Archiv für die Kategorie ‘Na gucke nur!’

So sind wir (18): Killerdackel!

Montag, 27. Juli 2015

Von vier Dackeln sind ein 28-jähriger Erfurter und dessen Schäferhündin angegriffen worden.

Via tlz

So sind wir (17)

Donnerstag, 16. April 2015

Die Frühlingssonne genossen und die Polizei beschäftigt hat am Freitag mehrfach eine 45-jährige Erfurterin. (…) Nachdem sie am Anger ausgestiegen war, ließ sie ihre Hose herunterfallen und setzte sich vor einigen Passanten auf den Boden.

Via TA

Eine Grillparty eskalierte am Sonntagabend in Erfurt. Ein Mann schlug nicht nur auf seinen Bruder und seine Eltern ein, sondern griff auch den Kumpel des Bruders und Polizeibeamte an.

Via TA

So sind wir (9)

Sonntag, 04. Mai 2014

Bei einem Streit würgten und schlugen sich eine Frau und ihr Lebensgefährte gegenseitig. Das ungeborene Kind der schwangeren Frau wurde laut Polizeiangaben dabei nicht verletzt.

Quelle: TA

So sind wir (8)

Samstag, 21. Dezember 2013

Mit 6,44 Promille Alkohol im Körper torkelte am Freitag gegen 7.25 Uhr eine 43-Jährige durch den Erfurter Bahnhofstunnel. (…) Sie schilderte den erstaunten Polizisten sogar, dass sie auf dem Weg zur Arbeit sei und die Straßenbahn nicht verpassen wolle. Sie dürfe nicht schon wieder zu spät erscheinen.

Quelle: TA

Fracking: Die Lobbymaschine läuft an

Montag, 18. Februar 2013

Es ist unwahrscheinlich wenn auch nicht ausgeschlossen, dass Politiker, die bereits ins Amt gewählt wurden, sich des Volkes Stimmung annehmen. Besonders, wenn der nächste Wahltermin in Sichtweite gerät. So geschehen nach der japanischen Atomkatastrophe, die den Austieg aus dem Atomausstieg revidierte. Aktuell beschäftigt sich das Wutbürgertum mit dem Thema „Hydraulic Fracturing“ oder kurz Fracking.

Bundesumweltminister Altmaier ließ kürzlich verlauten, er schließe ein komplettes Fracking-Verbot in Deutschland nicht aus. Das freut den umweltbewussten Bürger, denn trotz aller Beteuerungen bleibt Fracking eine umweltgefährdende Fördermethode für Erdgas bzw. -öl, bei der eine Giftbrühe in den Boden gepumpt wird, um die begehrten Rohstoffe aus bestimmten Gesteinsschichten zu lösen. Das kann dann bei schlampig ausgeführten Bohrungen zu einer unfreiwilligen Konvergenz des Gas- und Wassernetzes führen, wie der Film „Gasland“ anschaulich darstellt.

Da wird es höchste Zeit für die Energiewirtschaft, ihre PR-Geschütze in Stellung zu bringen. Letzte Woche beispielsweise schrieb Wolfgang Münchau im SPIEGEL von „diffusen Umweltbedenken“ und preist Fracking als möglichen Ausweg aus der Schuldenkrise. Eine „der wenigen Chancen“, die wir dummen Deutschen bzw. Europäer aus uns entgehen ließen.

Die FAZ lockt mit güldenen Honigtöpfen und zitiert PriceWaterhouseCoopers mit den Worten „Turbo für die Weltwirtschaft“, so als ob gar nicht unser fragiles und überhitztes Finanzsystem daran Schuld ist, wenn Staaten sich für ihre Banken ins wirtschaftliche Elend stürzen.

