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Gadgets Galore: Media-Heimvernetzung mit der Synology DiskStation

Freitag, 07. November 2014

Seit einiger Zeit bin ich Besitzer einer Synology DiskStation – einem NAS mit Mediacenter-Funktionalität. Nach umfangreicher Recherche fiel die Wahl auf eine DS214play.

Die Herausforderung: Musik und Filme drahtlos – und überall im Haus auf allen Endgeräten

Auf die genuine Aufgabe von NAS-Geräten als zentrale Dateiserver möchte ich hier nicht weiter eingehen, vielmehr soll es um die Mediaserverfunktionen gehen. Meine Anforderungen an eine Mediaserver- und Speicherlösung waren folgende:

  1. Endgeräte-unabhängiger Standort
  2. ordentlich Speicherplatz
  3. Datensicherheit
  4. UPnP / DLNA-Kompatibilität
  5. Unterstützung möglichst vieler Audio- und Videoformate
  6. drahtlose Bereitstellung von Medieninhalten
  7. Musikhören ohne PC und TV mit Hilfe der existierenden HiFi-Komponenten in allen Räumen

Die Punkte 1-3 erfüllen heutzutage die meisten angebotenen NAS-Lösungen, Punkt 2 ist sowieso eher eine Geldfrage; mit einem 4-Bay NAS bestückt mit 4×3 TB Festplatten nähert man sich gern der 1.000 EUR Grenze. Punkt 1 ist insofern nicht uneingeschränkt umsetzbar, da wenigstens zwischen dem NAS und dem Router eine kabelgebundene Verbindung bestehen sollte, was aber für mich kein größeres Problem darstellte. Datensicherheit ist ein etwas schwammiger Begriff, hier sollte man zwischen Datenintegrität (realisierbar durch RAID-Betrieb) und Schutz vor unerwünschten Zugriffen unterscheiden. Letzterem Thema könnte man sich umfassend auf technischer und philosophischer Ebene nähern; an dieser Stelle reicht der Hinweis, dass man ein NAS besser nicht im Internet verfügbar machen, auf stets aktuelle Firmware und solide Passwörter achten sollte.

Herausfordernd waren am Ende tatsächlich die Punkte 4-7. Und hier ist es weniger schwierig, einen Medieaserver zu finden der Standardprotokolle spricht (4), sondern vor allem der letzte Punkt bereitete mir lange Zeit Kopfzerbrechen.

Die Lösung: Cleverer Mix aus Endgeräten

Zu bespielen sind im Einzelnen:

  • ein recht aktueller Samsung Smart TV
  • ein 5.1 Receiver (mit HDMI Eingängen)
  • ein 5.1 Receiver (ohne HDMI Eingänge)
  • ein etwas älterer Philips LCD-TV
  • mobile Endgeräte (Android-Smartphones)

Samsung TV

Als überraschend einfach stellte sich das Ansteuern des Samsung TV heraus. Zum Einen gibt es da die Samsung SmartTV App DSVideo von Synology, die ich nach ein paar Startschwierigkeiten nunmehr allen Besitzern eines geeigneten TV uneingeschränkt empfehlen kann. Die App spielt eine ordentliche Anzahl von Videoformaten direkt von der Syno (wie sie liebevoll von ihrer Fangemeinde genannt wird) auf den Samsung, wenngleich der integrierte Mediaplayer des Fernsehers immer noch die Nase vorn hat. Warum, hat sich mir übrigens bis heute nicht vollständig erschlossen.

5.1 Receiver (mit HDMI Eingängen)

Hier wurde die Sache schon kniffliger. Mit Boardmitteln (der Receiver verfügt über keinerlei Netz-Anbindung) klappte es nicht. Natürlich ließ sich der Ton über den Fernseher auf den Receiver schleifen, aber das ganze sollte auch ohne TV funktionieren. Die Lösung war ein Google Chromecast Stick. Dabei half der glückliche Umstand, dass es für Android-Geräte Synology-Apps gibt, die Chromecast ausdrücklich unterstützen. Demnach sieht das Konstrukt am Ende so aus: Chromecast im HDMI-In des Receivers, bestromt mit Netzteil was aus Öko-Gründen mit einer der Schaltsteckdosen des Receivers verbunden ist. Die Ansteuerung passiert über die DSAudio App von Synology. Dadurch kann der TV aus bleiben. Zudem hat der Chromecast den charmanten Vorteil, jegliche Browserinhalte eines Chrome vom PC empfangen zu können. Ohne an der Stelle auf halb-legale Film- und Serienangebote verweisen zu wollen, aber das eröffnet einem natürlich vielerlei Möglichkeiten. Youtube-Videos kann der Chromecast natürlich auch, aber das hätte der Samsung ohnehin schon alleine hingekriegt.

