Archiv für die Kategorie ‘Gadgets’

"To pass the bucket"

Donnerstag, 18. März 2010

So, habe ich im Businessenglischkurs gelernt, sagt der Brite, wenn er die Verantwortung jemand anderem in die Schuhe schiebt:

Grund für die Motoraussetzer ist laut Toyota eine defekte Steuerungselektronik. Der Autobauer machte zwei Zulieferer dafür verantwortlich.

Bei meinem Fahrzeug geht der Motor auch manchmal aus; hier heißt das jedoch „Efficiency Dynamics“… kleiner Tipp an die Freunde aus Japan: Make it a Feature! 😉

Edit: via Tagesschau.de

Erfurt Luxury Accessories?

Mittwoch, 17. März 2010

Über den Newsletter eines Shoppingclubs flog heute Werbung für eine Verkaufsaktion von „erfurt luxury accessories“ in den elektronischen Briefkasten. Nach den Raufasertapeten jetzt also – bunte Halstücher für Hunde? WTF???

nPA auf der CeBIT

Mittwoch, 03. März 2010

Wer hat denn diese PR-Meldung bei der Tagesschau platziert?

Neben einer Biometriefunktion zur Identifikation soll die Plastikkarte auch rechtsgültige Geschäfte via Internet möglich machen.

Klar, E-Commerce war bisher eher so „Vertrauenssache“… oder?

Link-O-Rama zum Wochenende

Freitag, 29. Januar 2010

Wir können alles – außer Werbung
In Österreich diskutieren sie gerade einen Spot des österreichichen Bundesheeres, der im Rahmen einer mit „Heer 4U“ keck betitelten Kampagne im Internet verbreitet werden sollte. Wenn man den Plot nur liest, ahnt man bereits, was da produziert wurde. Sowas sieht man normalerweise nur in der regionalen Kinowerbung, wenn die Fleischerei Noske aus Großeutersdorf „Günni’s Werbeatelier“ den Jahresetat gesichert hat…

…und wenn sie nicht gestorben sind…
Lass das mal den Tony machen! Der glaubt nämlich immer noch an die Mär von den irakischen „Weapons of mass destruction“. Zumindest tut er so. Dabei stinkt die Sache mittlerweile so zum Himmel, da hilft kein Nase zuhalten mehr.

Ze Germans are coming
Bleiben wir auf der Insel. Dort hat der „Daily Star“ das Design der neuen Trikots unserer Nationalelf aufgegriffen und nach typisch englischer Manier uminterpretiert. Dass sich darüber nun ausgerechnet das Fachblatt BILD echauffiert („Was ist noch schlimmer, als total daneben zu sein? Es nicht einmal zu merken…“, ist dabei ebenso konsequent wie aberwitzig.

Didi auf vollen Touren
Der Althaus Dieter kämpft nach wie vor wehement um den Titel „Fettnäpfchenmitnehmer 2009“. Neuester Streich: der damalige Thüringer Verhandlungsführer während des Bieterrennens um die Opelübernahme wird nun Vorstandsmitglied bei Magna. Na gut, zumindest haben wir nun die Erklärung hierfür. Außerdem ist der Dieter ja in guter Gesellschaft!

Und zum Schluss…
Steve Jobs hat diese Woche das neue Apple iPad vorgestellt. Wer jetzt schon im Portemonnaie kramt, aber immer noch diesen kleinen Stich im Nacken spürt, dem sei diese Entscheidungshilfe ans Herz gelegt.

Gehabt euch wohl & schönes Wochenende,
Erfurter Domspiten!

RAM: Fakten und Fiktion

Dienstag, 19. Januar 2010

Wenn man sich einen neuen PC zusammenstellt, so wie ich das gerade getan habe und die Komponenten auch noch selber auswählt, kommt man nicht umher, sich mal wieder mit so schönen Themen wie CPU-Leistung, Grafikchips und Speichertakten auseinanderzusetzen.

Eines der Mysterien auf Heim-PCs ist das Thema Arbeitsspeicher. Der ist momentan nicht sehr teuer, die 4 GB gibt es für ca. 90 EUR. Nun könnte man in einem Anflug von Kaufrausch also gleich mal 8 GB erwerben, denn was man hat, das hat man. Oder auch nicht. Windowssysteme mit 32 Bit (also das normale XP oder ein 32 Bit Windows 7) können maximal insgesamt (!) 4 GB Speicher adressieren. „Insgesamt“ umfasst nämlich nicht nur den RAM, sondern auch den Speicher der Grafikkarte. Wenn man also eine Karte mit 1 GB Speicher hat, wird dieses 1 GB vom RAM des PC’s „weggenommen“. Das bedeutet, mit einer 1 GB Grafikkarte und 4 GB RAM stehen einem effektiv nur knappe 3 GB für Programme zur Verfügung.

