Archiv für die Kategorie ‘Wichtig’

Derbysieg IV

Samstag, 25. September 2010

2:1! Wunderbar…!

Kulinarium XIX: Bratkartoffeln!

Mittwoch, 25. August 2010

Jawohl! Nicht immer so ein Schickie-Mickie-Fraß. Bratkartoffeln sind einfach herrlich. Wenn man sie korrekt zubereitet. Wie das geht, kann man z.B. beim Guten Zeugs oder im Kleinen Kuriositätenladen nachlesen.

Für meine Bratkartoffeln nehme ich möglichst junge, kleine Kartoffeln, die nicht geschält werden müssen. Längliche Exemplare werden längs geteilt und halbiert, größere geachtelt. Eine gußeiserne Pfanne muss es nicht sein, eine gut beschichtete ist ausreichend. Ab mit den Kartoffeln in Butterschmalz (!) – und erst einmal 10 Minuten bei moderater Hitze braten lassen. Zwischendurch 1-2 Mal schwenken. Nun etwas zwischensalzen, schwenken, 2 kleine Rosmarinzweige in die Pfanne legen und weitere 10 Minuten garen. In der Zwischenzeit Zwiebeln schneiden, bei mir in dünne Scheiben. Die Rosmarinzweige werden nun wieder rausgenommen; damit kann man später dekorieren. Rein mit den Zwiebeln und die Pfanne schön durchschwenken.

Zu den Bratkartoffeln gibt es Bratklopse (Hackklopse / Buletten / Frikadellen – wie auch immer man die bei euch nennt). Auf 250g gewürztes Hackfleisch wird ein eingeweichtes und danach ausgewrungenes Brötchen untergemischt. Aus etwas Semmelmehl, Maisgries und Paprika mixe ich eine Panade. Nun forme ich die Klopse in der gewünschten Größe und wende sie in der Panade. Die Klopse werden in heißem Pflanzenöl ausgebacken.

Wenn die Klopse fast fertig sind, dürfen sich noch 2 Eier zu den Bratkartoffeln gesellen. Und zwar so, dass das Ei oben schön flüssig bleibt. Also bitte nicht wie verrückt rühren, sondern allenfalls ein wenig im Ei stochern. Deshalb die Kartoffeln am besten vorher mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Etwas niveauvoll sieht das ganze dann mit einem Rosmarinzweig und roten Pfefferkörnern garniert aus.

PS: Aus Rücksicht auf seine Mitmenschen sollte man das Bäuerchen nach dem Genuss von Bratklopsen immer im Freien vollziehen 😉

Die Krone der Schöpfung

Donnerstag, 20. Mai 2010

Nach den bisherigen Informationen wollen die amerikanischen Streitkräfte an den Schweinen oder Ziegen die Versorgung vor Kriegsopfern trainieren. Die Tiere sollen dafür absichtlich schwer verletzt werden, nach den Ausbildungsrunden würden sie eingeschläfert.

Wenn ich sowas lese, fällt mir immer nur das folgende, wichtige Zitat aus dem Film „12 Monkeys“ ein:

„Wouldn’t it be great if there was a germ or a virus that could wipe out mankind and leave the plants and animals just as they are?“

Via NZ online

Genialer Piano-Jazz

Mittwoch, 14. April 2010

Mögt ihr Jazz? Kennt ihr Bill Evans? Der Kerl war einfach einer der genialsten Jazz-Pianisten des vergangenen Jahrhunderts. Zusammen mit Oscar Peterson natürlich. „Waltz For Debby“ gehört ohne Zweifel zu seinen bekannteren Kunstwerken. Dabei ist an sich jede seiner Aufnahmen einfach nur absolut obergöttlich; „My Foolish Heart“ zum Beispiel. Und wie so viele Genies besaß er einen ausgeprägten Hang zur Selbstzerstörung. Sein exzessiver Rauschmittelkonsum wurde ihm schließlich auch 1980 zum Verhängnis. Evans wurde 51.

Reisebüro Y im Lehrauftrag

Donnerstag, 25. März 2010

Wir haben ja bald einen neuen Wehrbeauftragten, den die Friedenspartei FDP stellt, und der sich als erste Amtshandlung offenbar das Thema Imagepflege auf die Standarte geschrieben hat.

Passenderweise kommt der wissenschaftliche Dienst des Bundestages just in dem Moment mit einem Querschuss um die Ecke. Gerklärt werden sollte die Frage, ob die Bundeswehr Informationsveranstaltungen für Schüler an den Schulen anbieten darf. Sie darf, natürlich nur unter unbarmherziger Kontrolle der Schulleitung:

Die Bundeswehr darf zwar grundsätzlich Informationsveranstaltungen für Schüler anbieten. Deren Leitung muss jedoch in den Händen der Schulen bleiben. Und die müssen darauf achten, dass der Nachwuchs ausgewogen und neutral informiert wird.

