Mit ‘essen’ getaggte Artikel

Kulinarium XII: Kaninchen

Sonntag, 31. Januar 2010

“Suprème de Volaille Farcies aux Champignons Sauvages” … klingt das nicht beeindruckend? Dahinter verbirgt sich ein Rezept von Ms Glaze Pomme d’Amour, das ich bei Fool for Food gefunden habe. Die Zubereitung dieser gefüllten Hähnchenbrust ist dabei gar nicht so kompliziert. Als ich beim Einkaufen dann aber auf ein paar feine Kaninchenkeulen stieß, habe ich beschlossen, daraus “Suprème de Lapins Farcies aux Champignons Sauvages” zu zaubern!

kaninchen Eine hervorragende Idee! Die Knochen habe ausgelöst, was mit etwas Geschick ganz gut klappt, ohne dass man Löcher in das Fleisch schneidet oder zu viel davon entfernt. Die Füllung habe ich wie im Rezept beschrieben zubereitet und das gefüllte Kaninchen mit Zahnstochern fixiert. Das Ganze wird dann in Olivenöl durchgebraten, oder man brät das Fleisch nur ganz heiß an und stellt es etwa (!) 20 Minuten bei 150° C in den Ofen. Am besten immer Mal schauen, ob das Fleisch innen nicht mehr roh ist.

Die Soße wurde nicht so dick, wie ich mir das vorgestellt hab, was sich aber mit einem Teelöffel aufgelöster Stärke beheben ließ. Da ich langsam wirklich Hunger hatte, verzichtete ich auf Beilagenschnickschnack und habe fix etwas Kartoffelpüree angerührt. Wenn man das in Ordentlich machen will, wird das Püree aus echten Kartoffeln zubereitet. Das i-Tüpfelchen dazu ist grüner Spargel. Der wird gekocht, in Butter geschwenkt und der untere Teil mit etwas Fond püriert. Das wird dann zusammen mit den Spitzen in das Püree gemischt und mit Salz abgeschmeckt.

dariol Meine zweite tolle Entdeckung im Markt waren Dariol-Förmchen, hinter denen ich schon eine Weile her bin. Die Chance habe ich genutzt und 6 Stück mitgenommen. Die wollten dann natürlich auch ausprobiert werden. Also gab es zum Nachtisch Parfait-Variationen. Dazu habe ich zwei verschiedene Parfait-Rezepte probiert; eines mit Vanille und eines mit Pistatien. Beides übrigens sehr lecker, wobei das Vanille-Parfait mit einem Teelöffel Mokka-Likör serviert den ersten Platz bekam!

parfait Das Rezept dazu gibt es bei Chefkoch.de. Die Pistazien-Variante kam ohne Sahne aus und ist deshalb etwas hüftschonender. Ganz wichtig ist, dass man echte Vanille nimmt, zur Not Zucker aus echter Vanille – aber kein Aroma! Die Pistazien, die man mahlen soll, kann man übrigens genau wie die übrigen Zutaten auch in einen Blender geben. Also erst die gehackten Pistazien, die sich erstaunlich gut mahlen lassen, und danach den Rest. Dann wird die Eismasse schön schaumig. Wenn man die gefüllten Formen dann schnell in das Gefrierfach stellt, bekommt man ein herrlich luftiges Eis, dass man vor dem Servieren am besten ein paar Minuten auf dem Teller antauen lässt.

Kulinarium XI: Traumhaftes Fenchelgemüse

Donnerstag, 28. Januar 2010

Nachdem ich mich heute den ganzen Tag nur von Brötchen ernährt hatte, musste am Abend einfach etwas unheimlich Leckeres auf den Tisch. Irgendwie hatte ich Lust, mal wieder irgendwas mit Fenchel zu kochen. Das Gemüse hat eine sehr charakteristische Note, die leicht an Eukalyptus oder Minze erinnert. Typischerweise reicht man Fenchel zu gedünstetem oder gebratenem Fisch. Natürlich spricht auch nichts dagegen, Fenchel zu gebratenem Fleisch zu servieren.