Dieser Artikel erläutert die Problematik sehr schön und erklärt, warum selbst der Umstieg auf ein 64-Bit System nur bedingt Linderung verschafft.

Aufrüstung

Freitag, 15. Januar 2010

Update: Ich vertrete ja schon seit längerem die These, dass auch seelenlose Maschinen merken, wenn ihnen die Rente droht. Oder wie kann man es sich sonst erklären, dass Rechner/alt exakt seitdem die neuen Komponenten bestellt sind lustige Töne beim Booten von sich gibt:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Das metallische Klacken bedeutet übrigens, dass bald eine Platte stirbt. Höchste Zeit für ein Backup!

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Nach 5 Jahren darf es mal wieder ein neuer PC sein.

Das Ganze garniert mit 4 GB 1600er DDR3 RAM und in einem schicken Lian Li Gehäuse verpackt – kann sich erst einmal sehen lassen. Der nur nächstbessere i5 Prozessor von Intel ist zwar nur 12 Euro teurer, dafür legt man für ein ebenbürtiges Mainboard gleich 70 Euro drauf. Das bei AMD und Gigabyte gesparte Geld stocke ich etwas auf und gönne dem Betriebssystem eine 64 GB SSD-Festplatte. Die Programme werden auf eine recht flotte SpinPoint gepackt. Nur mit der Grafikkarte hadere ich noch. Denn all zu laut soll das Teilchen ja auch nicht werden…

Performancekiller Skype?

Freitag, 08. Januar 2010

Ich sitze gerade vor einer 2.66 GHz Quadcore-Maschine mit 4 GB RAM – also absolut zeitgemäß in der Ausstattung. Nun wundere ich mich, warum der Firefox seit einiger Zeit „hängt“ – zwar nur für µ-Sekunden, aber doch merklich und nervig.

Nun habe ich diverse AddOns installiert – und zunächst aus einem Bauchgefühl das Skype-AddOn deaktiviert. Nun hängt auch nichts mehr 🙂

Die ARD und die iPhone App

Mittwoch, 06. Januar 2010

An und für sich habe ich die Diskussion [1] [2] [3] um eine geplante iPhone-Applikation der ARD-Tagesschau als Sturm im Wasserglas verfolgt. Warum? Weil es hier am Ende doch bloß um eine bestimmte, technische Art der Darstellung von existierenden Inhalten auf einem bestimmten, mobilen Endgerät geht. Die Inhalte kann man sich ja auch ohne „App“ anschauen, z.B. über den ganz normalen Browser, den jedes internetfähige Gerät besitzt.

Sogar das iPhone. Da gab es ja seinerzeit die vollmundige, umstrittene Aussage von Apple, mit einem iPhone „das echte Internet“ in der Tasche zu tragen. Ohne Flash kann man vielleicht nicht alle ARD-Onlineinhalte nutzen, aber für den Nachrichtenticker reicht es alle mal.

Um nun zu verstehen, was an einer App so toll ist, muss man zunächst in die Psyche eines Apple-Jüngers blicken. Jene Spezies hat es sich zu eigen gemacht, im Zweifel mehr Geld für ein Produkt auszugeben, das objektiv betrachtet weniger leistet, als ein Konkurrenzprodukt. Da es sich beim Apple-Jünger in der Regel um ein Mitglied des Bildungsbürgertums handelt, entwickelt er Strategien, die denen von Entführungsopfern („Stockholm-Syndrom„) ähneln, um kognitive Dissonanzen zu vermeiden.

Da ist es natürlich hilfreich und zugleich umsatzfördernd, wenn man speziell den iPhone-Nutzer, dessen Gadget sich außer durch ein mondänes Interface, einen Neigungssensor und eine vollverspiegelte Oberfläche kaum von anderen Smartphones unterscheidet, ständig mit mehr oder weniger nützlichen Funktionen füttert und dafür bezahlen lässt.

Damit unterscheidet sich der Apple-Jünger grundlegend vom vorwiegend durch Oldschool-Mediendinos gezeichneten Bild des Kostenlos-alles-Mitnehm-Internetleechers, der dem guten alten Qualitätsjournalismus das Messer in den Rücken rammt. Also bastelt sich der Dino eine App, mit der iPhone-Addicts z.B. die exlusiven Premiuminhalte der BILD-Onlinedependance rezipieren können und dafür Extrageld bezahlen.

Nun hat bei der ARD offenbar mal jemand gegoogelt und festgestellt, dass diese Apps gerade im Trend liegen. Warum also nicht eine eigene App basteln und diese „kostenlos“ unters Volk bringen? Der irrigen Annahme erlegen, dass der gemeine BILD-Appnutzer gesinnungsidentisch mit dem gemeinen BILD-Leser ist, poltert[2] die Premiumpresse natürlich laut los und sieht sich als Opfer des öffentlich finanzierten Rundfunks, der ihnen die zahlenden Abonnenten mopst.

