Archiv für die Kategorie ‘Kulinarium’

Kulinarium XXI

Montag, 04. Oktober 2010

Gnocchi! Eine perfekte Vorspeise und leckere Alternative zur Nudel. Schmecken mit vielen klassischen Soßen; warum also nicht auch á la Carbonara? Ein paar waren noch übrig vom Vorabend, da verwöhnten sie den Gaumen in einer Salbei-Sahnesoße mit viel Parmesan.

Gnocchi kann man guten Gewissens fertig kaufen; man kann sie aber auch leicht selber machen. Bei chefkoch.de gibts es übrigens ein gutes Rezept für eine Gnocchi-Variante mit Ricotta.

gnocchi_carbonara Die Carbonara wird traditionell aus Schinkenspeck (“Pancetta“), Zwiebeln, Eigelb und Parmesan zubereitet. Der Schinkenspeck und die Zwiebeln lässt man in reichlich Butter schmörgeln und gibt ein wenig Nudelwasser zur Bindung dazu. Die Eigelb werden mit dem Parmesan (2-3 Eigelb = handvoll Parmesan) verrührt. Die fertigen Nudeln mischt man mit Schinken und Zwiebeln und rührt dann die Käse-Ei-Mischung unter. Dabei darf der Topf aber nicht mehr auf der heißen Platte stehen, sonst gerinnt das Ei. Mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen und frisch geriebenem Parmesan bestreut servieren.

Kulinarium XX

Samstag, 25. September 2010

Es gibt sicher deutlich angenehmere Samstagsbeschäftigungen, als die Küche durchzuputzen.  Da hat man sich doch wenigstens eine kleine Belohnung verdient.

Es gibt Schwein. Das Filet davon. Nicht gerade eines der schönsten, aber das muss ja zunächst nichts heißen. Das Filet wird mit Knoblauch gespickt. Dazu schneide ich 2 frische Knoblauchzehen in Stifte und schneide mit einem kleinen Schnitzmesser Löcher in das Filet, in die die Knoblauchstifte reingedrückt werden. Ordentlich mit Salz und Pfeffer gewürzt und dann kommt der Clou: Das Filet kommt auf einem Teller oder einer Glasform bei 60-70° für 1 Stunde in den Ofen. Die Umluftfunktion kann man einschalten, sollte dann aber eine Schale mit Wasser auf den Herboden stellen, um mehr Feuchtigkeit in den Garraum zu bekommen.

Während die Sau in der Röhre ruht, widmet man sich den unnützen Beilagen. Hier: Austernpilze im Zwiebelrahm und klassisches Rösti (OK, ich hab ein Eigelb unter die geriebenen Kartoffeln gemixt, ich geb’s zu!) Die Austernpilze habe ich in grobe Stücken geschnitten aber beim nächsten Mal würde ich sie evtl. sogar im Ganzen schmoren. Zuerst kommen in dünne Ringe geschnittene Lauchzwiebeln in einen Topf mit Öl und/oder Butterschmalz. Mit Salz und Pfeffer abwürzen, danach die Pilze dazu geben. Bei geschlossenem Deckel und mäßiger Hitze schmörgeln lassen, ab und zu umrühren und salzen. Die Pilze brauchen recht viel Salz. Zumindest, wenn man Kokosmilch zur Zubereitung nimmt. Brühe hatte ich keine da und Instant ist nicht. Aber Kokosmilch war letztendlich wohl nicht das schlechteste Derivat.

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Für den Geschmack kommt ein Lorbeerblatt in den Topf. Außerdem ein Teelöffel Curry und ein Teelöffel frische Thymianblättchen. Der Topf bleibt für ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme stehen. Am Ende 2 Teelöffel Créme Fraiche oder Créme Double unterrühren und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer abwürzen.

So, das Schwein ist mittlerweile fertig mit der Schwitzkur und wird nun kurz aber intensiv von allen scharf Seiten angebraten. Ich packe das Filet nach dem Anbraten in Alufolie und lasse es noch 3-4 Minuten im Ofen ruhen, das muss man aber nicht unbedingt. In 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit Rösti und Pilzen anrichten.

