Witzig, was Leute manchmal für eine erstaunliche Prädikatenlogik an den Tag legen. Der Kinderkanal plant, seine Sendezeit bis 23.00 Uhr auszudehnen.
Das kann man gut finden oder schlecht – der Untergang des Abendlandes ist sicherlich nicht zu befürchten. Oder etwa doch?
“Sendet der Ki.Ka künftig länger, schlafen die Kinder nicht vor Mitternacht ein. Der Schlaf wird dann bedauerlicherweise morgens in der Schule nachgeholt.” findet jemand aus Dingelstädt. Nee, klar, oder? Dann sind es also nicht die Eltern, die die Agenda der Kinder prägen – sondern das Fernsehprogramm? Dazu passt dann auch folgende scharfsinnige Einschätzung: “Der Gewinner einer längeren Ausstrahlungszeit ist ganz allein der Sender. Je mehr Sendezeit umso mehr Geld.” Da hat offenbar jemand das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem vollumfänglich verstanden…

War ja klar das jemand aus dem Tal der Ahnungslosen, durch die vom DDR Regime erzeugte fehlende Medienkompetenz, diesen großartigen Schritt für mehr Bildung, Medienkompetenz und Stählung unserer Jugend nicht versteht.
Da wir ja alle Wissen, dass Eltern heut zu Tage nicht mehr in der Lage sein können, ihren Kindern einen adequaten Zugang zu Bildung und Medien zu ermöglichen MUSS der Staat an dieser Stelle als Korrektur auftreten, so das wir auch das führende Land in Sachen Bildung(kurz hinter der USA) werden und bleiben.
Der immer schneller werdende Informationsfluss kann eigentlich nur durch frühzeitiges heranführen von Menschenmaterial am Laufen gehalten und unser Informationsvorspruch, muss eben durch unsere Jugend weitergetragen werden. Man schaue nur vergleichend nach China und Japan – dort wird bereits im Kindesalter die Disziplin (durch kurzen schlaf und hartem an sich arbeiten) geübt. Glücklicherweise haben diese Länder noch nicht die Wichtigkeit eines hybriden Ansatzes erkannt, so wie er bei uns mit dem Kinderkanal erfolgt.