Nun wäre die BILD nicht die BILD, würde sie nicht noch eine viel größere Keule aus dem Hut zaubern. Und weil Terrorismus ja immer geht, lesen wir heute:

Die USA wollen bei Öl bis 2035 komplett importunabhängig sein. Staaten wie Saudi-Arabien brechen Milliarden-Einnahmen weg. Damit wird es für die Saudis schwerer, auf der ganzen Welt Koran-Schulen zu errichten und zu finanzieren, so eine besonders radikale Form des Islam zu verbreiten.

Das muss nun selbst den konservativen Leser wundern, hat doch Verteidigungsminister de Maizière nicht noch im September die Rolle Saudi-Arabiens für die „Stabilität im Nahen Osten“ unterstrichen und damit unsere Waffenexporte dorthin schöngeredet?

Nun gut, selbst ein blindes Huhn findet ja bekanntlich das eine oder andere Korn, und so liegt die BILD zumindest was die Rolle der Saudis im Zusammenhang mit dem islamistischen Terrorismus angeht nicht ganz daneben. Daraus eine Herleitung zur kritischen Einstellung der Deutschen zum Fracking zumindest gedanklich zu konstruieren, ist mal wieder so ganz Springer.

Geschichte wiederholt sich (II)

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Weiter geht’s:

Schavan geht mit Anwälten gegen Uni Düsseldorf vor

vs.

Guttenberg-Anwalt kritisiert Universität Bayreuth

*popcornmampf*

Geschichte wiederholt sich

Montag, 15. Oktober 2012

Allem Anschein nach wird es demnächst eine neue Bildungsministerin geben. Denn:

Merkel spricht Ministerin „volles Vertrauen“ aus

Wir erinnern uns: Vor ca. 1 1/2 Jahren gab es Folgendes zu vermelden:

Merkel sichert Guttenberg „volles Vertrauen“ zu

An Frau Schavans Stelle würde ich jetzt schleunigst damit anfangen, E-Mails an den Lobbyverteiler zu schicken.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Freitag, 13. Juli 2012

Nochmal TITANIC: Das Thema ist mittlerweile auch bei BILD angekommen. Betitelt mit einer klassischen So-Headline („So diskutiert das Netz über die Papst-Satire“) hat BILD verschiedene Links zu Seiten veröffentlicht, die sich mit der durch den Vatikan initiierten einstweiligen Verfügung auseinandersetzen. Zu Udo Vetters Beitrag schreibt BILD-Kolumnist Görlach:

Ihr prominentester Vertreter, der Lawblogger Udo Vetter, räumt der Titanic im „Gerichtsprozess gegen den Papst schlechte Chancen ein“.

Nun findet sich weder das in Anführungszeichen gesetzte Zitat in Vetters Text wieder noch geht aus dem Beitrag in irgendeiner Art und Weise hervor, die TITANIC hätte bei einem Prozess „schlechte Karten“. Im Gegenteil; Vetter weist auf frühere Prozesse hin, die das Satiremagazin gewonnen hat:

In ähnlich religiösem Kontext hat übrigens vor Jahren schon Jürgen Klinsmann gegen die taz verloren.

Udo Vetters Fazit (von mir hervorgehoben):

Es wird spannend sein, ob der Papst unter diesen ungünstigen Auspizien tatsächlich gegen die Titanic vor Gericht zieht.

Der „Lawblogger“ ist so überzeugt davon, der Papst würde das Verfahren verliert, dass er bereits einen Nachtrag mit Hinweis auf eine Revision der einstweiligen Verfügung durch das Bundesverfassungsgericht mit Platzhalterdatum unter den Beitrag gesetzt hat.

So etwas fällt übrigens unter den Tatbestand der schlampigen Recherche, sollte aber von den gesetzlichen Regeln zur Pressefreiheit abgedeckt werden 🙂

Ganz unten

Freitag, 22. Juni 2012

Stefan Kuzmany findet ja, dass RTL mit der Verpflichtung Gottschalks einen „Coup“ gelandet hätten. Ich finde das nicht. Was auf den zweiten Blick wie ein cleverer Schachzug Gottschalks und des Kölner Privatsenders aussehen mag, zeigt auf den ersten und dritten Blick nur eines: Gottschalk ist nun wirklich ganz unten angekommen. Na sagen wir fast ganz unten. In der Etage unter Dieter Bohlen gibt es immer noch das Dschungelcamp.