Und wenn man nun alles richtig gemacht hat, ist das Fleisch innen noch leicht rosa und wunderbar saftig. Bei meinem war das so :-)

Kulinarium XIX: Bratkartoffeln!

Mittwoch, 25. August 2010

Jawohl! Nicht immer so ein Schickie-Mickie-Fraß. Bratkartoffeln sind einfach herrlich. Wenn man sie korrekt zubereitet. Wie das geht, kann man z.B. beim Guten Zeugs oder im Kleinen Kuriositätenladen nachlesen.

klopse_kartoffeln Für meine Bratkartoffeln nehme ich möglichst junge, kleine Kartoffeln, die nicht geschält werden müssen. Längliche Exemplare werden längs geteilt und halbiert, größere geachtelt. Eine gußeiserne Pfanne muss es nicht sein, eine gut beschichtete ist ausreichend. Ab mit den Kartoffeln in Butterschmalz (!) – und erst einmal 10 Minuten bei moderater Hitze braten lassen. Zwischendurch 1-2 Mal schwenken. Nun etwas zwischensalzen, schwenken, 2 kleine Rosmarinzweige in die Pfanne legen und weitere 10 Minuten garen. In der Zwischenzeit Zwiebeln schneiden, bei mir in dünne Scheiben. Die Rosmarinzweige werden nun wieder rausgenommen; damit kann man später dekorieren. Rein mit den Zwiebeln und die Pfanne schön durchschwenken.

Zu den Bratkartoffeln gibt es Bratklopse (Hackklopse / Buletten / Frikadellen – wie auch immer man die bei euch nennt). Auf 250g gewürztes Hackfleisch wird ein eingeweichtes und danach ausgewrungenes Brötchen untergemischt. Aus etwas Semmelmehl, Maisgries und Paprika mixe ich eine Panade. Nun forme ich die Klopse in der gewünschten Größe und wende sie in der Panade. Die Klopse werden in heißem Pflanzenöl ausgebacken.

Wenn die Klopse fast fertig sind, dürfen sich noch 2 Eier zu den Bratkartoffeln gesellen. Und zwar so, dass das Ei oben schön flüssig bleibt. Also bitte nicht wie verrückt rühren, sondern allenfalls ein wenig im Ei stochern. Deshalb die Kartoffeln am besten vorher mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Etwas niveauvoll sieht das ganze dann mit einem Rosmarinzweig und roten Pfefferkörnern garniert aus.

PS: Aus Rücksicht auf seine Mitmenschen sollte man das Bäuerchen nach dem Genuss von Bratklopsen immer im Freien vollziehen ;-)

Kulinarium XVIII: Kochen mit Links

Freitag, 02. Juli 2010

Da haben wir den Salat: Ein unfreiwilliger Abstieg vom Rad hat mir eine distale Radiusfraktur, Typ A3.3, nebst ausgeprägtem Trümmerfeld und 12 Tage Krankenhaus eingebrockt. Endlich wieder in häusliche Pflege verbracht, habe ich mich mit Frosta und anderen einfachen Leckereien eingedeckt. “Schonen” meinte der Doc, und zum Kochen braucht man in der Regel ja beide Arme und Hände. Das wenige erlaubte Maß an täglicher Aktivität habe ich dennoch in eine kurze Küchenschlacht investiert. Da lagen noch Hähnchenfilets vom letzten Grillabend im Eisfach, etwas Blattspinat und Waldpilze. Dazu der Rest Bandnudeln, der sich fand und schon ging der Spaß los.

haehnchenfilet Die Filets waren bereits in eine Marinade aus Knoblauch und Peperoni eingelegt und musste nur aufgetaut werden. Danach fix in Polenta gewendet, das hab ich Mal in einem Jamie-Oliver-Rezept gelesen. Den Blattspinat im Topf aufgetaut, mit Salz und Muskat abgewürzt. Schließlich noch die Waldpilze in die Pfanne, mit Weißwein ablöschen, einkochen und fix mit Sahne aufkochen… Moment! Der Sahnebecher lebt! OK, dann geht auch mal Kaffeesahne. Zum Glück nehme ich immer die Hardcore-Version mit 10% Fett.