5.1 Receiver (ohne HDMI Eingänge)

Da besagter Receiver mit dem Philips-TV verbunden ist, war das Mittel der Wahl hier zunächst ein zweiter Chromecast. Dadurch war auch gleich diese Anbindung umgesetzt, nur: Musik hören ohne den TV zu nutzen funktionierte so nicht. An dieser Stelle kam dann ein Raspberry Pi ins Spiel. Dieses clevere, kleine Gerät das sich in der Preisliga der Chromecasts bewegt ist eigentlich ein Linux-PC mit HDMI- und Audioausgang. Mit einem installierten Raspbmc erhält man einen vollwertigen, sogar HD-fähigen Mediaplayer, der sich ebenfalls mittels DLNA direkt durch die Synology und damit mit Hilfe der Android-Apps bespielen lässt. An sich ist dadurch sogar der zweite Chromecast überflüssig geworden, jedoch als Backup-Lösung (drahtlos zickt der Raspy noch etwas) nicht ganz doof.

Probleme

Auch in diesem Setup ist am Ende nicht alles eitel Sonnenschein, aber das ist angesichts der riesigen Zahl an möglichen Medienquellen und unterschiedlichen Geräten und Plattformen auch systemimmanent. So verweigert insbesondere der Chromecast bei einigen Videoformaten den Dienst (HD MKVs, DivX), das kann dann wiederum der Raspy gut abfangen, der im Moment allerdings gern seine WLAN-Verbindung verliert. Hier hilft evtl. ein anderer WLAN Empfänger, das wird demnächst getestet. Schön wäre auch die Möglichkeit Musik synchron in mehreren Räumen zu spielen. Am ehesten wäre hier wohl Synology am Zug, indem man das Abspielen an mehrere Player gleichzeitig ermöglicht. So lange kann man sich behelfen, indem man die Abspielgeräte mit jeweils einem eigenen Smartphone ansteuert, aber wirklich synchron ist das dann natürlich auch nicht. Nach wie vor problematisch ist auch die Nutzung von Amazon Prime Video. Nachdem Amazon nun auch einen eigenen Chromecast-ähnlichen Stick vorgestellt hat, ist eine zeitnahe Lösung noch unwahrscheinlicher geworden. Ein Lichblick ist vielleicht die App PrimeCast, die das Anschauen von Prime-Videos auf Android-Geräten möglich machen soll.

Piraten kopieren die FDP

Sonntag, 25. März 2012

Manch einer mag sich angesichts des heutigen Wahlerfolgs der Piraten fragen: wie machen die das bloß? Was ist das Erfolgsgeheimnis einer Partei, die noch keine 6 Jahre alt ist und deren politisches Programm signifikant um das Thema Netzopolitik meandert? Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: die Partei tut, was Softwarepiraten eben so tun – sie kopiert. Und zwar von der Partei, die niemals nicht umfällt. Die sich wie eine Eiche im Sturm der Union auf die Bürgerrechte entgegen stemmt. Die sich sowas von niemals von irgendwelchen Lobbys vor den Karren spannen ließe und zu einmal getroffenen Entscheidungen steht.

„Es ist kein Zufall, dass die Piraten jenseits ihrer Selbstinszenierung die FDP kopieren.“

Liebe Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, wie wäre es damit: in Würde abtreten. Hätte was mit Stil zu tun.

Könnte alles so einfach sein

Samstag, 24. März 2012

One does not simply

Aufgabe: Kopiere alle Dateien von einer Festplatte auf eine andere. Klingt einfach – ist es aber nicht.Vor allem dann nicht, wenn es sich um eine signifikante Datenmenge handelt und man deshalb das ganze über nacht werkeln lassen möchte. Grundsätzlich gilt, dass Windows bei einem 3h-Kopiervorgang nach spätestens 10 Minuten beginnt, dämliche Fragen zu stellen und den Kopiervorgang stoppt. Ein Dateiname ist zu lang, eine Systemdatei kann nicht ohne Bestätigung kopiert werden oder Avira brüllt „ALARM“ weil es angeblich einen Trojaner in einer TurtoiseSVN DLL Datei gefunden hat.