roellchen_mit_fenchel Als Basisrezept für den Fenchel entschied ich mich für “Eichkatzerls Fenchel-Orangen-Gemüse“, das ich bei Chefkoch.de gefunden habe. Ich habe es dann letztendlich etwas modifiziert, indem ich den Zimt durch Garam Masala, die Orangen durch Mandarinen und die Zwiebel durch Schalotten ersetzt habe. Außerdem habe ich etwas Brühe mit eingekocht und einen kleinen Esslöffel Crémefraiche-Sahne Mischung hineingerührt. Dazu gab es Bandnudeln und die bewährten Schweineröllchen. Wow! Prädikat: Zum auf die Knie fallen! Der Zucker betont das exotische Fenchel-Aroma wunderbar; mit Garam-Masala bekommt das Ganze dann den richtigen Kick! Als Brühe nimmt man am besten eine leichte Gemüsebrühe, auf jeden Fall mit dem Salz aufpassen! Der Fenchel darf übrigens erst einmal ruhig 7-8 Minuten vor sich hin schmoren, bevor man die Zwiebel in die Pfanne gibt. Nur bissfest sollte er natürlich bleiben.

Ich würde dazu einen seriösen Rotwein empfehlen, als Kontrast zum süßlichen Aroma des Gemüses.

Kulinarium X

Samstag, 16. Januar 2010

rakot_1 Rakott Burgonya oder Rakott Krumpli, wie man umgangssprachlich sagt, sind die ungarische Variante des Kartoffelauflaufs. Es gibt hier wie so oft nicht DAS Rezept; vielmehr gibt nur vier essentielle Zutaten: Kartoffeln, gekochte Eier, Semmelbrösel und Tejföl. Eine weitere, beliebte Zutat ist Kolbász, eine kräftige, scharfe ungarische Salami. Schinkenspeck geht auch, und außerdem ordentlich auf die Hüften.

Rakott Krumpli müssen oben eine schöne, krosse Schicht haben und innen saftig sein. Auf keinen Fall sollte man mehlig kochende Kartoffeln verwenden; die sind auch recht schwierig in Scheiben zu schneiden. Da Tejföl ein Kühlprodukt ist, dürfte es in Deutschland schwierig zu beschaffen sein. Ein guter Saurerrahm oder Schmandt ist vielleicht das beste Substitut, da ich unsere saure Sahne irgendwie zu dünn finde.

rakot_2 Man kocht zunächst die festkochenden (!) Kartoffeln (etwa 500 g) und die Eier (3-4) und schneidet sie in recht dünne Scheiben. Dann schichtet man die Zutaten abwechselnd in einer Form. Zwischen die Schichten gießt man jeweils eine großzügige Portion Tejföl oder saure Sahne, insgesamt mindestens 200 g. Man kann das auch mit einer hellen Soße strecken (200 ml Milch, 20g Butter, 10 g Mehl). Salz nicht vergessen, aber je nach verwendeter Wurstsorte sachgemäß dosieren! Auf die letzte Schicht streut man über die Soße in Butter geröstetes Semmelmehl (Verhältnis 1:2). Das Ganze kommt dann mindestens 20 Minuten in die sehr heiße Röhre. Am Ende am besten noch einmal den Grill dazu schalten, der Auflauf darf oben ruhig etwas dunkel werden.

Dazu passt grüner Salat, wenn es frischen gibt oder ein Rohkostsalat aus geraspelter Paprika und Gurke mit etwas Pfeffer, Salz und Zitronensaft.

Kulinarium VIII: Herzhafte Crepés

Montag, 30. November 2009

pral2 Ungarische Palacsinta bzw. französische Crepés gibt es in herzhaften und süßen Variationen. Hier eine herzhafte: In die Crepés werden Spinat und eine Soße aus Lauch, Schinken und Sahne eingerollt. Die Crepés werden kalt und schräg zu Pralinen geschnitten als Amuse Gueule serviert oder warm als Vorspeise. Dazu gibt es einen feinen Paprika-Schaum. Mit den Mengen bin ich noch am Experimentieren. Im Zweifel nimmt man etwas mehr Zutaten für die Soße und weniger Crepés-Teig oder man übt mit dem überschüssigen Teig professioneles Crepés-Wenden :-)

(weiterlesen…)

Kulinarium VI: Chiabatta-Pizza-Brote

Montag, 12. Oktober 2009

pizzabrot04.jpg So ein vermeintlich leerer Kühlschrank gibt manchmal mehr her, als man denkt. Ein paar Scheiben Wurst, Tomatenstückchen, ein Krümel Käse und frisches Brot – das reicht schon fast für ein paar leckere Chiabatta-Pizza-Brote.

