Der finnische Netzaktivist Matti Nikki veröffentlichte auf seiner Website einige der URLs, die auf der “Blacklist” stehen und von finnischen Providern blockiert werden. Da seine Seite diese Links beinhaltete, geriet auch er in das Netz der Fahnder, welche in mehrfach befragten und mit massiven Strafen für die Veröffentlichungen drohten, schließlich habe es sich um Links zu kinderpornografischen Inhalten gehandelt. Als weiteren Schritt, dass diese Informationen nicht an die Öffentlichkeit dringen, wurde seine Seite ebenfalls (!) auf die Blacklist gesetzt.
An dieser Stelle könnte man der Zensur ja noch zugestehen, dass sie zumindest ihre eigenen Regeln einhält. Obwohl; da ja die Seiten Dank DNS-Sperre nicht mehr erreichbar sind *hüstel* und folglich keine rechtswidrigen Inhalte mehr anzeigen können – warum dann noch zensieren? Da auch Matti Nikki offenbar keine Lust mehr hatte, sich mit diesem Widerspruch zu befassen, nahm er die umstrittenen Links von seiner Seite. Die bleibt bisher trotzdem auf dem Index – trotz Klage vor dem Verwaltungsgerichtz Helsinki.
Ja – und sowas passiert direkt vor unsere Haustür im freiheitlich-demokratischen Finnland; nicht etwa in China oder dem Iran. Tolle Wurst!
Vollständiger Artikel: http://www.gulli.com/news/finnische-zensur-contra-zensur-2009-06-20/