Archiv für die Kategorie ‘weird wide web’

GEZ ausgebremst?

Donnerstag, 05. November 2009

Wenn dieses Urteil die Instanzen überlebt, wäre das eine Sensation (Hervorhebung DS):

Die Rundfunkgebührenpflicht bestehe aber auch deshalb nicht, weil die gewerblich genutzten internetfähige Computer des Klägers nicht zum Rundfunkempfang bereitgehalten werden. Allein der Besitz solcher Geräte reiche nicht für die Annahme aus, dass diese für den Empfang bereitgehalten werden.

Jemand, der sein Flach-TV ausschließlich zusammen mit einem Zuspieler ohne Empfangsfunktion betreibt, könnte hiervon ebenso profitieren. Bisher war die allgemeine Rechtsauffassung stets, dass der bloße Besitz eines empfangsfähigen Rundfunkgerätes zur Abgabe der Rundfunksteuer verpflichtet.

Via Onlinekosten.de

Zeigt her Eure Schnäppchen!

Montag, 02. November 2009

Quelle räumt seine Lager leer – sieht, hört und liest man derzeit in vielen Medien. Die Seite ist immer noch schwer zu erreichen, auf Ladezeiten von mehr als 2 Minuten sollte man sich gefasst machen.

Doch sind die Quelle-Angebote wirklich so gut, dass sich der Nervenkrieg mit den überlasteten Servern, potentiell langen Lieferzeiten und den Fragezeichen bei den Themen Garantie / Rückgaberecht wirklich lohnt? Ich habe mir exemplarisch 3 Angebote aus dem Bereich Technik angesehen.

1. Wii Active Personal Trainer

Preis Quelle: 52,99 + 5,99 Versand
Preis Amazon: 51,99

2. Siemens Handrührgerät MQ 95520

Preis Quelle: 25,99 + 5,99 Versand
Preis Innova: 21,99 + 4,99 Versand

3. Maginon DigitalkameraDC 6900

Preis Quelle: 52,99 + 5,99 Versand
Preis Amazon/Progallio: 79,99 + 4,95 Versand

Ich habe hier nicht lange gesucht, sondern die ersten 3 Produkte genommen, die mir in den Sinn kamen. Nur eines davon ist ein “echtes” Schnäppchen. Allerdings habe ich von der Marke Maginon noch nie was gehört; man findet, außer beim Amazon-Händershop und bei Quelle kaum weitere Angebote. Kundenrezensionen oder Bewertungen finden sich auch keine. Ich persönlich würde mir die Kamera nicht kaufen, auch nicht für knapp 60 EUR (da gibt es sicher Besseres, z.B. bei eBay).

Nun, auch wenn ich das Verschwinden der Marke Quelle bedauere (was haben wir die Quelle-Kataloge immer und immer wieder durchgeblättert, in der schweren Zeit und sind fiktiv einkaufen gegangen mit dem Taschenrechner); ich sage, man hat dort in der Führungsetage das Prinzip des Online-Handels nie wirklich verstanden. Dass da draußen in diesem Internet ein gnadenloser Preiskampf tobt. Dass man sich als großer Anbieter eigentlich nur über Kundenbindung am Markt halten kann, was Amazon und Otto recht eindrucksvoll demonstrieren. Aber das ist nun obsolet. Wie gesagt, eigentlich schade!

http://www.quelle.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/Quelle-quelle_de-Site/de_DE/-/EUR/Browse-Product?ProductID=qp_200009820462&ShopID=437364#{tab:Delivery}/lp=M/fr=10

Von Blockwarten und Schrebergärten

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Wer Schrebergartenbesitzer in seinem Bekanntenkreis oder selber ein solches Kleinod gepachtet hat, wird sicher schon von den dort herrschenden strengen Regeln, zumeist in Vereinssatzungen verschriftet, gehört haben.
(weiterlesen…)

Quelle.de down?

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Entweder sind bereits die ersten Leichenfledderer auf Schnäppchenjagd oder der E-Commerce-Dienstleister von Quelle hat am Kabel gezogen – jedenfalls ist www.quelle.de momentan nicht erreichbar.

Update: Die Seite kommt langsam wieder; die Ladezeiten für die vollständige Startseite liegen allerdings bei knapp 45 Sekunden. Mein erster Tipp schien also zu stimmen…

Update 2 (22.10., 13:30 Uhr): Die Seite laggt auch heute wieder gehörig – offenbar bringt die Applikation einen Timeout.