Offensichtlich fühlt man sich bei der ARD nun in die Ecke gedrängt und kontert mit der Grundversorgungskeule. Mit implizitem Hinweis auf das „Niedersachsenurteil“ zum Begriff der Grundversorgung stellt sich die ARD bzw. im Speziellen der abmahngeneigte NDR nun einmal mehr selbst in Frage. Dem informierten Leser sollte klar sein, dass sich das BVG-Urteil von 1986 wohl kaum auf das Internet bezogen haben kann; vielmehr ging es um die Abgrenzung des Grundversorgungsauftrags zum Programmangebot der damals noch jungen Privatsender. Binnen- vs. Außenpluralismus. Leider hat man bereits damals falsch zu Gunsten des Binnenpluralismus entschieden. Das ist in etwa so, als würde man Brot und Wurst auch heutzutage noch auschließlich auf Lebensmittelkarten erwerben können.

Die Frequenzknappheit und damit einhergehende Exklusivität von Massenkommunikation ist de facto nicht mehr existent. Jeder kann alles an jeden kommunizieren. Die Meinungsvielfalt ist kennzeichnendes Element des Internets, weshalb man es ja all zu gerne zensieren möchte.

Für mein Empfinden ist es endlich an der Zeit, dass sich die Ö/R Medien die demokratische Legitimation holen, die sie nie besessen haben. Letzten Endes unterliegen doch auch die privaten Medien (demokratischen) Marktmechanismen. Und gerade hier haben die Ö/R einen riesigen Berg an Misstrauen wiedergutzumachen. Also, hören wir doch auf, über iPhone Apps zu streiten und sehen wir zu, wie wir das Ö/R Rundfunksystem endlich ins 21. Jahrhundert transformieren können!

Thunderbird 3 mit Schönheitsfehler

Montag, 14. Dezember 2009

Seit ein paar Tagen gibt es den Open Source E-Mailclient Thunderbird in Version 3.0 zum download. Ich hatte mir das Update bereits letzte Woche installiert und sofort fiel mir ein markanter Fehler auf: die Kompaktansicht des E-Mailheaders fehlte. Besonders schlimm sah das zusammen mit dem Noia-Theme aus. Zum Glück hilft hier ein entsprechendes Addon, das das kleine Expand-Symbol wiederherstellt.

Noch ein Wermutstropfen: Die Kalendererweiterung „Lightning“ funktioniert, da selber erst bei 0.9, nur mit Thunderbird 2.x Auch hier kann man sich aber bereits eine 1.0pre heruntersaugen – und der Kalender ist wieder am Start.

Edit: Der Lightning-Link funktioniert jetzt.

Geniale Toolsammlung: LiberKey

Dienstag, 01. Dezember 2009

Das kennt jeder Windows-Nutzer: Irgendwann wird das System langsam und fehleranfällig, so dass man um eine Neuinstallation oft nicht herum kommt. Damit verbunden ist neben der reinen Installation des Betriebssystems natürlich auch das Wiederherstellen der vielen kleinen Helferlein, die man sich über die Zeit so installiert hat. Möglicherweise sind auch die mit Schuld am allmählichen Zusammenbruch von Windows. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt man, indem man sich das kostenlose LiberKey installiert.

LiberKey ist eine kostenlose Toolsammlung, die ohne größere Systemeingriffe eine ganze Reihe von Tools mitbringt. LiberKey kann auf der Festplatte, in verschlüsselten Containern oder auf einem USB-Speicherstick installliert werden. Die Programme werden ähnlich wie bei anderen auf den portablen Betrieb ausgelegten Toolcontainern nicht direkt im Windows des Nutzer-PCs installiert, sondern laufen autark nur in der LiberKey-Umgebung. Clever: Man kann temporäre Dateiverknüpfungen anlegen, so dass z.B. MP3-Dateien nur dann mit AIMP geöffnet werden, wenn LiberKey läuft und sonst mit dem Mediaplayer oder irgend einem anderen lokal installierten Abspieler.

Man hat die Auswahl zwischen verschiedenen Paketen (klein, mittel, groß), aber kann diese jederzeit nach Belieben erweitern oder reduzieren und so an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ich finde LiberKey großartig, denn man muss nicht ewig installieren, bis man sein altes Programmset wieder beisammen hat. Und sollte man doch mal zu einer Windows-Installation gezwungen sein, kopiert man einfach den kompletten LiberKey-Ordner und schon sind alle Helferlein wieder an Bord!