Das alles war mit einer Hand (der linken!) machbar, auch wenn manche Griffe einfach doppelt so lange dauern. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden – logisch, nach 12 Tagen Krankenhauskost :-)

So, das reicht jetzt aber für heute, ich leg mich wieder hin und den Arm hoch :-)

Kulinarium XVII: Bastardkochen vs. ungarische Tradition

Sonntag, 06. Juni 2010

Was für ‘ne Dämse da draußen! Man möchte sich am liebsten den ganzen Tag faul im Schatten aalen mit kühlen Getränken und einem Pool… aber es soll ja um’s Kochen gehen. Denn essen muss der Mensch was – bloß “was”? Ich mache etwas Gefährliches und fahre ohne Einkaufsliste in den Supermarkt. Schaun mer Mal… aha, Schweinelende, sieht gut aus. 200g in den Korb. Dann noch dieses Geschnetzelte… ach das ist Gyros? Immer her damit. Noch ‘n weng Gemüse – daraus sollte sich doch etwas zaubern lassen. Ach ja, noch etwas zum Nachtisch; Vanilleeis, Backzutaten. Das wird fein!

Womit fangen wir an? Samstag, abends geht es zur Weinprobe. Die Zeit ist knapp. Mist, den Mascarpone vergessen; das heißt noch einmal in den Markt. Aber zuerst wird gekocht. Die Lende bleibt im Kühlschrank, also gibt es Gyros – und zwar nach dem Bastardkochverfahren. Das heißt ich schere mich nicht um irgendwelche kulinarischen Konventionen, bastel einfach darauf los. Ronny hat letztens von einem Wok-Gericht mit Kokosmilch geschwärmt. Gute Idee – Kokosmilch hab ich immer da. Also, das Gyros (200g) in Butterschmalz anbraten. Dazu 2-3 kleingeschnittene, nicht zu große Tomaten. Dann kommt die Kokosmilch dazu, so 150 ml. 1 TL Curry, ein knapper TL Garam Masala, etwas ungarisches Paprikapulver, nur eine Prise. Leicht salzen. Köstlich! Dazu gibts übrigens Spätzle – warum auch nicht? Gestärkt radel ich gen Markt und kaufe den vergessenen Mascarpone, den brauche ich für meine Tiramisu-Torte. Aber erst am Sonntag.

Ach ja, die Weinprobe. Es gibt etwa 15 Weine zum Probieren, vor allem Weiße, zwei Seccos, zwei Rote. Ein Riesling hat es mir angetan – Steinriegel. Der ist wirklich super! Und nicht ganz billig! Aber auch der deutlich preiswertere Silvaner in der Literflasche macht eine gute Figur, davon nehmen wir mal 4 Stück. Hui, kleine Mengen ergeben in der Summe einen ordentlichen Schwips (so heißt übrigens auch der Secco). Zum Glück brennt der Rost. Stichwort Fett – damit der Abend nicht zu schnell zu Ende geht.

leckerer_teller Sonntag, man war das spät gestern. Egal, ran an die Torte. 2 Bisquitböden wird mit etwas flüssigem Kakao beträufelt. Dazu kommt Mascarpone-Creme, zwischen die Böden und oben drauf. Die Torte kommt dann 2h in den Kühlschrank und wird vor dem Servieren mit Kakao bestäubt. Angerichtet mit Vanilleeis und ein paar gezuckerten Erdbeeren – das schmeckt nicht nur mir :-)

paprikas_0 Was machen wir nun mit der Schweinelende? Klar, Paprikás :-) Noch mal zum Mitmeißeln: Das ist KEIN Gulasch! 200g Lende in mundgerechte Stücke schneiden. 1 große Zwiebel kleinhacken, außerdem 3 kleine Tomaten, 4 mittelgroße Champignons in Scheiben geschnitten oder geviertelt, eine kleingewürfelte rote Paprika. Bei Lanz kocht meine Lichter gestern, dass Paprikahaut bis zu 3 Wochen im Verdauungstrakt verbleiben kann. Also mir hat das offenbar bisher nicht geschadet; trotzdem schäle ich die Paprika mal der Bekömmlichkeit halber. Die Zwiebeln kommen zuerst in den Schnellkochtopf mit heißem Pflanzenöl. Nur kurz anschwitzen, dann das Gemüse und die Pilze mit rein. 3 EL Paprikapulver, 1 TL “Erös Pista” (oder Sambal Olek), etwas Tomatenmark, Salz, Pfeffer. Für die Zubereitung im Schnellkochtopf reichen 50ml Wasser völlig aus. Schön durchmischen, dann den Deckel drauf und 10 Minuten zischeln lassen. Zum Schluss den Großteil eines Bechers Créme Fraiche untermischen und zu Spaghetti servieren.