…dass sich die Balken biegen!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Kurz zum Hintergrund: Möchte man am Wissenschafts- und Forschungsstandort Thüringen einen halbwegs schnellen DSL-Anschluss nutzen, muss man schon großes Glück haben. z.B. wenn die T-Kom gnädigerweise gerade neue Kupferdrähte verlegt hat oder man in der Platte wohnt. Sonst sieht es mau aus, so wie bei meinem DSL-Anschluss, der *hex-hex* wie durch Zauberhand von heute auf morgen satt 40 dB mehr Dämpfung auf der Leitung hatte. Wer sich ein wenig mit solchen Werten auskennt wird wissen, dass man mit insgesamt knapp 50 dB bei den meisten Anbietern nicht mal mehr DSL Light bekommt. Um so erstaunter war ich von folgendem, mutigen Versprechen, dass mir die T-Kom nach einer Verfügbarkeitsprüfung machte:

Grund 2 ist insofern irrelevant, als dass Grund 1 der zutreffende ist. Genau dieses Versprechen wurde mir jedoch in der Vergangenheit schon häufig verwehrt. Ich würde das volle T-Home Paket nutzen mit dem ganzen HDTV Schnickschnack – jedoch weigert sich der T-Punkt vor Ort hartnäckig, mir ein akzeptables Wechselangebot zu machen! Dabei war der von mir vorgeschlagene Deal ein ganz einfacher und fairer: Ihr schickt den Telefonmann vorbei, der misst die Leitung durch und wenn ihr mir ein stabiles DSL-2000 anbieten könnt, sind wir wieder Partner. Nein, um messen zu können, müsste ich ja erst mal einen Telefonanschluss beantragen. Klar, für wie blöd halten die mich? In diesem Kontext würde ich ja zu gern mal Rechtsbeistand hinzuziehen, denn ein Stern oder eine Fußnote in blass-hellgrau konnte ich hier nicht entdecken.

Web 2.0 trifft Print

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Wenn die Online- auf die Offline-Welt trifft, endet das, zumindest wenn es um Journalismus geht, in letzter Zeit oft in einem Hauen und Stechen. Buchverlage fürchten Googles Digitalisierungswahn und Zeitungsverleger predigen bereits vom baldigen Ende der klassischen Tageszeitung.

Dabei geht es doch auch anders:

Der Politikteil aus der Frankfurter Rundschau, Internationales aus der New York Times, Regionales aus der Berliner Morgenpost und das Sudoku nach eigenem Können. Pünktlich um sechs Uhr soll der persönliche Mix im Briefkasten liegen. So stellt sich das Zeitungsprojekt niiu.de die Zukunft der Tageszeitung vor. Am Dienstag ging die Website von Deutschlands erster personalisierter Zeitung online.

via TAZ.

Kompetenz tut Not!

Donnerstag, 08. Oktober 2009

Das passt mal wieder herrlich zusammen: Nachdem mit Hilfe von Phishing offenbar mehr als 10.000 Passwörter von Hotmail-Konten geklaut wurden, kommt es zu verstärkter Senfzugabe – so unter anderem durch die geballte IT-Kompetenz des BKA in Persona Herr Ziercke:

Ziercke bezeichnete das „Phishing“ als den Bankraub des digitalen Zeitalters.

Das ist natürlich ziemlicher Unsinn und ähnlich populistisch wie der legendäre “rechtsfreie Raum“. Wenn man Phishing mit nicht-virtuellen Betrügereien vergleichen will, bietet sich eher der klassische Handtaschendiebstahl (erstaunlich viele Leute schreiben ihre PIN gleich auf die EC-Karte!), das Erspähen von PINs oder Skimming an. Passenderweise fordert die Gewerkschaft der Polizei:

(…) in einer Reaktion auf die Informationsveranstaltung unterdessen “Schwerpunktdienststellen” zur Bekämpfung von Cybercrime, in denen IT-Experten arbeiten.

Ja, Selbsterkenntnis ist der erste Schritt… und was mir dabei noch einfällt: Ein IT-Spezialexperte eines großen Finanzverbandes, der mir vor ein paar Jahren erklären wollte, dass iTan 100% sicher wäre, fand meine simple Konstruktion einer “Man-in-the-middle”-Attacke “zu weit hergeholt und absolut unrealistisch”. Ha-ha!

