Archiv für die Kategorie ‘Fundsachen’

So sind wir (14)

Mittwoch, 05. November 2014

Erfurt. Wegen einer Plastikgabel kam es in der Nacht zu Mittwoch im Erfurter Süden zu einer Auseinandersetzung zwischen vier Männern.

Via TA

DJs – früher und heute

Montag, 08. September 2014

1997: Der kanadische DJ A-Trak gewinnt mit 15 Jahren die DMC World Championship.

 

2014: Natalia París, ein kolumbianisches Model und „DJane“ berührt die Regler eines DJ Mischpultes. Man beachte das Macbook links im Zusammenhang mit den Timecodes der beiden Player („00m:00s:00.0“). Pro Stunde Regler anfassen verdient sie 10.000 Dollar.

Wie oft denn noch?

Montag, 18. August 2014

Qualitätsjournalisten bezeichnen den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte immer wieder als „EU-Gericht„. Mindestens genau so oft wird behauptet, Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ wäre in Deutschland verboten:

„Mein Kampf“ bleibt verboten.

Also, zum gefühlt tausendsten Male: Das Buch ist in Deutschland nicht verboten. Nach gängiger Rechtsauffassung liegen die Nutzungsrechte beim Freistaat Bayern. Der lässt das Buch nicht drucken; womit es defacto in Deutschland nicht verbreitet wird. Das bayerische Finanzministerium meint zwar, das Buch wäre aufgrund von Volksverhetzung verbotswürdig, aber das steht zunächst mal auf einem ganz anderen Blatt. Die ganze Geschichte findet man übrigens mit 2 Suchbegriffen und 2 Klicks bei Wikipedia anschaulich aufbereitet.

So sind wir (13)

Mittwoch, 13. August 2014

Der erheblich alkoholisierte Wirt rief lauthals den Hitlergruß. Ein 18-Jähriger urinierte unterdessen an einen geparkten Funkstreifenwagen.

Via TA

So sind wir (11)

Mittwoch, 04. Juni 2014

Mit Pistole, Hammer, Dolch und zwei Messern ist ein 35 Jahre alter Mann in einer Erfurter Polizeiwache aufgetaucht. Dort habe er mit der Schusswaffe auf eine Beamtin gezielt

Via mdr

So sind wir (10)

Montag, 02. Juni 2014

Der betrunkene Mann hatte seinen Begleiter gebissen und versuchte auch die Polizei anzugreifen. (…) Er versuchte sie [die Sanitäter] – genau wie die hinzu gerufenen Polizeibeamten – zu beißen, zu kratzen, zu bespucken und nach ihnen zu schlagen und zu treten.

Via Thüringer Allgemeine

Quotenossi

Montag, 03. Februar 2014

Irgendwie schaffe ich es seit ein paar Jahren, nach einer fröhlichen Runde an genau jenem Freitag im Jahr auf der Couch vor dem Fernseher zu sitzen, an dem RTL den Einzug in das „Dschungelcamp“ wiederholt. Meistens verliert sich meine Aufmerksamkeit nach einem kurzen Blick auf die Kandidaten und ich erwache mitten in der Nacht mit dem unguten Gefühl eine größere Menge an Gehirnzellen verloren zu haben.

Wer bei „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ einzieht, war entweder irgendwann mal ein „Star“ oder wäre gern einer. Ein Karrieresprungbrett ist die Sendung dabei für keinen der Protagonisten; allenfalls verschaffen sie sich einen ersten oder letzten größeren Schwung an Aufmerksamkeit, bevor sie mit etwas Glück Baumärkte und Autohäuser eröffnen dürfen.

Den einen oder anderen kennt man noch: Mola Adebisi moderierte bei VIVA, als dieser noch ein Musiksender mit durchaus anarchistischen Tendenzen war; Tanja Schubert kenne ich von „RTL Samstagnacht“. Winfried Glatzeder, den sie wie ich mich zu erinnern meine als „Don Juan der DEFA“ vorstellten, sprach von seinem „vielleicht letzten großen Abenteuer“ als Antwort auf die von ihm selbst gestellte Frage „Warum macht der das?“. Traurig.