PS: Mit Ubuntu wär das nicht passiert!

Ilse's Honeypot

Sonntag, 27. Juni 2010

Qbi hat herausgefunden berichtet, dass die Website der Oberdatenschützerin Aigner-Ilse potentiell Schadcode verbreitet. Na Bravo!

Pimp my WordPress

Donnerstag, 10. Juni 2010

Unser Domspitzen-VServer ist ja in der Tat nicht der Schnellste. Auf jeden Fall ist der Datenbankserver ein eher gemächlicher Zeitgenosse. Kommen dann noch datenbankintensive Plugins dazu, kriegt man gern mal 5 Sekunden Wartezeit auf eine Seite.

Ich habe folgendes versucht, um WordPress schneller zu bekommen:

  • Datenbank (= Artikelbackup) über die WordPress Boardmittel erstellt
  • alte Datenbank komplett gesichert und dann gelöscht
  • Neues WordPress „from Scratch“ aufgespielt mit neuer DB
  • die alten Artikel importiert – das hat den Vorteil, dass die Änderungshistorie aus der Datenbank raus ist
  • einen strengen Blick auf die installierten Plugins geworfen und im Zweifel deaktiviert (Google XML Sitemaps war z.B. einer der Bremskandidaten)

Das hat zunächst einen echten Performanceschub gebracht, der aber leider nicht von Dauer war. Schließlich habe ich mich etwas intensiver mit dem Thema WordPress Caching beschäftigt und bin dabei auf das Plugin WP-Supercache gestoßen. Durch das Plugin werden die Artikel- und Inhaltsseiten hart als HTML-Files gecached und statisch ausgeliefert, an Stelle jedes Mal die Datenbank zu fragen.

Das Plugin lässt sich leider nicht einfach aktivieren; sondern man muss vorher diverse Zugriffsrechte ändern und zurückändern, Code in die .htaccess schreiben – aber schließlich lief der Laden.

Nun wird bei jedem erst Zugriff auf einen Artikel/ Seite eine Cache-Version davon angelegt und dem nächsten Besucher statisch ausgeliefert (Ausnahme: Man kommentiert oder ist angemeldet). Bei Blogs mit sehr viel Traffic kann man sich nun zurücklehnen und warten, bis das ganze Blog durchgecached ist. Da ich ein ungeduldiger Mensch bin und nicht so viel Traffic anliegt, habe ich mir fix einen Cache-Trainer gebaut. Dazu benötigt man (Basis: Windows):

  1. Zunächst richtet man das Sitemaps-Plugin ein und erstellt sich eine brandneue XML-Sitemap.
  2. Nun ruft man diese Sitemap im Browser auf: [URL_DES_BLOGS]/sitemap.xml
  3. Den Inhalt der Sitemap kopiert man in Notepad rein und von dort aus in eine leere Excel/Calc-Tabelle (erfahrungsgemäß entfernt das unnütze Steuerzeichen)
  4. Schmeißt die oberen und unteren Zeilen raus, entfernt alle Spalten außer der ersten
  5. Schreibt in die zweite Spalte in die erste Zeile folgende Formel: =VERKETTEN(„wget.exe –spider „;A1) und zieht die Zelle runter bis zur letzten Zeile. Ihr solltet nun in der zweiten Spalte so etwas wie „wget.exe –spider [URL_DER_BLOGARTIKEL]“ stehen haben
  6. Kopiert die ganze zweite Spalte und fügt sie im Notepad ein, speichert die Datei als „cachetrainer.bat“ (der Name bleibt euch überlassen) in das Installationsverzeichnis von wget
  7. Startet die Batch-Datei aus dem wget-Verzeichnis heraus.

Was nun passiert ist das gleiche, was passieren würde, wenn ihr alle URLs per Hand nacheinander anklicken müsstet. Der Parameter –spider sorgt hier dafür, dass wget die Seiten nicht herunterlädt, sondern lediglich aufruft. Dadurch werden gleichzeitig im WordPress die Cache-Versionen erstellt.

