Rakott Burgonya oder Rakott Krumpli, wie man umgangssprachlich sagt, sind die ungarische Variante des Kartoffelauflaufs. Es gibt hier wie so oft nicht DAS Rezept; vielmehr gibt nur vier essentielle Zutaten: Kartoffeln, gekochte Eier, Semmelbrösel und Tejföl. Eine weitere, beliebte Zutat ist Kolbász, eine kräftige, scharfe ungarische Salami. Schinkenspeck geht auch, und außerdem ordentlich auf die Hüften.
Rakott Krumpli müssen oben eine schöne, krosse Schicht haben und innen saftig sein. Auf keinen Fall sollte man mehlig kochende Kartoffeln verwenden; die sind auch recht schwierig in Scheiben zu schneiden. Da Tejföl ein Kühlprodukt ist, dürfte es in Deutschland schwierig zu beschaffen sein. Ein guter Saurerrahm oder Schmandt ist vielleicht das beste Substitut, da ich unsere saure Sahne irgendwie zu dünn finde.
Man kocht zunächst die festkochenden (!) Kartoffeln (etwa 500 g) und die Eier (3-4) und schneidet sie in recht dünne Scheiben. Dann schichtet man die Zutaten abwechselnd in einer Form. Zwischen die Schichten gießt man jeweils eine großzügige Portion Tejföl oder saure Sahne, insgesamt mindestens 200 g. Man kann das auch mit einer hellen Soße strecken (200 ml Milch, 20g Butter, 10 g Mehl). Salz nicht vergessen, aber je nach verwendeter Wurstsorte sachgemäß dosieren! Auf die letzte Schicht streut man über die Soße in Butter geröstetes Semmelmehl (Verhältnis 1:2). Das Ganze kommt dann mindestens 20 Minuten in die sehr heiße Röhre. Am Ende am besten noch einmal den Grill dazu schalten, der Auflauf darf oben ruhig etwas dunkel werden.
Dazu passt grüner Salat, wenn es frischen gibt oder ein Rohkostsalat aus geraspelter Paprika und Gurke mit etwas Pfeffer, Salz und Zitronensaft.
Tags: essen, genießen, kartoffeln, kochen, ungarisch
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