Mit ‘ed hardy’ getaggte Artikel

Bizarr: Ed Hardy Beverage

Dienstag, 27. April 2010

Das Label “Ed Hardy” hat seit 2004 eine sagenhafte Markenkarriere hingelegt. Zunächst als überteuerte Promi-Ware an den Markt herangetragen, erlangte das Label von Christian Audigier schnell den Status als Unterschichtenmarke No. 1. In zunehmendem Maße wurde die Produktpalette erweitert, so dass mittlerweile neben profanen Klamotten “Ed Hardy”-Schuhe, Taschen, Bettwäsche, Sonnenbrillen, Parfum und sogar Schnellhefter die Vollmontur ergänzen.

Wer nun denkt, das war’s schon: Fehlanzeige. Wie wäre es mit “Ed Hardy”-Bier? Oder Sekt?

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Update
: Nicht zu vergessen; Ed Hardy Lufterfrischer

10 Design-Klassiker

Donnerstag, 08. Oktober 2009

Als ich kürzlich diesen eleganten Fleisch-Duschvorhang entdeckte, dachte ich sofort, der könnte das Zeug zum Design-Klassiker haben. Doch die Konkurrenz ist hart, wie ich mit meiner persönlichen Top-10 der schlimmsten Design-Verfehlungen belegen möchte:

10. Gern als Avatar verwendet von Frauen (?), die sich Bärchen78 oder °Oo=ScHmUsEHeXe=oO° nennen: Die Diddl-Maus

9. Belagern unzählige Mikrofaser-Sitzecken: Porzellan-Puppen

8. Gehörte auch bei meinem Opa zur Sonntags-Kluft: Klassische Herrenhandtasche

7. Viele Kinder weinen beim Autofahren, da ihnen der Blick mit einer Schatten-Katze versperrt wird!

6. Ikone der Abenteurer, der letzten wahren Outlaws: Wolf T-Shirt

5. Passt prima zur Schrankwand in Eiche-rustikal: Ein Kacheltisch

4. Am besten sind welche mit Glitzer-Applikationen: Bild vom weinenden Clown

3. Stuhlgang kann auch Spaß machen: Mit einem Delphin-Toilettensitz

2. Ob auf dem Zeltplatz, bei der Autowäsche oder beim abendlichen All-Inclusive-Buffet im Familienhotel: Mit einem Trilobalanzug ist man stets stilvoll gekleidet!

1. Zwar noch recht jung, hat dieses Outfit bereits jetzt das Zeug zum absoluten Designklassiker: Ed-Hardy-Vollmontur

"BAM Oida!"

Sonntag, 22. Juni 2008

Die Szenelandschaft Jugendkultur erreicht gerade einen neuen Tiefpunkt. Für die breite, internetnutzende Masse bisher lediglich anhand von Foto- und Videoindizien erkennbar (Domspitzen berichtete), machen die werbetreibende Industrie, Spiegel Online und Wikipedia die Jugendszene “Krocha” jetzt offiziell.

Dabei wird ein Stil gepflegt, für den man in der guten alten Zeit (also in den 80ern und frühen 90ern) fürchterlich verprügelt worden wäre – und das zu Recht! In einem Mix aus Emo-Stil und bestimmten gehypten, qualitativ oft minderwertigen Modemarken ist auch das Verwenden dümmlicher Sprachstummel (“BAM Oida!”, “Bombäää Oida!”) ein Diversifizierungsmerkmal. Und woher stammt diese üble Mischung aus häßlich & dumm? Aus Österreich (sic!), wo man sich offenbar denkt, dass es 95 Jahre nachdem der Mann mit dem Bart nach München kam mal wieder Zeit wird, den Piefkes eine neue Plage zu schicken. Und leider ist zu befürchten, dass, genau wie damals, diese Saat hierzulande auf fruchtbaren Boden fällt, wie ich erst letzte Woche im Vorbeifahren auf einem Hamburger Schulhof beobachtete.

Ja, auch früher gab es durchaus Seltsames zu beobachten, wenn man des Abends durch idyllische Vorstädte schlenderte. Ich erinnere nur an die an sich kurzlebige Acid-Kultur, aus der heraus sich letztendlich doch noch etwas Vernünftiges entwickelte. Aber ob nun Popper, Gothic, Punk, Metaller, Hip-Hopper, Skinhead, was auch immer – man verkörperte seine Szenezugehörigkeit doch stets mit einem wenn auch oft marginalen Rest an Würde. Den sucht man bei den Krochas jedoch vergebens, die die Vokuhila hochleben lassen und sich so lange Bräunungscreme ins Gesicht schmieren, bis sie aussehen wie eine holländische Gewächshausmöhre. Aber ja doch, ich weiß: leben und leben lassen, auch wenn’s manchmal schwer fällt.