, wenn diese Informationen tatsächlich benutzt werden.

Denn an eines sei an dieser Stelle noch einmal erinnert:

frlan hat auch was dazu!

Facebook löscht BP-Boykottseite

Dienstag, 29. Juni 2010

Ob sie sich damit einen Gefallen getan haben? Facebook hat eine BP-Boycottseite gelöscht, die es mittlerweile auf stattliche 800.000 Fans gebracht hatte. Natürlich gibt es bereits eine Ersatzseite, die schon 10.000 Facebooknutzern gefällt. Wenn das mal nicht im Streisand-Effekt endet…

Facebook und die Privatsphäre

Montag, 03. Mai 2010

Nachdem sogar die Aigner-Ilse das Thema Datenschutz für sich entdeckt hat, zumindest, wenn es um amerikanische soziale Netzwerke geht, habe ich auch mal ein bisschen bei Facebook herumprobiert und festgestellt, dass die dort veröffentlichten Fotos offensichtlich nicht gegen unerwünschten Zugriff geschützt sind. Man kann ja jeweils festlegen, ob ein Foto nur von Freunden, auch von Freunden der Freunde oder von *welt angesehen werden darf. Die Einstellung ist bei näherer Betrachtung nicht mehr als Snake Oil – kopiert euch mal die Bild-URL eines Fotos, das nur Freunde sehen durften, und öffnet es mit einem anderen Browser (Cookies vorher löschen). Läuft. Natürlich kann man JEDES Foto aus dem Netz extrahieren (ich muss immer kichern, wenn manche Honks versuchen, das Kontextmenü der rechten Maustaste per Javascript zu blocken). Facebook macht es den Leuten aber nun wirklich zu einfach, privat markierte Fotos zu sharen.

Von Gauklern und Scharlatanen

Mittwoch, 14. April 2010

Mein Skype-Begriff des Tages ist heute das schöne Wort „Scharlatan“. Es entstammt dem Italienischen („ciarlare“ = beschwatzen, jmd. etw. aufschwatzen1) und bezeichnet einen Schwindler, Schwätzer oder Quacksalber. Damit ähnelt der Scharlatan in seiner Bedeutung der des Gauklers (gaukeln = gougolôn [althochdt.] = „sinnlose oder spielerische Bewegung machen“2).

Gaukler und Scharlatan mögen als Begriffe heutzutage etwas aus der Mode gekommen sein. Nichtsdestotrotz gibt es immer noch genug solcher Menschen; sie begegnen einem täglich. Zum Beispiel bei der Arbeit, wo sie jede Menge Schaden anrichten können. Der Scharlatan wieselt sich geschickt durch’s Leben. Im Laufe seines Lebens hat er gelernt, Kompetenzen zu simulieren. Das macht er z.B. durch seine Kleidung, durch aufgeschnapptes Halbwissen und gezieltes „Networking“. Denn als Selbstdarsteller liebt er natürlich jedwede Form der Präsentation und besonders virtuelle Netzwerke wie XING, Facebook oder MySpace. Sicher habt ihr auch gerade bestimmte Gesichter im Kopf und ärgert euch, dass Scharlatane mit ihrer Masche viel zu oft Erfolg haben. Aber tröstet euch – irgendwann wird jeder Scharlatan enttarnt. Garantiert!