Die Nummer 1 in Thüringen

Ein Spiel dauert 90 Minuten und die Saison endet nach 38 Spieltagen. Es bleibt also nach wie vor spannend in der 3. Fußballbundesliga, denn es liegen noch ganze 10 Spieltage vor uns.

Nehmen wir einmal die aktuellen Geschehnisse am Fuße der Kernberge zum Anlass, einen Blick auf den bisherigen Saisonverlauf zu werfen, lassen sich natürlich gewisse Trends erkennen.

Rasant ging die noch junge Liga am 25. Juli um 20.29 Uhr an den Start, als der FC Rot-Weiß die SGD im Steigerwaldstadion empfing. Selbiger gelang auch gleich ein Sieg, so dass sich wohl mancher Kernberghausener bereits in’s Fäustchen lachte und auf einen Durchmarsch des RWE in die Regionalliga hoffte. Natürlich kam alles ganz anders – an Spieltag 3 war es so weit: Liga-Derby in Erfurt! Und was für ein Derby!

Da man beim RWE nicht ernsthaft mit einem Gegentor rechnete, übernahm Loose freundlicherweise das 0:1, um vor ausverkauften Rängen wenigstens ein halbwegs spannendes Spiel zu präsentieren. Ein taktisch kluger Zug – das Spiel blieb somit bis zur 90. Minute spannend, als Fußballgott Bunjaku mit dem 2:1 den Erfurter Sieg sicherte. Leider haben einige Heinze kurz vor Spielende angefangen rumzukokeln (hoffentlich haben sie sich auf der Heimfahrt gepflegt ins Beinkleid uriniert), was von ein paar Rot-Weiß-Anhängern mit politisch unkorrekten Chorälen beantwortet und dem RWE eine satte Geldstrafe und ein Geisterspiel einbrachte. Nochmal besten Dank dafür!

Schauen wir uns die Entwicklung der Tabellenplatzierung über den bisherigen Saisonverlauf an, wird klar, dass dieser Sieg sein Ziel nicht verfehlt hat: Die Heinze agierten von nun an wie man sie kennt; spielschwach und unsicher.

Deutlich sieht man, wie der Rot-Weiß  nach dem 3. Spieltag einen rasante Aufstieg hinlegte und sein Niveau bis heute hält. Anders die Freizeitfußballer aus Lobeda-Ost, die bisher nicht mehr über den 10. Platz hinaus kamen und wohl kaum noch kommen werden – daran werden auch die nächsten 100 Trainer nichts ändern. Doch lassen wir ruhig noch ein paar Zahlen sprechen:

Ein klares Bild zeigt sich, wenn man die Tore und Gegentore betrachtet. Tja, Zahlen lügen nicht – ganze besonders nicht die Verteilung von Punkten und Toren aus den zwei Liga-Derbys:

Nun, wir wollen freudig erregt auf den Ausgang dieser Saison warten, die uns sicher noch mit einigen spannenden Begegnungen unterhalten wird und auch die Frage beantwortet, wie lange Bauernopfer Fascher nun den schwarzen Peter des Versagens auf seinem Kreuz umher tragen muss.

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