Fazit: Ob Bastardkochen oder traditionelles Rezept – geschmeckt hat’s auf alle Fälle!

Kulinarium XVI: Hamburgers!

Sonntag, 30. Mai 2010

Gerade ist mir aufgefallen, dass ich schon lange nichts mehr zu Essen gebloggt habe. Geht ja gar nicht… Heute gibt es Hamburger. Appetit gemacht hat mir eine Galileo-Sendung, die kürzlich lief. Dort traten 2 Hamburgerspezialisten gegeinander an. Das amerikanische Rezept hat mir insgesamt besser gefallen, wobei die selbst angesetzte Barbecuesoße des deutschen Kochs auch etwas hatte.

hamburgers Man kann auch beide Rezepte kombinieren. So wie ich das gemacht habe. Tomaten in Scheiben schneiden, weiße Zwiebeln in Ringe, rote Zwiebeln und Möhren raspeln. Ketchup (sic!) in einem Topf stark erhitzen, um den Zucker zu karamellisieren, darin die geraspelten Zwiebeln und Möhren dünsten.

Hackfleisch (150g pro Burger ist schon anständig), Salzen, braune Sojasauce, 1 TL Senf und 1 TL Zucker verrühren und in das Fleisch einarbeiten. Kugeln formen, ab damit auf den Rost und mit dem Pfannenwender etwas in Form bringen. In diesem Fall darf ausnahmsweise eine Bratschale verwendet werden, denn das aus den Burgern tropfende Fett sorgt ansonsten für dicke Nebelschwaden. Kurz bevor die Burger gar sind, nach Belieben eine Scheibe Cheddar-Käse darauf legen.

Den Burger zusammen bauen: Toast-Brötchen (sind wirklich gut geeignet!) kurz auf den Rost, halbieren, Salatblatt, Zwiebeln, Tomatenscheiben, Soße nach Geschmack, das Fleisch und den Deckel oben drauf – fertig!

Kulinarium XV: Herzhafte Kaninchenpfanne

Freitag, 02. April 2010
01_pfanne Insbesondere in Großküchen sollte man mit Gerichten, die den Zusatz “Pfanne” im Namen tragen, immer vorsichtig sein. Das gibt oft ein Wiedersehen mit Speisenkomponenten der vergangenen Woche. Auch mein Ansatz ging ein wenig in die Richtung “schauen wir, das da ist und zaubern wir was leckeres daraus”. Da waren: Kartoffeln, 1 Schalotte, etwas Créme Double, ein halber Becher Sahne, diverse Gewürze und Bauchfilets vom Kaninchen. Und noch ein paar frische Champignons. Zunächst habe ich mit der Zubereitung von klassischen Bratkarftoffeln begonnen.

02_fleisch Ich nehme dazu rohe Kartoffeln, die in 2 cm dicke Scheiben geschnitten und geviertelt werden (bei großen Kartoffeln). Die kommen mit Butterschmalz in die Pfanne und dürfen dort erst einmal gut 20 Minuten unter sporadischem Schwenken vor sich hin braten. Dazu kommen 2 Rosmarinzweige, die in Scheiben geschnittene Pilze, die kleingehackte Schalotte, 3 Knoblauchzehen (ungeschält, breitgedrückt), Salz, Pfeffer. Bevor der Knoblauch anbräunt, kommt das Ganze in eine gebutterte Blechform oder Kasserolle. Die Kaninchenfilets werden in einer Mischung aus Mehl, Salz, Pfeffer und Paprika gewälzt und scharf in Olivenöl angebraten. Danach ab damit in die Form. Zu guter Letzt stellt man einen Guss aus Sahne, Céme Fraiche oder Double, Salz, Pfeffer, Thymian, etwas Muskatnuss und geriebenem Parmesan her und gießt ihn über die Kartoffeln und das Fleisch. Ab in den Ofen für 15 Minuten – und genießen!

