Mit ‘china’ getaggte Artikel

Schampus-Schock!

Montag, 16. Mai 2011

Och menno… heute morgen, kurz nach 9: Ich fröne meinem täglichen Morgenritual; marschiere in den Norma, um mir meine Tagesration Champagner zu organisieren. Dann der Schock: leere Regale! Ganz hinten in der Ecke steht noch eine Flasche Rotkäppchen halbtrocken. Aber Gesindelbrause ist nicht! Ich schnappe nach Luft – wende mich verzweifelt an den Marktleiter: “Sorry, Großer. Lieferengpass!” Mist! Was ist da los? Ein seltener Rebenpilz, der Nordfrankreich heimgesucht hat? Nein, wie ich wenig später beim Abstecher zum örtlichen Trinkhallenkiosk erfahren muss:

Hab ich’s doch gewusst…

Hülfe sie haben Raketen!!1!!!11!

Dienstag, 12. Januar 2010

Fnord ist ein Kunstwort, das vor allem durch die Illuminatus-Trilogie von Robert Anton Wilson und Robert Shea, sowie die Principia Discordia bekannt wurde. Es steht sinnbildlich für Konditionierung durch gezieltes Einspielen von Information und Desinformation (vgl. Kommunikationsguerilla) und die sich daraus ergebenden Manipulationsmöglichkeiten, vor allem für die Massenmedien und den Staat.

Schreibt die Wikipedia. Schaut man heute auf Spiegel.de, könnte man meinen, mal wieder einen solchen Fnord entdeckt zu haben. Es geht um ein Raketenabwehrsystem, an dem die Chinesen basteln und das sie kürzlich offenbar erfolgreich getestet haben. Was ist nun so “fnordig” an diesem Artikel? Zunächst die Überschrift (Hervorhebung DS):

China fordert mit Raketenabwehr die Welt heraus

Das klingt verdammt nach der “Ganz-Deutschland”-Floskel von Springer. Die Welt – das sind z.B. auch die Salomonen. Und denen durfte es reichlich schnuppe sein, ob und was für Raketensysteme die Chinesen bauen. Die haben ja im Moment ganz andere Sorgen. Aber weiter im Text. Der Artikel wird durch ein – nennen wir es Symbolfoto – geschmückt. Darauf zu sehen ist eine in einem chinesischen Militärmuseum ausgestellte Rakete. Die symetrische Aufnahme wirkt bedrohlich, im Hintergrund wurden zwei weitere Boden-Rakteten drapiert. Irgendwie erinnert mich das an die Bombe aus “Rückkehr zum Planet der Affen“. Mit dem Raketenabwehrsystem, um das es im Artikel geht, hat das jedoch mal so überhaupt nichts zu tun.

Warum nun ausgerechnet ein Raketenabwehrsystem die “Welt” herausfordern soll, geht aus den Informationen in dem Artikel erst einmal nicht hervor. Ah ja, vielleicht deshalb:

Der Raketenversuch erinnert an einen ähnlichen Test im Januar 2007, als China einen seiner alten Wettersatelliten im Orbit zerstörte. Die Folgen war[en ...] Sorge angesichts zahlreicher gefährlicher Trümmerteile, die seitdem um die Erde rasen.

Ja meine Güte – wer sich ein bisschen mit Raumfahrt auseinandersetzt, der weiß, dass der gesamte geostationäre bzw. erdnahe Orbit ziemlich zugemüllt ist! Immerhin – dass sich ein solches Abwehrsystem auch als Offensivwaffe gegen Satellitensysteme einsetzen lassen könnte wöllte – könnte man als Bedrohungsszenario werten. Obwohl, ich finde ja, so ein System ist in den Händen der Nordamerikaner sehr viel gefährlicher. Man kann ja den Chinesen einiges vorwerfen, aber doch zeigen sie in ihrer Politik seit Jahrzehnten eine gewisse Konstanz. Und das kann man von den USA nun wahrlich nicht behaupten. Konstant scheint nur immer wieder die fixe Idee, die Welt durch Amerikanisierung zu zerstören herauszufordern befrieden zu wollen. Wovon die Iraker und Afghanen ein Liedchen trällern können. Aber da wir ja selber dort mitmischen – zumindest auf letztgenanntem Territorium – beschwören wir lieber mal wieder die gelbe Gefahr!

Von der Kultur des Umfallens

Freitag, 11. September 2009

Und wieder einmal zeigen führende deutsche Rosetten-Schmeichler, wie man eine Diktatur hoffähig macht:

“Ich bekam gestern einen Anruf, in dem ich dringend gebeten wurde, nicht nach Frankfurt zu fliegen”, berichtete Bei Ling SPIEGEL ONLINE. “Wenn ich kommen würde, gäbe es ein Riesendurcheinander, hieß es.” Hintergrund: Chinesische Funktionäre und Schriftsteller haben angedroht, ihre Teilnahme abzusagen, falls politisch ungeliebte Autoren dabei sind.

Ich finde so ein Verhalten gerade in Hinblick auf den 20. Jahrestag des Mauerfalls schlichtweg verachtenswert!

Via Spiegel.de