Archiv für die Kategorie ‘Nisch zu fassn!’

So sind wir (16)

Montag, 01. Dezember 2014

Erfurt. Mit sage und schreibe 5 Promille ist eine Frau auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt aufgegriffen worden. Sie hatte zwei kleine Kinder und einen ebenfalls betrunkenen Mann bei sich.

Via TA

So sind wir (15)

Mittwoch, 19. November 2014

Zu einem mehr oder weniger ungleichen Kampf kam es in Erfurt am Montag. Dort hat ein Profiboxer einen vor ihn fahrenden Autofahrer zusammengeschlagen, weil ihm dieser zu langsam unterwegs war.

Via TA.

So sind wir (13)

Mittwoch, 13. August 2014

Der erheblich alkoholisierte Wirt rief lauthals den Hitlergruß. Ein 18-Jähriger urinierte unterdessen an einen geparkten Funkstreifenwagen.

Via TA

So sind wir (12)

Sonntag, 06. Juli 2014

Ein sogenanntes Event-Bike hat laut Polizeibericht in der Erfurter Innenstadt ein dreijähriges Kind angefahren und dadurch eine Massenschlägerei ausgelöst. Bis zu 60 Menschen prügelten zeitweise aufeinander ein.

 

Via TA & spiegel.de

Das Leithammelprinzip

Mittwoch, 14. August 2013

Bei Springer lenkt man die Meinung der Leser, indem man zunächst die Einstellung der Mehrheit zu einer bestimmten Thematik beobachtet und mitträgt. So auch im Fall Edward Snowden. Ja, man bringt sich sogar in eine Leithammelposition. Hier zum Beispiel (Wording beachten: „Snowden-Hammer“). Nun beginnt man die Berichterstattung in die gewünschte (= regierungskonforme) Richtung zu drehen. Beispiele? „NSA versichert: Wir lesen nur 0,00004 % der Internet-Dokumente„, oder hier etwas direkter „Hat Snowden total übertrieben?“ Auch schön: „Wie viel heiße Luft steckt in der NSA-Affaire?“ Interessant ist besonders in letzterem Artikel die Wahl der sog. Störer (kleine Textteaser), die in den eigentlichen Inhalt eingestreut werden.

So versucht Springer angesichts der nahenden Bundestagswahl, das wahrlich armselige Bild, welches die Bundesregierung im Zuge der Aufklärung der NSA-Affaire bisher abgegeben hat mit Blut und Spucke zu polieren. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Neues aus dem Glashaus

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Zugegeben: das Internet hat den Konsum von Pornographie ungemein vereinfacht. Früher wurden auf dem Schulhof heimlich Bildchen oder Heftchen getauscht, manche verrauschte VHS-Kassette aufwendig kopiert. Heute genügen wenige Klicks, um entblößte Genitalien zu sehen und nackte Menschen beim Kopulieren beobachten zu können, hochaufgelöst. Man kann geteilter Meinung sein, wie die Gesellschaft mit dieser Tatsache umgehen soll. Da Verbote und Zugangsschranken noch nie wirklich funktioniert haben (s.o.), könnte man die Hochverfügbarkeit von P-18-Material als gesellschaftliche Herausforderung sehen.

Man kann natürlich auch laut schimpfen über den ganzen Schmuddelkram, das ist legitim und von der Meinungsfreiheit gedeckt. Nehmen wir mal folgende Aussage:

Sie zerstören die Liebe. Den ersten Kuss. Das Erröten. Die Schwitzhand. Das Zittern, wenn die Hand von der Schulter hinuntergleitet.

Ja, etwas plakativ formuliert. Schon ziemlich plakativ formuliert, und manche haben den Autor wohl bereits am Stil erkannt. Und es macht dieses ganze Statement über die Verhaftung des „YouPorn-Chefs“ zur Satire des Jahres, denn es wurde von Franz Josef Wagner verfasst. Genau, der von der BILD. VON DER BILD!1111!!!EINSELF!