(weiterlesen…)

Kulinarium IV

Dienstag, 29. September 2009

Letztes Wochenende waren ehemalige Kommilitonen meines Vaters bei meinen Eltern zu Gast und hatten eine sogenannte “Herkuleskeule” im Gepäck. Es handelt sich dabei um einen Flaschenkürbis, der es in diesem Fall auf gute 1,20 m (!) Länge brachte.

herkules.jpg

Nun durfte ich ein gutes Stück davon mitnehmen und suchte nach einer Zubereitungsmöglichkeit. Kumpel Stefan empfahl, daraus ein Kürbisrisotto zuzubereiten. Aufgrund der Menge reichte es aber auch für mindestens 2 verschiedene Mahlzeiten.

Panierter Kürbis

Mir muss dieses Gericht irgendwann in meiner Kindheit schon einmal serviert worden sein, jedenfalls fiel mit diese Art der Zubereitung spontan ein, als ich an Flaschenkürbisse dachte. Man benötigt (2 Personen):

  • 1 Flaschenkürbis (es muss keine Herkuleskeule sein; so viel, dass man pro Person ca. 4-5 1/2 cm dicke Scheiben herausbekommt)
  • 1 Ei
  • Mehl
  • geriebenen Pecorino
  • Semmelmehl
  • etwas Milch
  • Pfeffer, Salz, Paprika (1/2 TL)
  • Planzenöl

kurbis.jpg
Den Kürbis schneidet man in ca. 1/2 cm dicke Scheiben. Von beiden Seiten gut salzen und pfeffern. In einer flachen Schüssel oder einem anderen geeigneten Gefäß das Ei mit etwas Milch und Paprikapulver gut verrühren. Den geriebenen Pecorino und das Semmelmehl etwa zu gleichen Teilen vermischen und in eine zweite flache Schüssel geben. Die Kürbisscheiben zuerst in Mehl wälzen, danach in der Milch-Ei-Mischung und schließlich im Pecorino-Semmelmehl. Das Pfanzenöl in einer Pfanne erhitzen, dabei nicht zu sparsam sein, so dass die Kürbisscheiben im Öl schwimmen. Wenn das Öl heiß ist, die panierten Kürbisscheiben von beiden Seiten goldbraun ausbacken.

Dazu passen verschiedene Beilagen; ich habe mich für eine Ofenkartoffel entschieden. Dafür eine große Kartoffel mit einem Zahnstocher rund herum einstechen, dann in Alufolie einwickeln und bei 250° je nach Größe 45-60 Minuten im Ofen backen. Die Folie der fertigen Ofenkartoffel wird oben geöffnet und die Kartoffel kreuzförmig eingeschnitten. Mit einem Küchentuch oder Topflappen von unten aufdrücken (Vorsicht, heiß!) Mit Kräuterbutter servieren (weiche Butter mit frischen Kräutern verrühren und salzen). Hervorragend schmeckt dazu auch ein roter Salat aus Paprika und Tomaten, den ich hier mit etwas Olivenöl, Zitronensaft, Salz und braunem Zucker angerichtet habe.

Kulinarium III

Samstag, 29. August 2009

Wer Appetit auf ein leckeres, orientalisches Curry hat, kann sich hier ein paar Ideen holen.

