Prestige [pʁɛs.ˈtiːʒ] bezeichnet den Ruf (Leumund) einer Person, einer Sache (z. B. eines Gegenstandes, eines Ortes oder einer Institution), oder einer Gruppe von Personen oder von Sachen in der Öffentlichkeit eines bestimmten kulturellen Umfeldes.
Quelle: Wikipedia
Über das “Prestige”, also den Ruf von Thomas Gottschalk kann man sicherlich streiten. Ohne Zweifel ist Gottschalk eine der zentralen Figuren der deutschen Fernsehunterhaltung. Ich erinnere mich noch an das damals revolutionäre Format “Na sowas…”: Turnschuhe, flapsige Sprüche; endlich einer, der aufräumte im miefigen Endsiebziger-geprägten Unterhaltungsgrau zwischen mittäglicher Zweikanal-Versuchssendung und Testbild. Neben Frank Elstner gelang es Thomas Gottschalk, der Sendung “Wetten dass…” seinen Stempel aufzudrücken. Ein Format, in dem selbstreferentielle Kalauer und vorhersagbare Grapschereien durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Nun überrascht es ein wenig, in welchem Format die ARD “Deutschlands prestigeträchtigsten Moderator” künftig einsetzen möchte:
Was sie dem Show-Giganten offerieren, scheint erstmal alles andere als attraktiv: ein Quickie vor der “Tagesschau”, wo der Moderator ohne Live-Publikum im kleinen günstigen Studio über tagesaktuelle Dinge plaudern, twittern und skypen soll.
Das “klingt” nicht nur erst einmal alles andere als attraktiv – das ist vor die Wand fahren mit Anlauf. Bedenklich stimmt auch, dass Gottschalk mit der Sendung Teil einer Umstrukturierung der ARD sein soll, so zumindest die Meinung des Spiegel-Autors:
Zu dieser Image-Offensive gehört auch, dass die ARD-Neuerwerbung Kai Pflaume immer freitags zu seinem Quiz “Drei gegen Kai” antritt.
Denn die ARD hat großes vor:
Dem Vorabend soll ein neues, größeres und vor allem auch jüngeres Publikum erschlossen werden.
Mit Gottschalk und Kai Pflaume? Man möge mir verzeihen, wenn der Artikel an dieser Stelle endet. Der Autor krümmt sich gerade vor Lachen am Boden…
Via Spiegel.de