Kuzmany schreibt, dass Markus Lanz es nun noch schwerer haben wird, gegen das „Supertalent“ zu bestehen. Wird er nicht, denn Lanz hatte nie eine echte Chance mit dem toten Format „Wetten dass…“ etwas zu reißen. Dass die Macher der Sendung in ihrer Verzweiflung eine Blondineninfusion in Form von Michelle Hunziger neben Gottschalk auf die Bühne stellen mussten zeigt dies überdeutlich. Lanz, das Würstchen, der sogar für eine Kochshow zu harmlos ist wenn er neben dem burgermampfenden Schuhbeck steht, kann hier nur noch als Opferanode herhalten und wahrscheinlich auch müssen. Denn ein weiterer Moderatorenwechsel ist eher unwahrscheinlich. Eher kauft Stefan Raab die Idee und macht daraus die „Große Wett-WM“.

Aber auch den Casting-Formaten geht es längst nicht so gut, wie der Spiegel-Autor glauben machen möchte. Wer kann sich denn noch an den letzten, vorletzten oder vorvorletzten DSDS-Gewinner erinnern? Gottschalk war sich zwar zu „Wetten dass…“-Zeiten für keinen schmierigen Witz zu schade und seine Griffe in die orangenen Zonen der weiblichen Gäste waren ebenso vorhersag- wie unverzichtbar. Doch damit kann er gegen den pöbelnden Dieter Bohlen keinen Blumentopf gewinnen. Castingshows sind bestenfalls noch Prekariats-TV und Gottschalk aus einer Generation, in der man mit dem Wort „Blasenentzündung“ gegenüber einer Rentnerin noch Skandale auslöste.

Nein, Gottschalk klammert sich an das Rampenlicht wie ein Gotthilf Fischer, als er anno 2000 auf der „Loveparade“ rumgeturnt ist. So sehr ihn der Rausschmiss bei der ARD sicher gegrämt hat – mit dem Wechsel zum Kölner Privatsender tut sich der blonde Thomas keinen Gefallen. Wir werden das spätestens wissen, wenn er mit Gina Lisa Lohfink ins Dschungelcamp einzieht.

Sven Regener schimpft

Freitag, 23. März 2012

Richtig gute Unterhaltung: Sven Regener von „Element of Crime“ rantet gegen das Google, Youtube, die Piratenpartei und „Deppen“, die sich beschweren, dass EOC Videos bei Youtube gesperrt sind. Mit Deppen meint er übrigens die EOC-Fans, denn nur ein echter EOC-Fan ist erpicht darauf, sich die Videos der Band unbedingt anschauen zu wollen.

Die Argumentationskette Regeners ist erschreckend dünn. Angefangen mit falschen Behauptungen (z.B. dass die Piratenpartei verlangt, dass Musiker umsonst arbeiten oder das „Youtube nicht pro Klick bezahlen möchte“) über Mimimi-Gejammer, das böse Youtube haut sich die Taschen voll und die Künstler gehen leer aus (selbst Plattenlabels wie Sony-Music beklagen mittlerweile, dass ihnen Geld durch fehlende Youtube-Promotion entgeht …) bis hin zu würdelosen Schimpftiraden auf die eigenen Fans möchte man Herrn Regener doch am liebsten ein Taschentuch reichen. Mal im Ernst, es ist ohne Zweifel richtig, das Thema Urheberrecht allumfassend zu diskutieren und dabei verschiedene Perspektiven zuzulassen, aber so ein haltloser Rant lädt gerade zu ein, zerlegt zu werden. Das hat Christoph Lauer in einer Interviewantwort dann gleich mal übernommen.