Nun, die anderen Kandidaten bewegten sich zwischen „Name mal gehört“ und „wer zum Teufel ist das“. Offenbar fiel es auch dem SPIEGEL schwer, die Gewinnerin Melanie Müller in den richtigen Kontext zu setzen. Und so reduziert das Magazin das Erotikmodel auf eine ihrer wesentlichen Eigenschaften:

Nach einer letzten Prüfung (…) setzte sich die Ostdeutsche Melanie Müller überraschend als Dschungelkönigin durch.

Wenn man ein österreichiches Model ist, ist man auch beim Spiegel ein österreichiches Model. Wenn man Jochen Bendel ist, ist man einfach der „Ex-‚Ruck-Zuck'“-Moderator, aber wenn man aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen kommt ist man schlicht und ergreifend: Ostdeutscher.

Nobelpreis für Snowden?

Mittwoch, 29. Januar 2014

Edward Snowden wurde für den Friedensnobelpreis nominiert. Ich finde nicht, dass Snowden den Preis verdient hat. Nicht, bevor Barack Obama seinen wieder zurückgegeben hat. Zur Erinnerung: Obama erhielt den Preis 2009 für, nun ja wofür eigentlich?

für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken

Ach ja, das war’s. Schon klar.

Faux-Palla

Samstag, 11. Januar 2014

Eines muss man der CSU ja lassen: sie haben wirklich Sinn für Humor.

 „Unser Problem in Deutschland ist doch eher, wenn man sich unsere Nachbarstaaten oder die USA anschaut, dass es zwischen Politik und Wirtschaft eher zu wenig als zu viel Austausch gibt“

lolwut???

http://www.tagesschau.de/inland/pofalla230.html

Sicherheitsrisiko Windows 8

Dienstag, 20. August 2013

Das Verhalten der Bundesregierung im Kontext der NSA-GCHQ-Affaire hinterlässt bisher ein sehr trauriges Bild. Zuletzt pullte Angela Merkel einen Pofalla, indem sie die Affaire schlichtweg für beendet erklärte.

Man kann vortrefflich darüber diskutieren, welche Optionen die Bundesregierung realistischerweise und ohne ihr eigenes Selbstverständnis infrage zu stellen noch gehabt hätte. Zumindest aber könnte man verlangen, für den immensen Einsatz an Steuergeldern professionell belogen zu werden und nicht in einer für Menschen normalen Intellekts so offensichtlich flachsinnigen Art und Weise.

Jetzt wollen wir aber mal nicht alles schlecht reden, denn zumindest beim BSI scheint die NSA-Affaire nicht spurlos vorüber gegangen zu sein:

„Durch den Verlust der vollen Oberhoheit über Informationstechnik“ seien „die Sicherheitsziele ‚Vertraulichkeit‘ und ‚Integrität‘ nicht mehr gewährleistet.“ An anderer Stelle stehen Sätze wie: „Erhebliche Auswirkungen auf die IT-Sicherheit der Bundesverwaltung können damit einhergehen.“ Die Schlussfolgerung lautet dementsprechend: „Der Einsatz der ‚Trusted-Computing‘-Technik in dieser Ausprägung … ist für die Bundesverwaltung und für die Betreiber von kritischen Infrastrukturen nicht zu akzeptieren.“

Man weist hier dediziert auf mögliche NSA-Hintertüren hin! Und die Alternative liegt nahe:

Falls die IT-Experten des Bundes keine solchen Geräte finden, die bezahlbar sind und auch sonst ihren Ansprüchen genügen, bleibt ihnen wohl nur der Weg, den zum Beispiel die Münchner Stadtverwaltung eingeschlagen hat. Auf deren Computern läuft ein Linux-Betriebssystem.

Feuchte Träume für @FRLAN  🙂