Kulinarium XXII: Servierringliga!

Endlich: Wir haben mal wieder gekocht. (OK, wir haben dieses Jahr natürlich schon mal gekocht, aber darüber habe ich nicht gebloggt ;-)

Das Motto lautete dieses Mal “Abschiedskochen” – da Nadia und Christian bald in eine geräumigere Casa ziehen. Wir haben trotzdem alles ganz gelassen und unsere volle Aufmerksamkeit den erlesenen Zutaten und Rezepturen gewidmet. Zu den gefühlten 50 Gemüsezutaten gesellte sich diverses totes Tier: Rinderhack, Roastbeef, Schinken. Fleisch mit Fleisch!

 

1. Gang: Gefüllte Bresaola-Säckchen auf einem Süßkartoffelrösti

Bresaola ist es am Ende nicht geworden – der italienische Rinderschinken ist in der Umgebung schwerlich zu ergattern. Aber die Fleischbeauftragte hatte für würdigen Ersatz gesorgt. Die Schinkenscheiben werden mit einer Mischung aus gerösteten & gehackten Pinienkernen, Rucola, Créma die Balsamico und Parmesan-Spänen gefüllt und mit blanchierten Schnittlauch zu Säckchen gebunden. Das Süßkartoffelrösti wird aus gehobelten Süßkartoffeln, Parmesan, Mehl und Ei zusammengebastelt und in der Pfanne ausgebacken.

2. Gang: Edelburger an frischem Salat nach Jamie Oliver

Der Salat war eine Idee von Nadia nach einem Jamie-Oliver-Rezept. Die Burger eine reine Eigenentwicklung. Das Rinderhack wird mit einer Geheimsoße geschmacklich aufgepeppt. Die Burger werden in frisches Pita-Pfannenbrot gebaut mit Salat, Tomate, gedünsteten Zwiebeln, Speck, Cheddar, selbstgemachter Burger Sauce und einem Klecks Créme Fraiche. Der Salat aus Früchten und Gemüse. Für die benötigten Kokos-Raspel haben wir natürlich weder Kosten noch Mühen gescheut und eine Kokosnuss geopfert.

3. Gang: Feines Püreé und Roastbeef

Mehlig kochende Kartoffeln und verschiedene Gemüse (u.a. Pastinaken) werden in Milch gekocht und gestampft. Das Fleisch. Ja, das Fleisch… 1,5 Kilo feinstes Roastbeef, das zunächst im Bräter scharf angebraten wird, um die nächsten 3 Stunden bei kuscheligen 75° – 80° in der Backröhre zu ruhen, bis eine Kerntemperatur von ca. exakt 57,8° Celsius erreicht ist. Die Sauce schließlich, eine bewährte Rinderfond-Portwein-Reduktion, wird mit etwas Mehlschwitze angedickt und dazugereicht. Ein Gedicht!

 

4. Gang: Birnensorbet auf Wallnussand mit Vanilleschaum

Das Sorbet muss am Vortag zubereitet werden. Dazu werden Birnen geschält und gestückelt, in Zuckersirup gekocht, passiert und gefroren. Der Walnussand besteht im Wesentlichen aus Wallnüssen, Mehl und Zucker. Der Schaum wird aus Milch, Mineralwasser und einer Vanilleschote zubereitet.

Ein Steitz-Riesling, ein anständiger Barolo, den man sich merken sollte, ein Merlot und Nadias liebevoll gestaltete Tischdeko lieferten den angemessenen Rahmen für diesen kulinarischen Abend, der mit einem guten Gläschen Whisky endete.

 

Ich freue mich schon auf das “Willkommens-Kochen” im Juni!

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