Sie zerstören den Traum, dass Mädchen Blumen sind, mehr als Titten und Hintern.

Muahahahahaa….

Ohrengraus: reloaded

Freitag, 05. Oktober 2012

Ähm WTF? Das kann doch kein Zufall sein, dass dieser fürchterliche „Klassikdeschnopop“ von Adya, die audiophile Würgereizgarantie „Gregorian“ und die vor klerikalem Kitsch schleimig triefenden „Priester“ gleichzeitig released werden! Ich verzichte dieses Mal auf Hörbeispiele, das mag sich antun wer will. *gulp*

Ohrengraus

Montag, 05. Dezember 2011

Ja ich weiß, Geschmäcker sind verschieden. Deshalb rezensiere ich schon seit einer ganzen Weile nicht mehr, weder Filme noch Musik. Stattdessen versuche ich mich an das Motto „Leben und leben lassen“ zu halten. Wenn sich ’ne Mutti, Ende 40, das Vogelnest auf dem Kopf in weinrot getüncht und das Dekolletee mit einem Skorpion oder einer Rose verziert gern Andrea Berg reinzieht – sei es drum. Wenn sich erwachsene, vermeintlich intelligente Menschen „Die Atzen“ oder Scooter geben, bitteschön. Macht alle was ihr wollt. Geht zu Semino Rossi in die Erfurter Messehalle. Kauft euch die neue Helene Fischer CD. Wünscht euch „Unheilig“ bei Antenne Thüringen. Ja – von mir aus hört den ganzen Tag „Die Amigos“ – die ich beinahe bewundere, weil sie mit minimaler musikalischer und lyrischer Varianz ihren Geldpeicher in der hessischen Heimat füllen. So abgebrüht muss man erst einmal sein. Was all die vorgenannten gemeinsam haben: sie sind; nun der Schwermetaller nennt es „true“. Also sich selbst und ihrem musikalischen Stil treu.

Doch an irgend einem Punkt hört der Spaß auf. Manche Sachen gehen einfach nicht! Dazu gehören die folgenden drei Alben, die seit einigen Wochen schmerzvoll penetrant auf verschiedenen Privatsendern beworben werden und meine persönlichen Schmerzcharts 2011 bilden.

Adya Classic

Was passiert, wenn zwei Belgier zu viel Pommes Frites gegessen haben und nach einer Nacht mit Magengrummeln und Albträumen mit einer im Fieberwahn geborenen Geschäftsidee aufwachen? Genau, Adya Classic – man nehme 17 „Ohrwurm“-Klassiker und unterlege diese mit einem Euro-Dance Beat: fertig ist das Grauen. Das Elend wird in diesem 4-Minutenclip auf den Punkt gebracht. Wer die Nerven dazu hat, bitteschön. Ich habe euch gewarnt.

 

Gregorian: Masters of Chant-Chapter 8

Ich will Michael Cretu nichts Böses unterstellen. Es ist ja das eine, originelle Ideen zu haben und gregorianische Chöre mit Ambient-Beats und gehauchten französischen Texten zu hinterlegen. Hätte der gute Mann geahnt, welches Grauen sein damaliger Spezi Frank Peterson 20 Jahre später daraus kreieren würde… er hätte sich vermutlich selbst ins musikalische Zölibat geschickt.

Ich bin ja kein besonders großer Oasis-Fan aber was bitte haben die Gallagher-Brüder verbrochen, dass ihr Hit „Wonderwall“ nun von britischen Kastraten in schwarzen Mönchskutten geträllert wird? Mal ganz zu schweigen vom „Boss“, vor dessen „Streets of Philadelphia“ auch nicht Halt gemacht wurde. Welcher schwanzlose Rechteinhaber gibt seine Erlaubnis für so einen Frevel? Genug der Worte. Das folgende Beispiel stammt von einem älteren Album: „Nothing else matters“. Ohne Worte.