Ich kann mir schon vorstellen, wie fabelhaft diese Kontrollinstanz funktioniert. Und an der Unabhängigkeit und Neutralität unserer Truppe besteht natürlich auch kein Zweifel, der das Wohl unserer Jugend so sehr am Herzen liegt. Und wenn sich dann doch einige verweichlichte Drückeberger weigern, bei dieser lächerlichen bedenklichen Roadshow mitzumachen – dann wird das Recruitment einfach in einen kleinen Bildungskontext verpackt:

„Deckt sich der konkrete Vortrag eines Vertreters der Bundeswehr mit dem Lehrplan, z.B. im Fach Staatskunde, ist der Unterricht anwesenheitspflichtig“, heißt es in der Expertise.

Heißt das Fach wirklich „Staatskunde“? Cool, sie haben einfach den „-bürger-“ rausgestrichen und schon ergibt sich ein schlüssiges Bild. In einem tollen Land leben wir hier, ehrlich! m(

Via TAZ

Eine große Tüte Mitleid

Dienstag, 23. März 2010

Frank Patalong stimmt im gestrigen Spiegel-Online in den Trauerchor um den vielbeschworenen Niedergang des Qualitätsjournalismus im Netz ein. Man kann nun über die formulierten Thesen (hier genannt „Symptome der Medienkrise“) denken was man will. Spätestens am Ende der ersten Seite des Artikels sollte der aufmerksame Internetauskenner jedoch stutzig werden:

Aus Onliner-Sicht fehlt nur noch ein Punkt, den Online-Medien höchst ungern thematisieren: Werbeblocker – Programme, die Werbung aus Web-Seiten ausblenden. […] Der inzwischen 16 Jahre alte Deal zwischen Online-Medien und Mediennutzern lautet eigentlich so: Wir liefern Ihnen kostenfrei Inhalte, und Sie sehen sich dafür im Umfeld Werbung an.

Achso? Hey, ich habe niemals sowas unterschrieben! Und wie kommt Patalong überhaupt zu der Feststellung, das sei ein „inzwischen 16 Jahre alter Deal“? Ah ja: 1994 ging der Spiegel, nun, online. Vorher: Vakuum. Da gab es ja gar kein Internet. Jedenfalls nicht so richtig. Nur so ein paar Technikspinner, die sich HTML-Dokumente und Usenet-Posts um die Ohren gehauen haben. Dann kam Spiegel-Online und alles wurde gut, oder wie? Nun, nicht ganz, wie der noch nicht gelöschte Wikipedia-Artikel zum Thema verrät:

Das Entstehen eines kommerziellen Marktes für Internetanbieter anzuregen und zu fördern, war eines der Ziele der NSFnet-Initiative. […] Die kommerziellen ISPs sollten Ende der 80er den Erhalt und Ausbau des Internet von den Universitäten und Forschungbehörden übernehmen. Dadurch entstand auch ein bedeutender Markt für internetbasierte Produkte.

So kannte ich das bisher auch, dass die kommerzielle Bedeutung des Internet über die Bereitstellung und Vergütung von technischer Infrastruktur wuchs. Doch dann kam irgendjemand auf die Idee, das Internet (genauer gesagt, das Usenet) für den ersten Werbespam zu nutzen. Von da an gab es kein Halten mehr. Javascript wurde zum Liebling der kommerziellen Penetranten und damit zum Feind vieler Internetnutzer, die Scripting einfach deaktiviert haben. Schuld daran waren vor allem: Popups. Und so kann folgende Feststellung eigentlich kaum verwundern:

Paul Mudter, Vorsitzender des Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW): „Wir gehen davon aus, dass rund 50 Prozent der deutschen Internetnutzer einen Pop-up-Blocker aktiviert haben. […]

Genau! Sogar die Internet Explorer besitzen mittlerweile von Hause aus einen Popup-Blockierer.

[…] Allerdings spielen Pop-ups im Bereich der Online-Werbung nur noch eine untergeordnete Rolle. Komplette Werbeblocker kommen dagegen deutlich seltener zum Einsatz.“

Gesprochen wie ein wahres Wunderkind. Das sind nämlich genau die Mechanismen, die im hochreaktiven WWW geradezu vortrefflich funktionieren und die Grundlage für unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem darstellen: Angebot und Nachfrage. Actio und Reactio. Ein Produkt, das der Markt nicht möchte, wird sich nicht durchsetzen. Und manchmal passiert es eben auch, dass sich ein Produkt selber überlebt, als Beispiel sei hier die Polaroid-Kamera genannt. Es war früher ein famoser Spaß, Fotos zu schießen, die man sich 5 Minuten später anschauen konnte – und das trotz der mitunter bescheidenen Qualität der Bilder und der sauteuren Filmkassetten. Man stelle sich nun vor, Polaroid hätte den abtrünnigen Käufern vorgeworfen, durch den Kauf von Digitalkameras den Markt für Polaroid-Kameras zu zerstören.

