Mit ‘amoklauf’ getaggte Artikel

Unbequemes Täterprofil

Dienstag, 21. September 2010

Amokläufe, so wie im jüngsten Fall von Lörrach, sind immer tragisch und lassen Betroffene und Beobachter in Trauer und Fassungslosigkeit zurück. Was treibt einen Menschen dazu, andere und unbeteiligte Menschen aus seinem Umfeld zu töten? Hier gilt es, individuelle Antworten zu finden und mitunter auch unschönen Tatsachen ins Auge zu blicken: Wieso versagen hier gesellschaftliche Systeme? Gab es Frühwarnzeichen? Wie hätte man die Tat verhindern können? Solche Fragen sind schwer zu beantworten und bedürfen eine umfassenden und komplexen Analyse der jeweiligen Lebenswelt des Täters. Die Politik macht es sich gern einfach und schafft pauschale Schuldinstanzen. Am besten solche, die immer passen. Oder zumindest in 90% aller Fälle. Man sucht sich dazu gezielt Themen, die dem eigenen Wählerklientel gegenüber möglichst einfach zu diskreditieren sind. Musik zum Beispiel, Paintball oder auch immer wieder sogenannte “Killerspiele“.

Im Fall Lörrach hat die Politik ein Problem: Die Täterin (weiblich, heterosexuell, verheiratet, katholisch, Juristin) passt nicht in die eingefahrene Schablone des verschrobenen, männlichen, Killerspiele-zockenden Einzelgängers. Und obwohl hier zum wiederholten Mal die Waffen direkt bzw. aus dem Umfeld von Sportschützenvereinen beschafft wurden, beeilt man sich, jene möglichst schnell aus der Schusslinie (schlimmes Wortspiel) zu nehmen. Stichwort Wählerklientel.

Verstehen muss man das nicht; es sei denn, man ist selber Teil dieser politischen “Elite”.

Stimmen im Kopf…?

Montag, 15. Februar 2010

Der Spiegel schreibt heute über den Amok-Läufer von Rostock:

Der 50-Jährige habe bei der Vernehmung den Eindruck gemacht, bei klarem Bewusstsein zu sein. Vor der Tat hatte er gegenüber Dritten geäußert, dass ihn “Stimmen aus dem Kosmos” aufgefordert hätten, Menschen zu töten.

Ich meine, klar – man kann nicht jeden vorsorglich in Gewahrsam nehmen, der meint, Eingebungen von einer höheren Macht zu bekommen. Das wäre schon alleine kapazitätstechnisch nicht zu bewerkstelligen – es sei denn, man macht sowas wie bei “Flucht aus L.A.” und deklariert ganze Länder oder gleich ganze Kontinente zu “Mental Asylums”. Wie gesagt, Kandidaten gäbe es genug! Und einen geeigneten Kontinent wüsste ich auch…

Paradoxon I

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Unter der Überschrift “Paradoxon” werde ich künftig, ohne umfangreiche Kommentare, mindestens zwei widersprüchliche Artikel posten – darüber nachgrübeln könnt Ihr dann selber ;-)

Heute: Zwei “Strategien” gegen künftige “Schulmassaker”

#1 Ein Spezial-”Expertenkreis Amok” hat sich überlegt, wie man Amokläufen in Schulen künftig vorbeugen kann.
http://www.golem.de/0909/70172.html

#2 Besorgte Eltern reagieren entsetzt, als Friedensaktivisten bei einem “Tag der offenen Tür” auf einem Bundeswehrübungsplatz ein bisschen Realität in das fröhliche Schießen bringen.
http://de.indymedia.org/2009/09/262060.shtml