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Kulinarium XIV: Csirke Paprikás

Mittwoch, 31. März 2010

paprikasDer kulturphilosophische Diskurs um das in Ungarn unbekannte “ungarische Gulasch” wurde bereits an anderer Stelle geführt. So geht das richtig: ein wunderbares Csirke Paprikás mit Spätzle – ein Traum! Abweichend vom Original lediglich getuned mit einem Teelöffel Créme Doublé.

Olympiade der Köche 2012 in Erfurt

Dienstag, 23. Februar 2010

Vom 5. – 10. Oktober 2012 kann man in der Messe Erfurt olympische Spiele der besonderen Art genießen: Bereits zum 4. Mal treffen sich die besten Köche der Welt zum Kochduell und werden sicher wieder allerlei kleine und große Köstlichkeiten zaubern.

Café-Future-Net hat sich allerdings beim Link auf den Ausrichter vertan; der führt nämlich nicht zum Verband der Köche Deutschland e.V., sondern zu den Verkehrskadetten Düsseldorf :-)

[update] Kulinarium XIII: Kartoffelgratin

Samstag, 13. Februar 2010

leckereien Irgendwie hat mir dieses Gratin keine Ruhe gelassen. Es war gelungen – ohne Zweifel. Aber ich hatte nicht die Kartoffeln bekommen, die ich wollte. Und Knoblauch war auch aus, so dass ich mir mit einer portugiesischen Knoblauch-Paste behelfen musste. Heute war Samstag und ein Einkauf stand an. Und es passierte, was man vom deutschen Einzelhandel schon gar nicht mehr gewohnt ist: ich wurde positiv überrascht! In der Tat -  der Große, Grüne Einkaufsmarkt, in dem die Welt noch in Ordnung ist, hat massiv aufgerüstet. NORMAlerweise muss ich, wenn ich den kurzen Weg bevorzuge, zum Discounter, den einzig und allein der halbwegs korrekte Fleischer rettet. Aber heute wurde das Auto freigeschaufelt und im Großmarkt angegriffen. Und was hatten die alles für Leckereien! An sich wollte ich zum TK-Lachs greifen – plötzlich grinste mich dieses herrliche Lachsfilet an der Frischfischtheke an. Da musste zugegriffen werden und ein paar frische Nordseekrabben kamen auch noch in den Korb. Die nächste positive Überraschung waren wunderbare, rote Kartoffeln aus Frankreich. Im Milch-Distrikt gab es tatsächlich Créme Double – hab ich hier bis jetzt noch nie bekommen! Am Karnickel-Stand musste ich kurz stehen bleiben – nein, heute kein Mümmelmann. Es bleibt bitte beim Fisch!

lachsfilet Den Fisch bettete ich auf etwas Blattspinat, passt ja immer sehr gut zu Lachs, und darunter gab es – Gratin! Mit pervers viel Knoblauch, so an die 4 Zehen. Das gibt ein Aroma! Natürlich kamen vorher die Keimlinge raus! Man teilt die Zehe und schneidet mit einem kleinen Messer den Bösewicht aus der Mitte heraus. Schon verliert die Knolle einige ihrer  negativen Eigenschaften, ohne dass es dem Geschmack schadet.

ergebnis Der Fisch war auf den Punkt richtig! Außen scharf angebraten, aber so, dass er innen noch rot ist. Danach so 6-10 Minuten in den Ofen zum gar ziehen. Und das Gratin war ein Gedicht! Dieses Mal hat alles gepasst! Ich habe etwas weniger Käse genommen und die Butter weggelassen. An die Soße kam ein Teelöffel Créme Double, wenn man sowas schon mal im Hause hat. Für den Frische-Faktor gab es einen Radicchio-Mandarinen-Salat, an dem ich aber noch arbeiten muss.

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