Mit ‘bezahlinhalte’ getaggte Artikel

Wer hat den größeren? (2)

Dienstag, 24. November 2009

Rupert Murdoch scheint es wirklich ernst zu meinen mit seiner Kampfansage gegen Google. SPON schreibt zu den Plänen Murdochs, einen Exklusiv-Deal mit Microsoft abzuschließen, sehr treffend:

Murdoch scheint zu glauben, dass die Nachrichten seiner Unternehmen dem Web fehlen werden, wenn er sie dem kostenlosen Web entzieht. Das ist natürlich ein Irrtum, denn das Gros der Nachrichten macht News Corp. ja nicht, sondern berichtet sie nur: Die Themen sind nach wie vor da, für alle zu lesen.

Man muss kein Medienexperte sein, um zu so einer Feststellung zu kommen. Gerade deshalb verwundert es, dass jemand wie Murdoch, der es doch nun wirklich besser wissen könnte, so eine schräge Strategie fährt. Oder die ganze Sache ist wirklich so einfach, wie Fefe schreibt; und es geht hier um nicht viel mehr als eine knackige Finanzspritze. Sollte dem so sein, sinken natürlich die Chancen, dass sich die deutschen Murdochs von Springer anfixen lassen und mit dem Entzug ihrer “Premiuminhalte” aus dem freien Netz dieses in Sachen Qualität nach oben drücken. Und das wäre doch sehr schade!

Wer hat den größeren?

Dienstag, 10. November 2009

Wie ein letztes, mühevolles Aufbegehren des alten Leviathan gegen die neuen Medien und allen voran den Netzgiganten Google wirkt, was Ruport Murdoch da gerade anzettelt:

Rupert Murdoch will Google und anderen Suchmaschinen den Zugriff auf Nachrichtenseiten seines Medienkonzerns News Corp. wie „Wall Street Journal“, „Times“ oder „Sun“ verwehren. In einem Interview mit seinem eigenen Medium „Sky News“ sagte Murdoch: „Wir haben dann vielleicht weniger Leute, die auf unsere Seite kommen, die dafür aber zahlen.“

Das klingt ziemlich stark nach Internetausdrucker. WENN die das wirklich durchziehen – ich gebe dem Experiment mal großzügige 6 Monate.

Via FAZ

Und schon wieder: Bezahlen für "Premium"-Content

Mittwoch, 28. Oktober 2009

“Die Richtung ist für uns klar: Wir müssen vom Werbemarkt unabhängiger werden”, sagte der Vorstandsvorsitzende von ProSiebenSat.1, Thomas Ebeling, dem “Handelsblatt”. Der Zeitung zufolge plant der Konzern, für bisher frei empfangbare Sender wie ProSieben, Sat.1 oder Kabel 1 von den Zuschauern eine Nutzungsgebühr zu verlangen.

*Mhuahahahahaha* Mehr brauche ich dazu gar nicht schreiben; das hat schon die Dreckschleuder getan.

Via SPON.

Springer lenkt ein

Dienstag, 08. September 2009

Wie ich bereits vor einiger Zeit schrieb, plante Springer bereits im August, Teile seiner Onlineangebote nur noch gegen Gebühr zugänglich zu machen. Dabei war stets von “Premium-Inhalten” die Rede – womit die Maßnahme für die meisten Springer-Medienerzeugnisse folgenlos geblieben wäre. Nun berichtet Fefe, dass es offenbar doch um mehr geht. Heißt das, dass Bild.de demnächst nur noch gegen Bares gelesen werden kann? Falls ja, kann man Springer für diesen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Allgemeinbildung nur gratulieren!