Man beachte bitte das Henne-Ei-Prinzip. Nur weil ihr, liebe Werbeerlössuchende „Journalisten“ meint, uns Internetnutzer mit blinkenden, tönenden, vollflächigen Flash-Orgien vom eigentlichen Inhalt eures Angebotes abzulenken zu müssen, brauchen wir das noch lange nicht gut finden. Ihr müsst es endlich begreifen, nach 16 Jahren: Das WWW ist mit NICHTS vergleichbar, was es vorher gab. Jeder kann publizieren. Jeder kann sich die angebotenen Inhalte so umbiegen, wie es ihm passt. Im Notfall eben mit Lynx. Ihr verliert euer Informationsmonopol! Den elitären Club, der vor dem Newsticker sitzt und Meldungen interpretiert, gibt es nicht mehr! Warum tut ihr immer noch so, als gehe es euch um die „Freiheit von Informationen“, Meinung für alle. Ihr seid nicht die verdammte Jeanne d’Arc, ihr wollt einfach nur Kohle machen. Nichts anderes indiziert doch die wirtschaftliche Konzentration der Medienanbieter, die man seit Jahren beobachten kann. Man kann in Thüringen drei große Tageszeitungen lesen und sicher sein, dass immer dieselbe Mischpoke dahinter sitzt, mit allen negativen Folgen. Mit den Idealen des Journalismus habt ihr doch schon lange nichts mehr am Hut – Inhalt ist zum Träger für Werbung verkommen. Und ihr wurdet immer gieriger, wollt natürlich auch im WWW große Kasse machen. Keine Druckkosten, keine Logistik, dafür ungeahnte technische Möglichkeiten, den Nutzer mit Produktinformationen zu beschießen.

Jetzt setzt ihr euch wie ein verzogener Kevin vor das Bonbon-Regal im Supermarkt und trommelt mit den Fäusten auf den Boden! So wird das nicht funktionieren! Seid flexibel! Seid kreativ! Bewegt etwas! Sonst endet ihr wie die Musikindustrie und müsst eure eigene Kundschaft kriminalisieren. Oh ja, macht ihr ja schon längst.

Was bleibt? Eine letzte Frage, die Herr Patalong stellt:

Wann schalten Sie Ihren Werbeblocker ab?

Ich antworte: From my cold, dead hands!

Danke, 2 Tage Magen

Sonntag, 21. März 2010

Sollte ich wieder einmal in Versuchung geraten, aufgrund massiver Hungergefühle zu einer Fertigmahlzeit zu greifen – bitte nehme mich irgendjemand in Schutzhaft!

Späte Einsicht: Scorpions trennen sich

Freitag, 19. März 2010

Wir gehen lieber jetzt mit einem Hammeralbum und folgen unserem Herzen”, argumentiert Klaus Meine. Auch Gittarist Rudolf Schenker stimmt seinen Bandkollegen zu und fügte hinzu: “Wir wollen nicht, dass es unwürdig wird.”

Ähm, zu spät, Herr Schenker, zu spät!

Via Lifego.de

In China…

Mittwoch, 24. Februar 2010

… ist gerade ein Sack Reis umgefallen! Ehrlich!

(via Stefan Niggemeier: Das Elend der Debatte um ARD und ZDF, der mal wieder messerscharf in’s Ziel trifft!)

Bald wieder Flugverbindung Erfurt – Budapest?

Donnerstag, 18. Februar 2010

In der TA liest man heute:

(…) Nun soll erneut eine ungarische Airline für die Wiederaufnahme der Strecke sorgen. Nach TA-Informationen hat es bereits entsprechende Gespräche zwischen dem Management des Airports und der Fluggesellschaft Wizz Air gegeben. Danach könnte diese Linie mit zwei bis drei wöchentlichen Verbindungen beginnen und bei entsprechender Nachfrage später täglich angeboten werden.

Das wäre wirklich großartig! Die Swiss Airline bietet Flüge von München nach Budapest und zurück für um die 200 EUR an. Vielleicht geht Wizz Air hier noch etwas nach unten, denn 150 EUR könnte es mir schon wert sein, ein Wochenende in meiner zweiten Lieblingsstadt zu verbringen und z.B. den geschundenen Körper im Széchényi Gögyfürdö unter das heiße Thermalwasser zu packen. Danach ein feines Csirke Paprikás im Gundel… *träum*

Wizz-Air verfügt übrigens über
eine recht junge Flotte von Airbus A-320, die im Durchschnitt 3 Jahre
alt sind. Ich bin mal gespannt, ob aus der Geschichte etwas wird!