Orientalisches Curry mit Hühnerfleisch

curry.jpg

- 1 Hähnchenbrust
- 7-8 weiße Champignons
- 1/2 Dose geschälte Tomaten
- 300 ml cremige Kokosmilch
- 100 ml Hühnerfond oder Fleischbrühe
- 1/2 Brokoli
- 1 Zwiebel
- Curry
- Garam Masala
- Stärke
- Salz
- Pfeffer
- rote Pfefferbeeren
- Chiliflocken, frische scharfe Chili oder Sambal Olek
(weiterlesen…)

Kulinarium II

Donnerstag, 27. August 2009

Geschnetzeltes nach Züricher Art mit Herzoginkartoffeln

Die Schweizer müssen stolz sein auf dieses feine Gericht, dass in der Regel aus Kalbfilet, Champignons, Sahne und einem Schuss Weißwein zubereitet wird.

geschnetzeltes_hzkartoffeln.jpg

Ich habe mich für das Geschnetzelte von diesem Rezept inspirieren lassen. An sich kann man bei der Zubereitung nicht viel falsch machen. Nach dem Einrühren der Flüssigkeiten sollte unbedingt die Hitze reduziert werden. Auch sollte man mit dem im Rezept genannten Esslöffel Mehl etwas vorsichtig sein.
(weiterlesen…)

Kulinarium

Samstag, 15. August 2009

Einen geflegt faulen Samstag perfektioniert man am besten mit einer feinen Mahlzeit. Also habe ich mich in die Küche begeben und voller Leidenschaft, begleitet von einem Chopin-Klavierkonzert, ein fabelhaftes Fleischgericht zubereitet.

Gefüllte Schmetterlingsröllchen vom Schwein mit Lauch-Champignon-Rahm und Wedges

p1010136.jpg

Zutaten für 2 Personen: 2 Schmetterlingssteaks, 100g 50g Parmaschinken, Creme Fraiche, Sahne, Salz, Pfeffer, 4 Stangen Lauchzwiebeln, 5 mittelgroße Champignons, 100 ml Fleisch- oder Gemüsefond, Wedges, frische Gartenkräuter, Zahnstocher

Zunächst jeweils einen Esslöffel Sahne und Creme Fraiche verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Frische Kräuter hacken und in die Masse geben. Schmetterlingsfilets waschen und gut abtrocknen. Auf einem Brett ganz leicht klopfen, am besten mit der Noppenseite des Fleischklopfers. Die Steaks nicht zu dick mit der Kräutercreme bestreichen, Parmaschinken 1-lagig darüberlegen und noch einmal mit Kräutercreme bestreichen.

Die Steaks zusammenrollen – nicht zu locker und nicht zu fest – und mit Zahnstochern fixieren. Dabei sollte der Schinken nicht nach außen kommen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Schmetterlingsröllchen darin gut anbraten. Wenn sie von allen Seiten schön angebräunt sind, in ein hitzefestes Gefäß geben und bei 150° ca. maximal 20-25 Minuten im Ofen lassen. Auf einer anderen Schiene kann man nebenher die Wedges backen.

Lauchzwiebeln zaghaft vom Grün befreien, so dass noch etwas übrig bleibt. Die Champignons grob putzen (NICHT WASCHEN!) und in dünne Scheiben schneiden. Einen Topf mit etwas Butterschmalz aufsetzen und darin die Champignons und die Lauchzwiebeln dünsten. Salzen und Pfeffern. Wenn die Champignons etwas Farbe bekommen haben und anfangen weich zu werden, mit Fond ablöschen. Bei geringer Hitze ca. 6 Minuten köcheln lassen und dann vom Herd nehmen. Die restliche Kräutercreme untermischen.

Die Schmetterlingsröllchen aus dem Ofen nehmen und kurz ruhen lassen. Danach mit einem scharfen Messer in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Champignon-Lauch-Rahm in der Mitte des Tellers anrichten, darum das Fleisch und die Wedges platzieren.

Dazu einen frischen Salat reichen (z.B. Lollo Rosso mit Coctail-Tomaten und grüner Gurke, Waschen, Schneiden, mit Olivenöl, Zucker, Zitronensaft abschmecken, etwas pfeffern).

Heureka!

Donnerstag, 30. Juli 2009

Ich versuche mich seit mindestens 10 Jahren an einem Hefeteig, den man schleudern kann. Gerade habe ich es hingekriegt! Das Projekt ruht gerade für 15 Minuten im Ofen – mal sehen, was es wird…