Debatte um Internetsperre geht weiter

Seit in der Öffentlichkeit über Zensursulas Pläne zur Sperrung bestimmter Internet-Seiten diskutiert wird, fühlen sich immer mehr Spezialexperten genötigt, den Medien ihre Meinung zu oktruieren.

So heute auch der Direktor des Hasso-Plattner-Instituts, Christoph Meinl. Als Reaktion auf die mittlerweile über 66.000 Zeichner der Online-Petition fordert er zunächst eine “Versachlichung der Diskussion” (sic!) Und das lässt der Kerl raus, vernutlich ohne selber dabei lachen zu müssen – gerade die diskutierte Gesetzesvorlage ist doch an Populismus nicht zu überbieten!

Jemand, der diese Internetsperren für ein probates Mittel zur Bekämpfung der Kinderpornografie hält, der vergleicht gern Äpfel mit Birnen. So auch Meinl: “Auch im Printmedienbereich werde längst akzeptiert, dass die Gesellschaft ein legitimes Recht hat, sich gegen die Veröffentlichung solcher verbotener Inhalte zu wehren.”

Unfassbar; die begreifen es einfach alle nicht! Würde sich die “Gesellschaft” gegen Kinderpornoseiten wehren, würden die Hersteller und Publizisten in die Verantwortung genommen! Übertragen auf den Printbereich würden Internetsperren heißen, Zeitschriften mit verbotenen Inhalten zwar am Kisok zu belassen, aber mit einer Folie zu überziehen, die sich die Fingerabdrücke derjenigen merkt, denen das Heft aus welchen Gründen auch immer in die Hände fällt.

Währenddessen versuchen sich manche schon gar nicht mehr, hinter einer Argumentenmaske zu verstecken. Von “unterirdisch” (v.d. Leyen) bis “sehr betroffen” (z. Guttenberg) diffamiert man die Unterzeichner oder bedeckt sich mit kecker Schamesröte. Das Prädikat “unwählbar” verdient sich auch SPD-Spezialexperte Wiefelspütz, wenn er von der “Internet-Gemeinde” so spricht, als wäre sie kein Teil der Gesellschaft.

Auf das Ende dieser Diskussion kann man gespannt sein!

Zur weiteren Lektüre:
- Dreckschleuder
- Fefes Blog (z.B. hier)

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