Wenn die Batch-Datei durchgelaufen ist, solltet ihr nahezu alle Seiten und Artikel als gecachte Version liegen haben. Der Performance-Boost dabei ist wirklich sensationell!

Viel Spaß beim Basteln 🙂

Facebook und die Privatsphäre

Montag, 03. Mai 2010

Nachdem sogar die Aigner-Ilse das Thema Datenschutz für sich entdeckt hat, zumindest, wenn es um amerikanische soziale Netzwerke geht, habe ich auch mal ein bisschen bei Facebook herumprobiert und festgestellt, dass die dort veröffentlichten Fotos offensichtlich nicht gegen unerwünschten Zugriff geschützt sind. Man kann ja jeweils festlegen, ob ein Foto nur von Freunden, auch von Freunden der Freunde oder von *welt angesehen werden darf. Die Einstellung ist bei näherer Betrachtung nicht mehr als Snake Oil – kopiert euch mal die Bild-URL eines Fotos, das nur Freunde sehen durften, und öffnet es mit einem anderen Browser (Cookies vorher löschen). Läuft. Natürlich kann man JEDES Foto aus dem Netz extrahieren (ich muss immer kichern, wenn manche Honks versuchen, das Kontextmenü der rechten Maustaste per Javascript zu blocken). Facebook macht es den Leuten aber nun wirklich zu einfach, privat markierte Fotos zu sharen.

Neue IE8 Kampagne

Montag, 22. März 2010

Manch einer mag es vielleicht mitbekommen haben; Microsoft stellt seit letzter Woche ein Browserauswahlfenster in den Updates bereit und folgt damit einer entsprechenden Vorgabe der EU. Fast zeitgleich schien Microsoft eine neue Werbekampagne für ihren Browser gestartet zu haben.

„Mit Sicherheit ins Internet“

Das verspricht der Softwarehersteller auf der IE8 Website und im Fernsehen, wo unter anderem für den sogenannten „Porno-Modus“, also eine Browsersession ohne Speichern von Cookies oder History, geworben wird. Und wer sich am Freitag die Wok-WM angeschaut hat, wird bemerkt haben, dass auf den Schultern der Wok-Fahrer große IE8-Werbepolster prangten.

Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, warum Microsoft eigentlich so an seiner Vormachtstellung beim Browsermarkt hängt? Wo man sich doch gerade seit dem IE6 Debakel in Redmond bemüht, den Weg zurück von properitären Technologien zurück zu Standards zu gehen. Geld kostet das Teil auch keines, Werbung verdient ihr Geld über die Inhalte und nicht das Werkzeug – was also hat M$ von diesem ganzen Aufriss? Warum lehnen sich die Jungs nicht zurück und genießen bei einer Tüte Popcorn, wie sich Chrome, Firefox und Opera gegenseitig bashen? Das eingesparte Geld könnte man dann zum Beispiel in ein vernünftiges Desktop-Management investieren (Stichwort Sessions…) Machen sie aber nicht, sondern basteln gerade mit Hochdruck an IE9. Warum? Hat jemand eine Idee? Und ja; ich weiß, warum sich der Hund den Schritt leckt…

Update: Frank brachte das Thema „Standardsuchmaschinenanbieter“ ins Spiel – da könnte was dran sein. Mir fiel gerade auf, dass Microsofts Gegenmodell zu Flash, Sliverlight, weder auf Chrome noch auf Opera mit Boardmitteln läuft.

Link-O-Rama zum Wochenende

Freitag, 29. Januar 2010

Wir können alles – außer Werbung
In Österreich diskutieren sie gerade einen Spot des österreichichen Bundesheeres, der im Rahmen einer mit „Heer 4U“ keck betitelten Kampagne im Internet verbreitet werden sollte. Wenn man den Plot nur liest, ahnt man bereits, was da produziert wurde. Sowas sieht man normalerweise nur in der regionalen Kinowerbung, wenn die Fleischerei Noske aus Großeutersdorf „Günni’s Werbeatelier“ den Jahresetat gesichert hat…

…und wenn sie nicht gestorben sind…
Lass das mal den Tony machen! Der glaubt nämlich immer noch an die Mär von den irakischen „Weapons of mass destruction“. Zumindest tut er so. Dabei stinkt die Sache mittlerweile so zum Himmel, da hilft kein Nase zuhalten mehr.

