Mit ‘drogen’ getaggte Artikel

Piraten kopieren die FDP

Sonntag, 25. März 2012

Manch einer mag sich angesichts des heutigen Wahlerfolgs der Piraten fragen: wie machen die das bloß? Was ist das Erfolgsgeheimnis einer Partei, die noch keine 6 Jahre alt ist und deren politisches Programm signifikant um das Thema Netzopolitik meandert? Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: die Partei tut, was Softwarepiraten eben so tun – sie kopiert. Und zwar von der Partei, die niemals nicht umfällt. Die sich wie eine Eiche im Sturm der Union auf die Bürgerrechte entgegen stemmt. Die sich sowas von niemals von irgendwelchen Lobbys vor den Karren spannen ließe und zu einmal getroffenen Entscheidungen steht.

„Es ist kein Zufall, dass die Piraten jenseits ihrer Selbstinszenierung die FDP kopieren.“

Liebe Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, wie wäre es damit: in Würde abtreten. Hätte was mit Stil zu tun.

Ihr nehmt doch alle Drogen!

Donnerstag, 25. März 2010

Unsere Gesellschaft unterscheidet gute und böse Drogen. Gute Drogen werden „Genußmittel“ genannt und bringen ordentlich Unzen ins Steuersäckel. An bösen Drogen wird auch viel Geld verdient, sowohl in der Unter- als auch in der Halbwelt. Böse Drogen kosten allerdings auch eine Menge Geld, denn natürlich lassen wir uns die Bekämpfung der zuvor illegalisierten Substanzen einiges kosten. Aber auch gute Drogen können teuer werden, und zwar nicht nur für den Konsumenten. Ca. 17 Mrd. EUR gehen so jährlich alleine für die Behandlung von Folgeerkrankungen des Nikotinkonsums durch den Schornstein.

Leider sterben auch Menschen durch den Konsum von Drogen. 140.000 pro Jahr in Deutschland an den Folgen des Nikotinkonsums. 73.000 in 2009 durch Alkoholkonsum, sagt die Drogenbeauftragte.

Um so schockierender, was man heute bei Tagesschau.de lesen kann:

Insgesamt starben 1331 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen und damit acht Prozent weniger als 2008, wie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, und das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilten.

Die meisten rafft das Heroin dahin:

Die meisten Menschen – nämlich 70 Prozent – starben an einer Überdosis Heroin.

Es ist nämlich ziemlich schwierig, an reinem und richtig dosierten Heroin zu sterben, um nicht zu sagen es ist eigentlich nicht möglich. Dummerweise ist da schwierig ranzukommen. Es sei denn, man wohnt im derzeit von der NATO kontrollierten Afghanistan (Hervorhebung DS):

Bei dem meist aus Afghanistan stammenden Heroin gab es ein Plus von 51 Prozent auf 758 Kilogramm.

Nur für den Fall, falls der letzte noch nicht kapiert hat, was wir neben dem Öl eigentlich da unten zu suchen haben!

The Empire strikes back

Sonntag, 01. November 2009

Professor David Nutt ist britischer Drogenbeauftragter. Viel mehr – er WAR Drogenbeauftragter. Denn der gute Professor wies kürzlich auf etwas hin, das nicht in die seit den frühen 40er Jahren etablierte Dogmatik im Umgang mit sogenannten Drogen passt:

Nutt ist der Meinung, dass Cannabis ebenso wie Ecstasy oder LSD weniger gefährlich seien wie Alkohol und Zigaretten.

Recht hat der Mann; schließlich können Alkohol und Nikotin bereits in ihrer reinen Darreichungsform schwere Krankheiten auslösen. Offenbar exitiert hingegen für Cannabis keine letale Dosis; bei LSD wird hier ein Verhältnis von Wirkung zu tödlicher Dosis von 1:1000 vermutet. Bei MDMA („Extacy“) sieht das etwas anders aus. Her wird eine Wirkdosis von 60 mg pro Tag von geübten Usern toleriert – jedoch können bereits 100 mg MDMA für einen normalen Menschen lebensbedrohend sein1.

Und Ethanol? Schon 3-4 Promille Blutalkoholkonzentration können tödlich sein. Nikotin wird sogar als starkes Nervengift eingestuft.

Und wenn jetzt jemand mit Cannabis als Auslöser von Psychosen anfängt: Das ist Chewbacca-Verteidigung. Wer schon einmal Alkoholiker gesehen hat, die sich die Haut aufgekratzt haben, um die darunter umherkriechenden Insekten zu entfernen, weiß, was Psychosen sind.

Nun, es soll hier gar nicht darum gehen, die eine Droge zu verharmlosen oder die andere zu verteufeln. Sogenannte Drogen sind bei unsachgemäßer Dosierung fast immer gesundheitsschädlich. Auch ist das Leben als solches tödlich 😉 Nein, es geht um gesellschaftliche oder vielmehr politische Paradigmen. Um Glauben. Und um Ketzer. Und was macht man mit Ketzern? Kaltstellen.

1 Mengenangabe und Link sind hier nicht ganz korrekt; eine andere, realistischere Einschätzing findet sich z.B. hier (danke an Daniel)