Das Leithammelprinzip

Bei Springer lenkt man die Meinung der Leser, indem man zunächst die Einstellung der Mehrheit zu einer bestimmten Thematik beobachtet und mitträgt. So auch im Fall Edward Snowden. Ja, man bringt sich sogar in eine Leithammelposition. Hier zum Beispiel (Wording beachten: „Snowden-Hammer“). Nun beginnt man die Berichterstattung in die gewünschte (= regierungskonforme) Richtung zu drehen. Beispiele? „NSA versichert: Wir lesen nur 0,00004 % der Internet-Dokumente„, oder hier etwas direkter „Hat Snowden total übertrieben?“ Auch schön: „Wie viel heiße Luft steckt in der NSA-Affaire?“ Interessant ist besonders in letzterem Artikel die Wahl der sog. Störer (kleine Textteaser), die in den eigentlichen Inhalt eingestreut werden.

So versucht Springer angesichts der nahenden Bundestagswahl, das wahrlich armselige Bild, welches die Bundesregierung im Zuge der Aufklärung der NSA-Affaire bisher abgegeben hat mit Blut und Spucke zu polieren. Ohne Rücksicht auf Verluste.