Ze Germans are coming
Bleiben wir auf der Insel. Dort hat der „Daily Star“ das Design der neuen Trikots unserer Nationalelf aufgegriffen und nach typisch englischer Manier uminterpretiert. Dass sich darüber nun ausgerechnet das Fachblatt BILD echauffiert („Was ist noch schlimmer, als total daneben zu sein? Es nicht einmal zu merken…“, ist dabei ebenso konsequent wie aberwitzig.

Didi auf vollen Touren
Der Althaus Dieter kämpft nach wie vor wehement um den Titel „Fettnäpfchenmitnehmer 2009“. Neuester Streich: der damalige Thüringer Verhandlungsführer während des Bieterrennens um die Opelübernahme wird nun Vorstandsmitglied bei Magna. Na gut, zumindest haben wir nun die Erklärung hierfür. Außerdem ist der Dieter ja in guter Gesellschaft!

Und zum Schluss…
Steve Jobs hat diese Woche das neue Apple iPad vorgestellt. Wer jetzt schon im Portemonnaie kramt, aber immer noch diesen kleinen Stich im Nacken spürt, dem sei diese Entscheidungshilfe ans Herz gelegt.

Gehabt euch wohl & schönes Wochenende,
Erfurter Domspiten!

Angst ist nur ein Gefühl

Montag, 25. Januar 2010

Angst vor Google ist gerade im Trend. Im Zusammenhang mit dem Suchmaschinen- und Softwareanbieter nutzt die Presse zunehmend Schlagworte wie „Datenkrake“; es werden Ängste geschürt vor totaler Monopolisierung und gläsernen Internetnutzern. Gerade hat das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen Google eingeleitet, ausgelöst durch eine Beschwerde der Microsoft-Tochter „Ciao“.

Genau, Microsoft. Das war die Firma, auf die früher immer bevorzugt eingeprügelt wurde. Und durchaus zu Recht. Alleine für Windows ME sollte man einige Microsoft-Manager lebenslang PHP-Code einrücken lassen. Nun hat gerade die geschundene Firma aus Redmond vielleicht endlich etwas gelernt, den Unmut seiner oftmals zwangsaquirierten Kundschaft ernst genommen und mit Windows 7 ein doch recht performantes und bedienbares Betriebssystem herausgebracht. Das, was allen ambitionierten Linux-Projekten zum Trotz bisher nicht gelang – Microsoft zum Nachdenken und Handeln zu zwingen – ist das nicht zu einem Großteil Google zu verdanken? Einem der ganz wenigen wenn nicht sogar dem einzigen Unternehmen, das finanziell UND technologisch in der Lage ist, Microsoft gefährlich zu werden?

Im Online-Magazin Carta betrachtet Christoph Kappes Google aus ökonomischer Sicht und analysiert verschiedene Aspekte dessen, was Google für viele bedrohlich erscheinen lässt. Lesenswert!

RAM: Fakten und Fiktion

Dienstag, 19. Januar 2010

Wenn man sich einen neuen PC zusammenstellt, so wie ich das gerade getan habe und die Komponenten auch noch selber auswählt, kommt man nicht umher, sich mal wieder mit so schönen Themen wie CPU-Leistung, Grafikchips und Speichertakten auseinanderzusetzen.

Eines der Mysterien auf Heim-PCs ist das Thema Arbeitsspeicher. Der ist momentan nicht sehr teuer, die 4 GB gibt es für ca. 90 EUR. Nun könnte man in einem Anflug von Kaufrausch also gleich mal 8 GB erwerben, denn was man hat, das hat man. Oder auch nicht. Windowssysteme mit 32 Bit (also das normale XP oder ein 32 Bit Windows 7) können maximal insgesamt (!) 4 GB Speicher adressieren. „Insgesamt“ umfasst nämlich nicht nur den RAM, sondern auch den Speicher der Grafikkarte. Wenn man also eine Karte mit 1 GB Speicher hat, wird dieses 1 GB vom RAM des PC’s „weggenommen“. Das bedeutet, mit einer 1 GB Grafikkarte und 4 GB RAM stehen einem effektiv nur knappe 3 GB für Programme zur Verfügung.

Dieser Artikel erläutert die Problematik sehr schön und erklärt, warum selbst der Umstieg auf ein 64-Bit System nur bedingt Linderung verschafft.