Update: Pro7 macht mit – berichtet gerade prominent über Phishing-Attacken und warnt davor, dass “Internet-Gauner E-Mail- und IP-Adressen hacken”. Uhm, das mit den IP-Adressen (Masquerading?) würde ich ja gern mal genauer wissen…

Bunt ist der Link, klick ihn geschwind (2)

Samstag, 26. September 2009

Heute wird es wieder technisch, genauer gesagt geht es um mobile Geräte.

Telefondaten sichern mit MyPhone
Ich durfte ja letztens eine Art Handy-Supergau erleben, als nach dem Synchronisieren meines Smartphones alle Kontakte und Termine futsch waren. Dagegen hilft nur: Backups machen! Zum Beispiel mit Microsofts Backup-Service MyPhone. 200 MB Speicherplatz stehen im Netz zum Sichern von Kontakten, Kalendereinträgen und sogar Multimediadaten zur Verfügung. Und sollte das Handy beim Synchronisieren doch mal etwas wichtiges löschen, gibt es bei MyPhone sogar eine Art Papierkorb, in dem die gelöschten Objekte gefunden werden können! (Voraussetzung: Enderät mit Windows Mobile ab 5.0)

SmartPhone mit Google synchronisieren
Kontakt- und Kalenderdaten mit Googlemail bzw. Calendar zu synchronisieren, war bisher eher umständlich und nur über eine Kombination aus Nightly Builds von Thunderbird, Lightning und anderen AddOns möglich. Google arbeitet aber fleißig an einer Lösung und bietet mit GoogleSync nun sogar einen Push-Dienst zum Abgleich von Telefondaten. Zumindest für diejenigen, die mit einer Datenflatrate gesegnet sind, denn um den Push-Service zu nutzen, muss man natürlich online sein! (Voraussetzung: iPhone oder Windows Mobile ab 5.0)

TrueCrypt / PortableApps: Sicher & systemschonend
Da ich ja nun auch mit einem Netbook unterwegs bin, habe ich mir Gedanken über Datensicherheit im Verlustfall gemacht. Dabei kam mir die Idee, schützenswerte Daten und Applikationen in einem TrueCrypt-Container zu betreiben. Mit Hilfe von PortableApps geht das recht einfach. Dort läuft dann z.B. Thunderbird, Foobar 2000, VLC und OpenOffice. Die Vorteile dieses Setups: 1. Wenn man das Netbook doch einmal verliert, sind die sensiblen Daten wohlbehütet und verschlüsselt vor unberechtigtem Zugriff geschützt; 2. Da PortableApps das Betriebssystem in Ruhe lässt, reduziert man den Datenmüll in Form von DLLs und unnützen Registry-Einträgen, die das System ausbremsen. (Voraussetzung: Windows ab 95 bzw. Wine bei Linux-Systemen für PortableApps)

Ick freu mir voll wa

Dienstag, 22. September 2009

Bei Google findet man unser kleines Blog unter den Suchbegriffen “domspitzen erfurt” auf Rang 1, bei dem Suchbegriff “domspitzen” auf Platz 2. Coooool :-)

Bunt ist der Link, klick ihn geschwind (1)

Samstag, 19. September 2009

Nieder mit Caps Lock!
Den Sinn dieser Taste habe ich nie verstanden; mich aber dafür unzählige Male geärgert, wenn ich sie mal wieder unbeabsichtigt gedrückt habe UND PLÖTZLICH MIT SCHREIEN ANFING… ein kleines Registry-Patch schafft hier Abhilfe (Windows XP).

Pixelschubser
So nennt man gemeinerweise Menschen, die die irrwitzigen Fieberträume kreativer Spezialexpertenagenturen so in HTML bauen müssen, dass das Layout auch auf einem mongolischen Windows 95 mit IE 3.0 noch pixelgenau passt. Für Täter und Opfer gleichermaßen interessant: Der Online-Bildeditor “Aviary”, der nach kostenloser Registrierung diverse Bildbearbeitungswerkzeuge auf Browserbasis anbietet.

Neu != Besser
Ein paar Kollegen sind zurzeit kräftig am Fluchen, da das aktuelle Mac OS “Snow Leopard” manche Software einfach nicht mag. Denn eine neue Softwareversion muss nicht auch automatisch besser sein; man denke dabei z.B. an den Acrobat Reader, der in der aktuellen Version 8 gefühlte 250 MB für die Installation braucht (also 120 MB sind es mindestens!) Wenn einen in solchen Momenten die Nostalgie packt, klickt man sich auf Oldapps.com und findet dort unter anderem einige gute alte CD/DVD Tools, die einfach funktioniert haben!