Versteht man das etwa unter Wiedergutmachung oder warum müssen wir deutsche Kriegstechnik in den nahen Osten schicken und auch noch mitfinanzieren?
Israel will nach einem Zeitungsbericht zwei deutsche Kriegsschiffe bestellen und setzt bei der Finanzierung auf den deutschen Staat.
Das ist übrigens auch keine neue Geschichte, sondern hat ganz offensichtlich Tradition:
Jerusalem will bei der HDWWerft ein sechstes U-Boot der Dolphin-Klasse bestellen und wünscht sich – wie bei bisherigen Booten – eine millionenschwere Subvention aus dem Bundeshaushalt. Für das vierte und das fünfte Schiff, die derzeit in Kiel gebaut werden, zahlt Berlin bereits bis zu 333 Millionen Euro, etwa ein Drittel der Kosten.
Solche Deals wurden offenbar bereits zu Zeiten der Kohl-Regierung eingefädelt, aber wer bitte ist nach all dem noch so naiv zu glauben, dass die Asozialdemokraten und die ehemaligen Friedens- und Umweltaktivisten auch nur einen Deut besser wären? Dazu einige Zitate aus einem sehr informativen Artikel der Tagesschau von 2006:
Die große Koalition will unverändert an dem deutsch-israelischen Regierungsabkommen festhalten, das am 21. November 2005 vom Schröder-Fischer-Kabinett beschlossen worden war.
Und ob das alles noch nicht schlimm genug wäre; erschreckend, wofür die deutschen U-Boote unter Umständen eingesetzt werden könnten (Hervorhebung DS):
Dass sich die Bundesrepublik der Beihilfe zur völkerrechtlich verbotenen Verbreitung von Atomwaffen schuldig machen könnte, wie es Otfried Nassauer vom Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit (BITS) befürchtet, wies Eickenboom zurück: “Diese U-Boote sind ebenso wenig für nukleare Zwecke einsetzbar, wie die bereits 1991 bestellten und 1999/2000 gelieferten drei Vorgängermodelle.” Die Bundesregierung habe zudem keinen Anlass zu der Vermutung, dass Israel “die eindeutig für konventionelle Zwecke wie Unterseekriegsführung und Aufklärung ausgelegten U-Boote umbauen” wolle.
Nein, wie könnte man auch auf so einen abstrusen Gedanken kommen! Aber wie bereits anfangs erwähnt; dient ja alles der Völkerverständigung. Und der Wiedergutmachung. Deshalb ist es auch nur logisch, dass die U-Boote über die Bundeswehr finanziert wurden bzw. werden:
“Es ist möglich, dass die beiden ‘Dolphin’-U-Boote dann doch im Einzelplan 14 des Bundesverteidigungsministeriums auftauchen”, sagte Eickenboom gegenüber dem MDR. Dies ist bundeswehrintern umstritten, müsste diese doch die direkt an HDW fließenden Millionenbeträge im Zweifel allein aus eigenen Mitteln aufbringen. Man fürchtet, eigene Beschaffungsvorhaben verschieben zu müssen.
Das erklärt dann wohl auch, warum Bundeswehrsoldaten, die gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Deutschen lieb Vaterland am Hindu-Kusch verteidigen, durch mangelhafte Ausrüstung keinen größeren Schaden anrichten könnten, aber trotzdem in die Luft gejagt werden. Aber da sollte man wohl nicht so kleinlich sein, denn schließlich haben wir Deutschen ja auch etwas davon:
(…) Schließlich könne man beträchtliche Steuereinnahmen und die Sicherung von bis zu 150 Arbeitsplätzen erwarten.
Hätten sie für das Geld mal lieber Einkaufsgutscheine bei Quelle gekauft und nach Isreael geschickt…

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