 

Spiritus Dei

Zu guter letzt noch eine ganz besonders schlimme Entgleisung – nicht nur in musikalischer Hinsicht. Die Katholiken, Image-mäßig ja nun arg gebeutelt seit dem Kinderf*****-Skandal, probieren es ebenfalls mit seichtem Choral-Pop. „Die Priester“ nennen sich die drei Lerchen und hinterlassen mit dem Album „Spiritus Dei“ (Werk des Geistes) eine blutige Spur elektronisch verwurstetem Liedguts von Kirchemusik bis Klassik. Die Vermarktungsstrategen besitzen dabei noch die Frechheit, das ganze als Charity zu verkaufen. Ganze 50 ct. werden angeblich pro verkaufter CD für ein Hilfsprojekt in Tansania verwendet. Nur gut, dass von den 7 EUR Verkaufspreis dann noch genug für Universal übrig bleibt, die für diesen Klangmüll verantwortlich sind. Lieber Universal-Manager, der du dir von den Einnahmen gerade einen neuen Porsche Cayenne bestellt hast: Gäbe es eine Hölle; ein Platz ganz vorn am Fegefeuer wäre dir sicher!

Battlefield 3: Spyware frei Haus

Freitag, 28. Oktober 2011

Ach ja. Damals war’s. Der erste Brotkasten im Jugendzimmer. Ein Stapel 5 1/4″ Disketten daneben – voll mit Sicherheitskopien! Joysticks, deren Mikroschalter nach stundenlangen Ugh-Lympics oder Summer Games-Sessions den Gesetzen der Physik folgend barsten. So war das mit den Computerspielen. Früher…

Nach mehr oder minder enthaltsamen Jahren – zumindest was das Spielen auf dem PC angeht, die Wii steht selten frequentiert neben dem Fernseher – weckte ein Promo-Video des Spiels „Battlefield 3“ meine Aufmerksamkeit. Beim Betrachten des feuchten Asphalts auf dem Flugzeugträger bei dieser Kampfjet-Mission (ab 1:45 min) schließlich begann ich darüber nachzudenken, meinem nicht all zu schlecht ausgerüsteten PC eine brauchbare Grafikkarte zu spendieren und mir eben jenes „Battlefield 3“ zuzulegen.

Eine kurze Recherche des Grafikkartenmarktes nebst folgendem Preischeck bei Amazon ließen den Wunsch nach Abgleich mit meinem Barmittelbestand Form annehmen… bis, ja bis… nur 1 Stern Bewertung für die PC-Version? Das konnte nicht stimmen: war hier vielleicht die Konkurrenz am Werk? Ein näherer Blick auf die Rezensionen brachte Klarheit:

Es werden laut AGB u.a. IP- sowie MAC-Adresse, eure Daten und Medien, die ihr auf dem Rechner habt, erfasst, deren Nutzung und ob evtl. eine Lizenz vorhanden ist.

schreibt „mo3biuS“. „mer“ hat offenbar noch einige Details in Erfahrung bringen können:

Daraufhin habe ich im EA Support Livechat angefragt was das denn solle. Die Antwort war einfach, sie scannen den PC auf Raubkopieen, da diese das Gameplay beeintraechtigen koennen. Auch Metadaten von MP3s und Filmen werden ausgelesen und an EA uebertragen. (ja, ihr lest richtig, dies hat mit der EA Support bestaetigt!)

Nun – den Plan mit der Grafikkarte und dem Kauf des Spiels habe ich begraben. Wenn mich wieder die Spielelust packt, tut es sicher auch eine Runde Wii Sports.

Update: frlan hat einen aufschlussreichen Artikel dazu auf SPON gefunden.

Liebe katholische Kirche!

Samstag, 22. Oktober 2011

Wenn in dem, was ihr predigt (ihr wisst schon, die Geschichte mit den Todsünden, dem Himmel und dem Fegefeuer) auch nur ein Fünkchen Wahrheit steckt, seid ihr ALLE am Arsch!