Jetzt ist mir schlecht!

Die Diskussion um das deutsche Zensurgesetz, dass die Berliner Verfassungsfeinde unter dem Vorwand des Schutzes von Kindern durch den Bundestag geprügelt haben, nimmt immer abstrusere Formen an. Nun meint im Rahmen einer Konferenz zum “Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien” auch der Europarat, seinen Senf dazu geben zu müssen:

Generell sei der Europarat gegründet worden, um Freiheitswerte zu verteidigen, die Meinungsfreiheit sei aber kein Freibrief, “Kindern unwiderruflichen Schaden zuzufügen”.

OK, da man sich offenbar schwer tut, die Verteidigung der Meinungsfreiheit als Argument der Zensurgegner angemessen zu beantworten, versuchen sie jetzt, diese Argumentation mit der Kinderpornokeule zu kolportieren. Auf welchem Niveau bei dieser Konferenz teilweise debattiert wird, zeigt auch sehr schön folgendes Zitat einer amerikanischen Teilnehmerin:

An dieser Entwicklung und an der zunehmenden Neigung Jugendlicher zum Missbruch von Gleichaltrigen übers Netz sei die Medien, Werbe- und Schönheitsindustrie schuld sowie die Macher von Musikvideos, die Prostitution verherrlichen würden.

Was für eine gestörte Wahrnehmung muss so ein Mensch haben? Als nächstes wird sicher (wieder) behauptet, dass man vom Onanieren blind wird… unfassbar!

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